Museum Abteiberg ist „Museum des Jahres 2016“

Am vergangenen Sonntag wurde im Rahmen einer Feierstunde der Titel durch die Deutsche Sektion des renommierten Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA verliehen, dem in 64 Ländern mehr als 4.000 Mitglieder angehören.

von links: Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Dr. Daniele Perriér, Präsidentin der AICA Deutschland, Susanne Titz, Museumsdirektorin, und AICA-Generalsekretär Ludwig Seyfarth mit den Jury Mitgliedern.

Susanne Titz, seit 13 Jahren Direktorin am Museum Abteiberg, freute sich riesig über die Auszeichnung: „Das ist grandios und eine tolle Wertschätzung unserer Arbeit“, sagte sie vor zahlreichen Besuchern. „Die Topographie und Historie dieses Kulturhügels übten schon auf Professor Hans Hollein, dem Baumeister des Museums, einen besonderen Reiz aus. Der damalige Museumsdirektor Johannes Cladders hat es geschafft, die Verantwortlichen in der Stadt seinerzeit von der Notwendigkeit eines zeitgenössischen Museums zu überzeugen. Er hat eine Flamme entzündet, die bis heute brennt“, sagte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners bei der Begrüßung. Die Auszeichnung, die posthum auch Cladders gelte, sei in besonderem Maße auch eine Auszeichnung für Susanne Titz, so Reiners weiter. „Hochkarätige Ausstellungen, internationale Kooperationen, spektakuläre Projekte und eine hervorragende Sammlung sorgen für Aufmerksamkeit bei Kunstfreunden, Künstlern und ganz offensichtlich auch bei führenden Kunstkritikern“, sagte er weiter.

Die Laudatio hielt AICA-Generalsekretär Ludwig Seyfarth. Überreicht wurde die Auszeichnung durch Dr. Daniele Perriér, Präsidentin der AICA Deutschland. Bei dem von Hollein entworfenen „Gesamtkunstwerk“ handele es sich um einen weltweit anerkannten Meilenstein postmoderner Museumsarchitektur. Hans Hollein wurde 1985 für den 1982 eröffneten spektakulären Museumsneubau mit dem internationalen Architekturpreis „Pritzker Award“ ausgezeichnet.

Zur Begründung „Museum des Jahres 2016“ heißt es: „Hervorragende Sammlungsbestände internationaler Kunst vor allem seit den 1960er Jahren, eine inhaltlich fundierte Zusammenarbeit mit bedeutenden Privatsammlungen und eine Kontinuität hochkarätiger Einzel- und Gruppenausstellungen machen das seit 2004 von Susanne Titz geleitete Haus zu einer der führenden Adressen für Gegenwartskunst in Deutschland. Mit dem Titel „Museum des Jahres“ wurden zuletzt das Kunstmuseum Ravensburg (2015), das Marta in Herford, Museum für zeitgenössische Möbelkunst und Design (014) und das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, KOLUMBA, ausgezeichnet.
(pmg)