Schlagwort: Finanzierung

  • Laschet´s Finanztrickserei –Versprochen – gebrochen

    Laschet´s Finanztrickserei –
    Versprochen – gebrochen

    Meinung

    Es sind erst wenige Wochen vergangen, im Kommunalwahlkampf besuchte unser gütiger Landesvater die Vitusstadt und versprach großspurig, er wolle selbstverständlich den Kommunen helfen.

    Was von derartigem Versprechen bleibt?
    „Die Antwort der Landesregierung auf die Finanzprobleme der Städte und Gemeinden lautet: weitere Schulden für unsere Kommunen. Und das bei einer schon vorhandenen Verschuldung mit Kassenkrediten in Höhe von 690.412.765,44€, die Mönchengladbach ohnehin mit sich trägt. Das ist hochgradig ungerecht und unseriös, da sich das Land für die eigenen Steuerausfälle selbst sehr wohl aus dem Corona-Rettungsschirm bedient.“, legt Hans-Willi Körfges dar.

    Zwar will die Landesregierung die fehlende Summe im Gemeindefinanzierungsgesetz, mit dem die Steuermittel auf die Kommunen verteilt werden, aufstocken, aber nach Vorstellung der Landesregierung soll die fehlende Milliarde den Kommunen lediglich als Kredit gewährt werden.

    Anstatt das bestehende Schuldenproblem der NRW-Kommunen mit landesweit insgesamt über 21,6 Milliarden Euro Kassenkrediten endlich durch eine Altschuldenlösung anzugehen, würden auf den riesigen Schuldenberg der Städte und Gemeinden nur weitere dicke Schippen draufgelegt, erläutert Körfges. „Wir fordern die Landesregierung erneut auf, unsere Kommunen unter den Corona-Rettungsschirm zu nehmen und sie mit echten Finanzhilfen zu unterstützen, anstatt sie immer weiter in die Verschuldung zu treiben.“, so der Mönchengladbacher Landtagsabgeordnete.

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  • Denkmalgeschützte Zentralbibliothek in der Blücherstraße wird saniert und erweitert

    Denkmalgeschützte Zentralbibliothek in der Blücherstraße wird saniert und erweitert

    Stefan Schrammel persönlich stellte gestern seinen Siegerentwurf der Presse vor.
    Der Architekt aus Augsburg hat den Wettbewerb um die „Zentralbibliothek der Zukunft“ gewonnen.

    Entwurf: Architekt Schrammel

    Damit kann es gelingen, aus der zu alten, zu kleinen und unmodernen Bibliothek in Mönchengladbach etwas attraktives, modernes, in das Quartier um den Adenauerplatz zu integrieren ohne das denkmalgeschützte Gebäude wesentlich zu verändern.
    Trotzdem wird es etliche Veränderung geben, positive. Nicht nur ca. 1500 m² Fläche für die Öffentlichkeit bleiben wie bisher, sie werden verdoppelt auf ca. 3.000 m².
    Dadurch wird es möglich werden, große Verweilzonen einzurichten, zusätzliche Ausstellungflächen anzubieten, einen Veranstaltungsraum vorzuhalten.

    Hell und freundlich, zum Wohlfühlen, so sollen die Räume werden. Ein Cafe mit zusätzlicher Aussenfläche ist geplant.
    Finanziert wird das Projekt zu 90% durch EU-, Landes- und Bundesmittel. Der Mönchengladbacher Eigenanteil wird in den Doppelhaushalt 2019/2020 eingestellt. „Die Finanzierung ist damit gesichert“, erklärt Planungsdezernent Dr. Bonin zuversichtlich.

    Baubeginn wird im Juni 2020 sein, Fertigstellung voraussichtlich Juli 2022. Die Kosten für das Gesamtprojekt sind mit 18 Millionen Euro angesetzt, die reinen Baukosten des Gebäudes werden ca. 12 Millionen Euro betragen.

