Schlagwort: Europapolitik

  • Karlspreis diskutiert Erwartungen an die europäische Zukunftskonferenz | Bürger:innen sollen sich beteiligen

    Karlspreis diskutiert Erwartungen an die europäische Zukunftskonferenz | Bürger:innen sollen sich beteiligen

    Mit einiger Verspätung beginnt am Europatag, am 9. Mai, die Konferenz zur Zukunft Europas.

    Die Europäische Union lädt hierbei Bürgerinnen und Bürger aus allen Mitgliedstaaten ein, in öffentlichen Debatten und Diskussionsreihen ihre Ideen über zentrale Prioritäten und Herausforderungen auszutauschen und die Zukunft der EU mitzugestalten.
    Welche Themen sind uns besonders wichtig?
    Was muss verändert werden?
    Was sollte besser auf europäischer, was auf nationaler oder regionaler Ebene geregelt werden?
    Wie soll sich die EU in den kommenden Jahren institutionell aufstellen?
    Über diese Fragen tritt die EU in den Dialog mit der breiten Bevölkerung.
    Kann und wird mit der Konferenz zur Zukunft Europas ein neues Kapitel der europäischen Erfolgsgeschichte aufgeschlagen? –

    Zur Beantwortung dieser Frage versammelt die Karlspreisstiftung wenige Tage vor dem offiziellen Start am Donnerstag, 6. Mai, von 18 bis 19.30 Uhr im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung wichtige Akteure aus den beteiligten Institutionen und junge Stimmen aus Wissenschaft und Öffentlichkeit, um ihre Erwartungen an diese Zukunftskonferenz zu diskutieren.
    Im ersten Panel sprechen die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union, Gunther Krichbaum, sowie der ehemalige Stipendiat der Karlspreis-Europa-Akademie, Professor Federico Fabbrini, über mögliche strukturelle und institutionelle Reformen.
    Im zweiten Panel stellen die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Dubravka Šuica, der Aachener Europaabgeordnete Daniel Freund, der Generalsekretär der Europa Union Deutschland, Christian Moos, und die aktuelle Akademie-Stipendiatin Sophie Pornschlegel vor allem die zivilgesellschaftliche Perspektive in den Mittelpunkt.

    Durch die Veranstaltung führt die Moderatorin des ARD-Europamagazins, Hendrike Brenninkmeyer.

    Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, unter
    https://www.charlemagneprizeacademy.com/en/summit/further-events
    an der Veranstaltung teilzunehmen. Über verschiedene social media wird ein Livestream angeboten:
    Youtube: Karlspreis Academy; Facebook: @CharlemagneAcademy sowie Twitter: @KarlspreisAC .

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Bundesregierung muss den Steuertricks einen Riegel vorschieben –Neue Enthüllungen zu Luxemburg

    Bundesregierung muss den Steuertricks einen Riegel vorschieben –
    Neue Enthüllungen zu Luxemburg

    Eine internationale Recherche der Süddeutschen Zeitung, Le Monde, OCCRP und weiteren Medienpartnern enthüllt mit neuen Daten, dass Luxemburg nach wie vor eine florierende Steueroase ist.

    Erstmals haben sie das gesamte Transparenzregister für wirtschaftliche Eigentümer für Firmen und Investmentfonds in Luxemburg komplett durchsuchbar gemacht. Mehr als 250 Milliardäre führen in Luxemburg Firmen. 15.000 Investmentfonds sind dort registriert. Mindestens 4.600 wirtschaftliche Eigentümer von Firmen kommen aus Deutschland. Die unter dem Schlagwort “OpenLux” veröffentlichten Daten offenbaren, wie Firmen über unternehmensinterne Kredite ihre Gewinne erst nach Luxemburg und dann weiter in andere Steueroasen verschieben. Auch zwielichtige Investoren verwalten ihre Gelder unbehelligt über Luxembourg. EU-Länder wie Deutschland werden so um Steuereinnahmen gebracht. Wir Grünen im Europaparlament hatten erst vor kurzem eine Studie zur Nutzung der Steueroase Luxemburg für Steuertricks bei Immobilien in Deutschland veröffentlicht. 

