Leicht bessere Luft in Mönchengladbach –
Arbeit des Klimaschutzmanagers trägt erste Früchte

Eine gute Nachricht verkündete die Verwaltung gestern im Umweltausschuss: Die Luftqualität in Mönchengladbach ist besser geworden.
Die weniger gute lautete: LKW´s stoßen noch immer zu viel Stickstoffdioxid aus und ein wirkliches Konzept für eine positive Veränderung ist nicht erkennbar.
„Das ist ärgerlich, da für die Grenzwertüberschreitung an der Aachener Straße insbesondere LKW über 3,5 Tonnen verantwortlich sind, die sich nicht an das Durchfahrtsverbot halten. Hier helfen nur noch strengere Kontrollen“, erklärt Markus Heynckes, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Die Verbesserung insgesamt geht aus dem alljährlichen Sachstandsbericht hervor, der die Entwicklung in der Ozon-, Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung allgemein darstellt. Demnach zeigen die Maßnahmen des Luftreinhalteplans der seit vier Jahren besteht, Wirkung: In der Innenstadt wurde weniger Feinstaub und Stickstoffdioxid gemessen. Die Feinstaubbelastung hat an keiner der Messstellen weder den zulässigen Jahresmittelwert noch die Anzahl der zulässigen Tagesmittelwerte überschritten.
Der Wermutstropfen: Lediglich am Messpunkt in der Aachener Straße 426/428 wurde beim Stickstoffdioxid eine leichte Überschreitung knapp über dem Grenzwert festgestellt.

Die Bezirksregierung, zuständig für den Luftreinhalteplan, sieht hier allerdings von verschärfenden Maßnahmen ab, in der Hoffnung, dass die zunehmend wirksamen Maßnahmen zukünftig zur Einhaltung des Grenzwertes führen. Die Stadt geht davon aus, dass die Umsetzung des LKW-Routenkonzeptes oder die Veränderung des Modal-Split mittel- bis langfristig zu weiteren Verbesserungen führen wird.

Mönchengladbach war im Rahmen der Luftqualitätskontrollen des Landesumweltamtes mit den Messstationen in der Düsseldorfer Straße, Friedrich-Ebert-Straße und Hubertus-/ Urftstraße sowie einer Feinstaub-Messstation in Wanlo und Messstation für Stickstoffdioxid in der Aachener Straße im Landes-Messprogramm vertreten.

Darüber hinaus informierte die Verwaltung im Fachausschuss über den aktuellen Stand im Klimaschutzkonzept der Stadt, das in 2011 vom Rat zur Reduktion der CO2-Emissionen beschlossen wurde. Bestandteile des Konzeptes waren unter anderem die Einstellung eines Klimaschutzmanagers, Aufbau und Pflege des Internetauftritts www.klimaschutz.de, Energiesparprojekte an Schulen und Kitas, z. B. die „KlimaReise“, Kampagnen und Informationsveranstaltungen zur Energieeffizienz „Netzwerk Niederrhein“ sowie Aktivitäten zur Optimierung des ÖPNV, Ausbau des Radverkehrs sowie zur nachhaltigen Mobilität.

Die in den letzten Jahren durchgeführten Aktivitäten und Informationskampagnen im Bereich des Klimaschutzes trugen zu einer Reduzierung der absoluten CO2-Emissionen von 25 Prozent im Zeitraum von 1990 bis 2012 bei. Das vom Klima-Bündnis, in dem die Stadt Mitglied ist, gesetzte Ziel, alle fünf Jahre eine Reduzierung von zehn Prozent zu erzielen, wurde leicht verfehlt. „Dennoch kann festgestellt werden, dass sie dem Zielpfad gefolgt ist“, heißt es im Bericht.

Zukünftig soll das Klimaschutzmanagement auch im Hinblick auf die Strategie „mg+ Wachsende Stadt“ fortgesetzt werden. Die Stelle des Klimaschutzmanagers, die bis zum 31. Oktober 2017 befristet ist, soll fest installiert werden. „Der Klimaschutz ist in der Strategie mg+ stark verankert und soll mittel- wie langfristig fortgesetzt werden. Netzwerkbildung, Wohnungswirtschaft sowie Stadtklima und Stadtgrün, aber auch Handel und Energieeffizienz sind hier wesentliche Bausteine, die zu mehr Qualität führen werden. Umweltschutz wird fester Bestandteil der Stadtplanung werden“, betont Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt.
(pmg/MG-heute)

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