Mönchengladbach Süd – Jahresempfang in ernster Zeit
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“Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: es sind Intelligenz, Anstand und Nationalsozialismus“, mit diesem Zitat begann Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann den diesjährigen Jahresempfang des Stadtbezirks Süd im Rathaus Rheydt.
Die Gäste aus allen Gesellschafts-Teilen waren zahlreich erschienen, unter ihnen beispielhaft erwähnt die Landtagsabgeordneten Frank Boss (er blieb etwa 30 Minuten), Hans Willi Körfges und der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings.

Für hervorragende musikalische Einlagen sorgten „Die Rockstreicher“ der Musikschule Mönchengladbach unter der Leitung von Christian Malescov.

Barbara Gersmann bittet die Bürger, auch im privaten Umfeld, bei Menschen die man mag, dort ist es sicher sehr schwer, zu sagen: „das sind Nazis, das ist blöd, das ist falsch“, die Dinge beim Namen zu nennen. Auch in den sozialen Medien.
Gersmann wünscht sich sehr, dass die Zuhörer auch im Kleinen dagegenhalten wenn sie hören das es gegen Ausländer geht, das es gegen Menschen mit Migrationshintergrund geht, das es um rechte Hetze, Sexismus etc. geht.

Berzirksvorsteherin Gersmann ehrte und dankte einigen Bürgern des Bezirkes in besonderer Weise, sie erhielten das Rheydter Stadtlicht als Zeichen der Anerkennung.

Von links:Petra Kraus, Kulik Bras (Vertretung), Verena und Guido Gauld, Annika Schmitz und Yannik Schulz (verhindert).
„Ich bin furchtbar stolz Bezirksvorsteherin dieses Stadtteils zu sein mit so vielen Menschen die sich engagieren, denen der Bezirk am Herzen liegt ,“ bedankt sich Gersmann.

Für die nächsten beiden Jahre hat Gersmann natürlich ein Programm (hier die textliche Grundlage):

2020 ist Kommunalwahl. Die Parteien und damit auch ihre kommunalen Mandatsträger legen für solche Wahlen Programme auf, aus denen hervorgeht, was sie in der Zeit, für die sie gewählt werden sollen, umsetzen möchten. Ich bin noch zwei Jahre Bezirksvorsteherin Süd. Die Kooperation zwischen CDU und SPD im Rat wird dieses Jahr einen Doppelhaushalt beschließen, was bedeutet, dass der Haushalt nicht nur für das Jahr 2019, sondern auch für das Jahr 2020 beschlossen wird. Wir befinden uns also im Endspurt dieser Wahlperiode. Genau aus diesem Grund liegt es mir am Herzen, noch ein paar Projekte in Süd auf die Schiene zu setzen, die für die Entwicklung dieses Stadtbezirkes in den nächsten Jahren wichtig sein werden. Es geht nicht darum, schon ein neues Kommunalwahlprogramm für den Süden zu entwerfen, sondern eher darum, den Endspurt zu skizzieren, der dann Eingang in den Doppelhaushalt und Umsetzung in den nächsten zwei Jahren erfahren soll.

In Rheydt und Odenkirchen hat sich in den letzten Jahren ganz viel getan. Trotzdem gibt es weitere Projekte, die längerfristig geplant sind und  die umsichtig vorbereitet werden müssen. Und es gibt Projekte, die sich jetzt schon in der Entwicklung befinden, auch wenn man noch keine Kräne für diese Projekte oder aktuelle Bauarbeiten sieht. Aber genau darum geht es: Fortschritt und Entwicklung sichtbar zu machen.

Als Bezirksvorsteherin Süd möchte ich die folgenden fünf Schwerpunkte in die Haushaltsberatung für den Doppelhaushalt einbringen:

1.) Beste Bildung für Kinder

Der Süden hat gute Schulen mit unglaublich engagiertem Lehrpersonal, die ihr Möglichstes tun, den Ihnen anvertrauten Kindern eine gute Entwicklungsmöglichkeit zu offerieren. Dies kann aber nur gelingen, wenn auch die baulichen Voraussetzungen vorhanden sind. Es kann nicht sein, dass wie z. B. an der Grundschule Nordstraße ein Gebäude vollkommen marode ist und es eigentlich weder Kinder noch Lehrpersonal zumutbar ist, in diesem Gebäude zu arbeiten und zu lernen. In dieser Schule, wie in der Grundschule Pahlkestrasse steht jeweils der Neubau eines Pavillions an. Dieser wird aus dem Programm „Gute Schule 2020“ finanziert. Die geplanten Maßnahmen müssen also jetzt zeitnah umgesetzt und dafür nötige Planungsleistungen kurzfristig von der Verwaltung erbracht werden. Ebenso ist die Schaffung der notwendigen Betreuungsplätze kurzfristig umzusetzen.