    „Die Bibliothek wird ein Ort der Begegnung für Gleichgesinnte werden“, hofft Dr. Fischer, Schul- und Kulturdezernent der Stadt. Die Auslagerung während der Bauphase ist in seinen Augen kein wirkliches Problem, es gebe ausreichend Leerstände in der Stadt die dazu genutzt werden könnten. Die Verwaltung der Bibliothek soll dauerhaft ausgelagert werden.

    Das Schmankerl, Architekt Stefan Schrammel konnte es nicht zurückhalten: Er hat ebenfalls den Auftrag erhalten, die Düsseldorfer Stadtbibliothek am Hauptbahnhof, das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Gebäude für weitere Nutzungen umzubauen. Kommentar Dr. Bonin scherzhaft:“ Die Arbeit in Mönchengladbach ist schöner“.

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  • Radschnellweg Mönchengladbach-Willich-Krefeld soll kommen –
    Finanzierung noch völlig offen

    Der Beginn vom Ende der Autodominanz?

    Mit einem städteverbindenden Radschnellweg wollen die Städte Krefeld, Willich und Mönchengladbach und der Kreis Viersen in der interkommunalen Zusammenarbeit die Zentren der Großstädte auf kürzestem Weg miteinander verbinden und zugleich die im Umland gelegenen Gewerbe- und Wohnstandorte anbinden.

    Zahlreiche Gewerbe- und Wohnstandorte im Umland auf der Achse Krefeld-Willich-Mönchengladbach haben wegen der hohen Verkehrsbelastung auf den Straßen und unzureichender Erschließung durch Bus und Bahn zunehmend Probleme in ihrer Erreichbarkeit.

    Als Alternative zu Auto und ÖPNV spielt das Fahrrad hier eine zunehmende Rolle.
    Die intensiven Pendlerverflechtungen und die vorhandene, 18 Kilometer ehemalige Eisenbahnstrecke 2521, auf der bereits in Teilen ein Radweg verläuft, haben zu den Überlegungen eines Radschnellweges geführt.
    Wie die Verwaltung jetzt in einer Beratungsvorlage mitteilt, ist das Projekt im Rahmen eines Wettbewerbs „StadtUmland.NRW“ zwar nicht zum Zuge gekommen, dennoch wollen die kommunalen Partner das Projekt weiter entwickeln und an dem Vorhaben festhalten.
    Im städtischen Haushalt sind dafür im nächsten Jahr 720.000 Euro und in 2019 weitere 1,5 Millionen Euro lediglich eingeplant.

    „Das Projekt ist ein wesentlicher Baustein im Mobilitätskonzept der Stadt und entspricht den qualitativen Anforderungen an eine wachsende Stadt“, so Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt.
    Darüber hinaus plant die Stadt zwei weitere Radschnellwege: So ist eine Verbindung vom Mönchengladbacher Hauptbahnhof entlang der City-Ost über Lürrip bis zur Stadtgrenze in Richtung Düsseldorf und eine weitere in Richtung Rheindahlen mit Anbindung an den Borussiapark vorgesehen.
    „Die Projekte sind selbstverständlich auch Teil des Masterplans Nahmobilität“, erklärt Carsten Knoch, Mobilitätsbeauftragter der Stadt, der das Projekt gemeinsam mit den Nachbarkommunen koordiniert. „Radschnellwege können eine interessante Alternative zum Auto bieten, weil man auf den ehemaligen Bahntrassen ruhig und ungestört schnell vorankommen kann. Im Zusammenspiel mit E-Bikes / Pedelecs können so auch größere Distanzen komfortabler als bisher überwunden werden. Sie bieten einen völlig neuen Standard in der Radverkehrsinfrastruktur.“
    Land und Bund haben erklärt, sich an der Finanzierung von Radschnellwegen in Zukunft stärker zu beteiligen.
    (pmg)

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