    Sven Giegold, MdEP; Foto: Privat


    Sven Giegold, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Grüne/EFA im Europäischen Parlament, erklärt:

    “Es grenzt an Unverschämtheit, wie Luxemburgs Steueroase weiter floriert. Im Grunde macht Luxemburg so weiter, als hätte es keine Steuerskandale geben. Lippenbekenntnisse beenden den Schaden am Gemeinwohl anderer Länder nicht. Luxemburg fungiert heute vor allem als Schleuse zwischen europäischen Ländern und Steueroasen auf der ganzen Welt. Luxemburg tritt den europäischen Geist mit Füßen, wenn es andere EU-Länder um ihre Steuereinnahmen bringt. Das Schlimme ist, dass die Bundesregierung der Steuervermeidung bei Immobilien durch unternehmensinterne Kredite tatenlos zusieht. Andere EU-Länder haben diesem Steuervermeidungsmodell bereits einen Riegel vorgeschoben. Dänemark besteuert Zinszahlungen in Steueroasen. Frankreich hat enge Grenzen für die Zinssätze von Krediten innerhalb einer Unternehmensgruppe gesetzt, die den großflächigen Abfluss von Gewinnen verhindern. 

    Die Bundesregierung muss den massiven Schaden für das Gemeinwohl endlich stoppen. Es ist höchste Zeit, dass Deutschland die zweite Anti-Steuervermeidungsrichtlinie der EU umgesetzt. Seit Ende 2019 blockiert die CDU/CSU den vorliegenden Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums, der Regeln nach französischem Vorbild vorsieht. Steuertricks über Immobilieninvestitionen schaden dem Gemeinwohl doppelt, denn sie treiben Mieten in die Höhen und Steuerbeiträge in die Tiefe. Mieten kassieren ohne Steuern zu zahlen, ist ein perverses Geschäftsmodell. 

    Die Enthüllungen zeigen auch das Potential öffentlicher Unternehmens- und Tranparenzregister, die erst nach einem Verhandlungserfolg des Europaparlaments zustande gekommen sind. Die Veröffentlichungen zeigen aber auch die Schwächen des Transparenzregisters auf. Die Einführung war ein großer Erfolg, aber die Umsetzung ist schlecht. Das gilt für Luxemburg wie für Deutschland. Es muss die Möglichkeit bestehen, das Register nach den wirtschaftlich Berechtigten von Firmen zu durchsuchen. Polizei und Staatsanwaltschaft müssen elektronisch Zugriff auf das Register bekommen. Behörden sollten in der Lage sein, das Register so zu durchsuchen wie es nun die Journalisten getan haben. Es muss auffallen, wenn ein bekannter Krimineller hinter einer Firma steht. Die Möglichkeiten des Registers zur Bekämpfung von Steuervermeidung und Geldwäsche müssen konsequent ausgeschöpft werden. Die EU-Kommission muss gegen unvollständige Transparenzregister endlich mit Vertragsverletzungsverfahren vorgehen. Dazu werde ich eine Anhörung im Europaparlament beantragen.”

    Studie unserer Grünen Fraktion im Europaparlament zur Schleusung von deutschen Immobiliengewinnen über die Steueroase Luxemburg:

    https://sven-giegold.de/studie-steuervermeidung-immobilien/

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Erklärung des Präsidenten des Europäischen Parlaments und der Fraktionsvorsitzenden zum Jahrestag der Schuman-Erklärung (9. Mai).

    Erklärung des Präsidenten des Europäischen Parlaments und der Fraktionsvorsitzenden zum Jahrestag der Schuman-Erklärung (9. Mai).

    Die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Schuman-Erklärung finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem Europa vor seiner schwierigsten Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs steht: einer gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Krise, die durch den Ausbruch von COVID‑19 ausgelöst wurde.

    Mit der Schuman-Erklärung, die den Grundstein unserer Europäischen Union legte, wurde ein einzigartiges und authentisches politisches Projekt in Angriff genommen, mit dem Frieden und Wohlstand gesichert und die Lebensbedingungen aller Bürger Europas verbessert werden sollten. Bereits vor 70 Jahren kam in der Schuman-Erklärung der Gedanke zum Ausdruck, dass sich „Europa […] nicht mit einem Schlage herstellen [lässt] und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“ Dieser schrittweise Ansatz führte zur Europäischen Union, wie wir sie heute kennen.

    Von Anfang an ging es bei dem europäischen Aufbauwerk darum, eine politische und wirtschaftliche Gemeinschaft aufzubauen, die auf den Werten beruht, die sich aus unserer gemeinsamen europäischen Geschichte ergeben: Dazu gehören Solidarität, Offenheit, Freiheit, Toleranz, Gleichheit in der Vielfalt und Achtung der Rechtsstaatlichkeit.

    Jean Monnet, der Urheber der Schuman-Erklärung, sagte, dass die Menschen den Wandel nur akzeptieren, wenn sie vor der Notwendigkeit stehen, und die Notwendigkeit nur anerkennen, wenn sie sich in einer Krise befinden. Jede Krise bietet auch die Möglichkeit, einen Schritt nach vorne zu machen. Und die derzeitige Krise verschärft die Dringlichkeit, dass die Europäische Union darauf hinarbeitet, effektiver, demokratischer und bürgernäher zu werden.