Wir brauchen mehr Plätze für die offene Ganztagsschule. Auch hiermit eröffnet man Kindern gerade aus bildungsfernen Schichten die Möglichkeit zu lernen und sich damit eine eigene Grundlage für ihr späteres Leben zu schaffen. Zudem ist Ganztagsbetreuung natürlich auch notwendig, um Eltern die Gelegenheit zu geben, ins Berufsleben zurückzukehren. Die SPD hat in dieser Wahlperiode einen Schwerpunkt auf den Ausbau der offenen Ganztagsschulen gelegt. Aber mehr ist nicht ausreichend. Jedes Kind, das in die offene Ganztagsschule gehen möchte, muss  dies auch können. Hier müssen auch gerade im Süden kurzfristig die räumlichen Möglichkeiten geschaffen werden, neue Gruppen für die offene Ganztagsschule an den Grundschulen anzubieten.

2.) Bewegung in der Stadt

Lebensqualität hat viel damit zu tun, wie ich mich in einer Stadt bewegen kann und auch wie laut es dort ist. Auf der anderen Seite hat Lebensqualität auch viel damit zu tun, wie erreichbar ich bin oder wie gut ich andere Stellen erreiche. Wir befinden uns in der Beratung des Straßenvorrangnetzes, einer Überprüfung und Umstrukturierung, durch welche Trassen in Mönchengladbach der Verkehr fließt oder fließen soll.

Die Mittelstraße hinter dem Bahnhof muss ausgebaut und verstärkt werden.

Mir ist es für den Süden besonders wichtig, nach Abbindung der Autobahn 61 durch den Braunkohletagebau die Belastung für die angrenzenden Gebiete meines Stadtbezirkes so gering wie möglich zu halten. Die schon bisher geplanten Maßnahmen im Bereich Odenkirchen müssen immer wieder evaluiert werden, so dass hier ein Nachsteuern auch kurzfristig möglich ist, wenn festgestellt wird, dass die Verkehrsströme eine zu große Belastung für den innerstädtischen Kern von Odenkirchen darstellen. Ich schließe hier ausdrücklich auch eine eventuelle Umgehungsstraße nicht aus.

Die Limitenstraße befindet sich endlich auf der Baustelle. Es wird hier sowohl eine Platzkante für den Rheydter Marktplatz geschaffen, als auch die Verkehrssituation für Fußgänger und Fahrradfahrer durch verbreiterte Bürgersteige deutlich verbessert. Darüber hinaus erhält die Limitenstraße LOA, so dass hier auch eine geringere akustische Belastung der Anwohner nach Aufbringung erzielt wird.

Verkehr bedeutet aber nicht nur der fließende, sondern auch der ruhende Verkehr. Ich möchte Anwohnerparken rund um die Vierhausstraße erneut überprüfen lassen, um die Parksituation dort zu entspannen.

3.) Innenstädte stärken

 Süd hat zwei lebendige Zentren in Rheydt und Odenkirchen. Der Rheydter Marktplatz ist ein Platz mit sehr hoher Aufenthaltsqualität geworden, der von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen wird. In den letzten zwei Jahre muss aber an zwei anderen Ecken der Innenstadt von Rheydt angepackt werden, nämlich am Bahnhof und an der Entwicklung des Lankes-Geländes. Der Bahnhof und der Bahnhofsvorplatz sind zu entwickeln und auch ich unterstütze den Einzug der Polizei als Ankermieter in ein neu zu bauendes Bahnhofsgebäude.

Über die Zukunft des Lankes-Geländes ist schon viel diskutiert worden, trotzdem muss man diesen Bereich jetzt endlich anpacken, eine frequenzbringende Nutzung des ehemaligen KiK-Gebäudes planen und ebenfalls eine Nutzung des City-Hochhauses. Für die Übergangszeit, also die nächsten Jahre, fände ich eine Nutzung durch junge Selbständige wie in Alt-Gladbach im V16 eine für Rheydt gute Lösung. Auf der Friedrich-Ebert-Straße entstehen Wohnungen für Studenten. Die Studierenden der Hochschule sollen näher an das Zentrum von Rheydt angebunden werden, indem sie dort wohnen können. Ich würde sie gerne auch näher an das Zentrum von Rheydt heranführen, indem sie sich selbständig machen und dort arbeiten können. Ein Büro auf Zeit, das man für kleines Geld mieten kann und trotzdem die Infrastruktur eines kompletten Büros nutzen, ist ein Modell, das gerade für junge Menschen, die mit der Hochschule fertig sind, eines das Perspektive eröffnet und man sich zeitgleich leisten kann. Wenn es denn gut läuft, bietet die Rheydter City sicherlich auch die Möglichkeit, aus einer solchen kleineren Bürosituation in ein Ladenlokal umzuziehen. Das City-Hochhaus würde die Gelegenheit bieten, ein solches Projekt unterzubringen. Wir werden kurzfristig mit einem Prüfauftrag die Kosten evaluieren, die aufgewendet werden müssen, um das Gebäude für eine solche Nutzung fit zu machen.

