Planungen für die Sanierung des Kulturzentrums BIS stehen

Das sanierungsbedürftige BIS-Zentrum an der Bismarkstraße.

Gestern hat der Rat über die Sanierung und Modernisierung des Kulturzentrums BIS an der Bismarckstraße entschieden.

Dringend notwendig sind statische Ertüchtigungen und Brandschutzmaßnahmen. Insgesamt sieht die Entwurfsplanung ein großes Paket an vielen Einzelmaßnahmen vor, die auch nach außen deutlich sichtbar sein werden.

Die straßenseitigen Fassaden beider Gebäude werden saniert. Das Dach des Gebäudes Nr. 99 wird erneuert. Im Rahmen der Planung wurde in Abstimmung mit der Inklusionsbeauftragten der Stadt Mönchengladbach ein besonderer Schwerpunkt auf die Barrierereduzierung beider Gebäude gelegt. Dementsprechend wird zwischen den Gebäuden Bismarckstraße 99 und 103 ein Treppenturm mit einem Aufzug errichtet werden, über den alle Etagen der Gebäude erreicht werden können. Beide Gebäude werden über neue Durchgänge besser miteinander verbunden werden.

Der Treppenturm wird architektonisch ansprechend gestaltet, um Aufmerksamkeit für das BIS-Zentrum zu generieren. Der als Stahlkonstruktion ausgeführte überdachte Treppen- und Fluchtturm wird lediglich an Front- und Rückseite durch eine jeweils durchlässige Grün- bzw. Gitterrostfassade geschlossen. Die würfelartige Formgebung setzt einen bewussten Kontrapunkt zu dem Gründerzeitensemble. Der Turm soll zugleich auch als Werbefläche für das BIS-Zentrum dienen und er schließt die bisher bestehende Baulücke zwischen den Gebäudeteilen.

Neben den schon von außen erkennbaren Arbeiten, steht eine neue Isolierung für das Dach an. Außerdem werden die Beleuchtungsanlagen in den Gebäuden und die Lüftungsanlage im Saal erneuert. Diese, wie alle Sanierungsarbeiten sorgen am Ende dann auch für eine bessere Energieeffizienz und damit einhergehend sinkende laufen Unterhaltskosten.

Visualisierung der Häuserfront des BIS Kulturzentrums an der Bismarckstraße. ©Smart Cave Solutions KG

Außerdem erfolgt eine statische Ertüchtigung beider Gebäude. Dazu wird der Brandschutz nicht zuletzt durch den Einbau einer Brandmeldeablage sowie einer Stahltreppe als zweiter Rettungsweg im Lichthof des Hauses Nr. 99 den gesetzlichen Erfordernissen angepasst. Die straßenseitigen Fassaden beider Gebäude werden saniert. Das Dach des Gebäudes Nr. 99 wird erneuert. Im Zuge der statischen Ertüchtigung beider Gebäude werden die Parkettböden aufgenommen, überarbeitet und neu verlegt bzw. teilweise gegen neue Parkettböden getauscht.

Neben der Sanierung der Sanitärbereiche werden auch die elektrischen Anlagen einschließlich Datentechnik grundhaft erneuert. Die Lüftungsanlage des Veranstaltungsraumes im Haus Nr. 99 wird durch eine moderne, energieeffiziente Anlage ersetzt. Für die Installation neuer zeitgemäßer Veranstaltungstechnik werden die Voraussetzungen geschaffen. Zur Gewährleistung der Trinkwasserhygiene sind Anpassungen am Trinkwassernetz erforderlich. Neben einer Neuorganisation der Regenentwässerung müssen die Grundleitungen teilweise erneuert werden.

Aus statischen Gründen erfolgte im Jahr 2008 die Schließung wesentlicher Teilbereiche des Gebäudes Bismarckstraße 97 („Altes Museum“), was zu erheblichen Einschränkungen der Funktionalität des BIS-Zentrums führte. Bei verschiedenen Untersuchungen hinsichtlich der Möglichkeiten einer statischen Ertüchtigung wurde seitens des GMMG wie auch externen Fachplanern ein deutlich weitergehender Sanierungsbedarf, insbesondere für den Brandschutz, ermittelt.  Um diesen Schäden zu begegnen wurden zunächst drei Sanierungsvarianten erarbeitet. Nach der Entscheidung für eine der Varianten ist die Verwaltung in die konkretere Planung der Maßnahme gestartet, die nun beschlossen wurden.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen bei rund 2,7 Millionen Euro. Rund 2 Millionen werden über Bundesfördermittel, das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen Sport Jugend Kultur“, finanziert. Der Rest kommt aus dem städtischen Haushalt.

Die bauliche Umsetzung selbst soll im Januar 2022 beginnen und im Sommer 2023 abgeschlossen werden. Die Gesamtmaßnahme gliedert sich in drei Einzelabschnitte, die während des laufenden Betriebs des Kulturzentrums umgesetzt werden, damit die Kulturarbeit am Bestandsstandort ununterbrochen fortgesetzt werden kann.