    Im Laufe der vergangenen 70 Jahre hat sich die Welt dramatisch verändert, und die Europäische Union spielt eine entscheidendere Rolle denn je. In einer sich herausbildenden neuen geopolitischen Ordnung und im Kontext eines ökologischen Notstands stehen wir in der Verantwortung, eine globale Kraft zu werden, die für Stabilität und Frieden, Rechtsstaatlichkeit, Nachhaltigkeit und Multilateralismus eintritt.

    Diese Krise hat auf äußerst schmerzliche Weise Folgendes gezeigt: Das europäische Aufbauwerk ist noch nicht vollendet, und die Debatten über das Unvermögen, Solidarität zu organisieren oder den anhaltenden Angriffen auf Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit entgegenzutreten, sind keinesfalls nur theoretischer Natur.

    Wir stehen auf den Schultern von Riesen. Daher sollte die Fähigkeit der europäischen Organe und aller Mitgliedstaaten, auf die aktuellen gesundheitlichen, sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen, sicherheitspolitischen und institutionellen Herausforderungen zu reagieren, zumindest dem in der Schuman-Erklärung zum Ausdruck gebrachten politischen Ehrgeiz gerecht werden. Wir müssen die demokratische Legitimität der Europäischen Union stärken und vertiefen und dabei sicherstellen, dass ihre Politik und ihre Führungsrolle Ausdruck des Willens der Bürger Europas sind und einer vollwertigen europäischen parlamentarischen Demokratie entspringen.

    Wir sind überzeugt, dass es an der Zeit ist, gemeinsam mit den Unionsbürgern und allen Akteuren eine ehrgeizige Debatte über die Zukunft Europas zu führen, damit wir gemeinsam die Union gestalten, in der wir leben wollen, und unter den Unionsbürgern einen Konsens darüber finden, was die politischen Grundlagen sein sollen, auf die sich der Aufschwung auf dem europäischen Kontinent stützen kann. Solidarität ist zur wichtigsten Bedingung für unseren zukünftigen gemeinsamen Erfolg geworden.

    In diesem Zusammenhang sind wir nach wie vor der Auffassung, dass das geplante europaweite Projekt der „Konferenz über die Zukunft Europas“ das geeignete Forum ist, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Konferenz muss so bald wie möglich einberufen werden. Und sie muss im Zuge einer unmittelbaren und sinnvollen Zusammenarbeit mit den Bürgern zu klaren Vorschlägen führen, mit denen eine tiefgreifende Reform der Union herbeigeführt und sie vor allem in die Lage versetzt wird, Entscheidungen im gemeinsamen europäischen Interesse zu treffen, was die EU effizienter, geeinter, demokratischer, souveräner und widerstandsfähiger machen wird.

    Wir bekräftigen die Haltung des Parlaments und nehmen den Standpunkt der Kommission zur Kenntnis, wonach der Ablauf der Konferenz, ihr Konzept, ihre Struktur, ihr Zeitplan und ihr Umfang von den drei Organen gemeinsam vereinbart werden sollten. Daher fordern wir den Rat auf, einen ehrgeizigen Standpunkt zur Konferenz vorzulegen.

    Neben der Begeisterung und Dankbarkeit dafür, dass wir seit 75 Jahren friedlich vereint sind, dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass die Solidarität nicht an unseren Grenzen endet. Die derzeit grassierende Pandemie ruft uns die Bedeutung des Multilateralismus ins Gedächtnis, wenn es gilt, gemeinsame Herausforderungen und Krisen auch gemeinsam zu bewältigen. Statt in nationalen Egoismus zurückzufallen, sollte es vielmehr eine gestärkte und stärker integrierte Europäische Union sein, die in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern im Geiste gegenseitiger Fairness und Verständigung den Weg in die Zukunft weist.

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Euro-Krise und kein Ende? Europa-Politikerin Petra Kammerevert besuchte die Basis

    Euro-Krise und kein Ende? Europa-Politikerin Petra Kammerevert besuchte die Basis

    Im DRK Haus Am Volksgarten sprach sie über ihre Arbeit im Europa-Parlament

    Seit 2009 ist sie im Europaparlament vertreten, nachdem sie bereits 10 Jahre lang im Rat der Stadt Düsseldorf die Kommunalpolitik „ gelernt“ hatte. „Das ist durchaus hilfreich“, sagt Petra Kammerevert (SPD) aus Düsseldorf.
    Ihr riesiger Regionaler Betreuungsbereich („Wahlkreis“) ist: Düsseldorf, Krefeld, Kreis Mettmann, Mönchengladbach, Rheinkreis Neuss, Remscheid, Solingen, und Wuppertal. (mehr …)

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!