Ebenso muss das Odenkirchener Zentrum gestärkt werden. Die Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes und die Verbesserung der Burgfreiheit befinden sich in der Umsetzung und werden die Aufenthaltsqualität dort deutlich verbessern.

Flankiert werden muss die Erneuerung durch bauliche Maßnahmen auch mit der Durchführung von sozialen Projekten. Hier ist zum Beispiel der Einsatz von Streetworkern gerade in Odenkirchen ein erfolgreiches Modell. Es muss geprüft werden, ob ein solches Vorgehen nicht auch für den Innenstadtbereich von Rheydt umgesetzt werden kann. Ebenso muss es weiterhin in Odenkirchen verankert bleiben.

 4.) Freizeit gestalten

 Wir haben im Bezirk Süd schöne Spielplätze. Sowohl der Spielplatz in Odenkirchen vor dem Tierpark, als auch der Spielplatz im Stadtwald sind auf dem Weg sehr attraktive Spielgelegenheiten für Kinder und Jugendliche zu werden. Ich möchte mich dafür einsetzen, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, zu spielen und dies auf gut ausgestatteten und gepflegten Spielplätzen zu tun wie eben z. B. vor dem Tiergarten oder im Stadtwald. Tiergarten ist darüber hinaus ein gutes Stichwort. Der Tiergarten in Odenkirchen, der weit über den Stadtbezirk Süd hinausstrahlt, ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie und für jeden Geldbeutel.

Hier immer wieder als Kommune zu helfen und zu unterstützen, halte ich für angemessen, um eine Einrichtung aufrecht zu erhalten, die es vielen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, ein paar Stunden eventuelle Sorgen zu vergessen und sich mit ihren Kindern einen schönen Tag zu machen. Der Tierpark ist nicht nur ein Anlaufpunkt für Schulen und Kindergärten, die den Kindern das Erleben von Natur und Tierwelt näher bringen soll. Ebenso profitieren auch Besucher aus dem nah Altenheim von den sozialen Kontakten, die auch im Tierpark möglich sind.

5.) Wohnen / Die Mischung macht`s

 Wohnen ist ein zentrales Thema in Mönchengladbach. Im Rahmen von MG-Plus werden hochwertige Baugebiete in Mönchengladbach entwickelt. Das ist richtig. Mir ist aber wichtig, dass in Mönchengladbach nicht nur hochwertige und damit hochpreisige Baugebiete gibt, sondern dass auch Baugebiete entwickelt werden, die man sich mit einem kleineren Geldbeutel leisten kann und die auch für junge Familien attraktiv sind.

Unter dem Strich kommt es immer auf die Mischung an. Schaut man sich die Karte der hochwertig zu entwickelnden Baugebiete in Mönchengladbach an, kommt der Süden quasi nicht vor. Das kann und werde ich nicht hinnehmen. Baugebiete sind in ihrer qualitativen preislichen Mischung über die ganze Stadt zu entwickeln; es kann nicht sein, dass hochwertiges Bauen im Norden  der Stadt stattfindet und der Süden entweder gar nicht oder nur mit niedrigschwelligeren Bauvorhaben bedacht wird.

Ich möchte hochwertiges Bauen mitten in der City. Der Bereich an der Friedrich-Ebert-Straße (ehemaliger Kik-Markt), der nunmehr einer städtischen Tochter gehört, muss bis zum City-Hochhaus neu entwickelt werden. Hier kann zentral in der Innenstadt hochwertiges Bauen ab dem 1.Obergeschoss umgesetzt werden. Wir brauchen hochwertiges Bauen nicht nur am Rande der Stadt, sondern zentral mitten in der Stadt, im Herzen von Rheydt. Eine zügige Entwicklung dieser Projekte ist mir daher besonders wichtig.

Das gilt auch für eine Bebauung der Sportanlage Preyerstraße. Es ist auch mein politischer Wille, dass für den dort ausgeübten Sport eine neue und moderne, aber auch bedarfsgerechte Anlage geschaffen wird. Durch die Verlagerung kann die jetzige Fläche der Sportanlage zu einem attraktiven Wohngebiet entwickelt werden.

Diese Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie beschreibt die in meinen Augen wichtigsten Punkte der nächsten zwei Jahre im Bezirk Süd. Ich bin für Anregungen immer dankbar. Machen Sie mit, denken Sie mit, entwickeln Sie mit. Vorschläge, Bemerkungen und Anregungen gern unter Endspurtsued@web.de an mich schicken. Danke

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