Denkmalgeschützte Zentralbibliothek in der Blücherstraße wird saniert und erweitert

Entwurf: Architekt Schrammel

Stefan Schrammel persönlich stellte gestern seinen Siegerentwurf der Presse vor.
Der Architekt aus Augsburg hat den Wettbewerb um die „Zentralbibliothek der Zukunft“ gewonnen.

Entwurf: Architekt Schrammel

Damit kann es gelingen, aus der zu alten, zu kleinen und unmodernen Bibliothek in Mönchengladbach etwas attraktives, modernes, in das Quartier um den Adenauerplatz zu integrieren ohne das denkmalgeschützte Gebäude wesentlich zu verändern.
Trotzdem wird es etliche Veränderung geben, positive. Nicht nur ca. 1500 m² Fläche für die Öffentlichkeit bleiben wie bisher, sie werden verdoppelt auf ca. 3.000 m².
Dadurch wird es möglich werden, große Verweilzonen einzurichten, zusätzliche Ausstellungflächen anzubieten, einen Veranstaltungsraum vorzuhalten.

Hell und freundlich, zum Wohlfühlen, so sollen die Räume werden. Ein Cafe mit zusätzlicher Aussenfläche ist geplant.
Finanziert wird das Projekt zu 90% durch EU-, Landes- und Bundesmittel. Der Mönchengladbacher Eigenanteil wird in den Doppelhaushalt 2019/2020 eingestellt. „Die Finanzierung ist damit gesichert“, erklärt Planungsdezernent Dr. Bonin zuversichtlich.

Baubeginn wird im Juni 2020 sein, Fertigstellung voraussichtlich Juli 2022. Die Kosten für das Gesamtprojekt sind mit 18 Millionen Euro angesetzt, die reinen Baukosten des Gebäudes werden ca. 12 Millionen Euro betragen.

„Die Bibliothek wird ein Ort der Begegnung für Gleichgesinnte werden“, hofft Dr. Fischer, Schul- und Kulturdezernent der Stadt. Die Auslagerung während der Bauphase ist in seinen Augen kein wirkliches Problem, es gebe ausreichend Leerstände in der Stadt die dazu genutzt werden könnten. Die Verwaltung der Bibliothek soll dauerhaft ausgelagert werden.

Das Schmankerl, Architekt Stefan Schrammel konnte es nicht zurückhalten: Er hat ebenfalls den Auftrag erhalten, die Düsseldorfer Stadtbibliothek am Hauptbahnhof, das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Gebäude für weitere Nutzungen umzubauen. Kommentar Dr. Bonin scherzhaft:“ Die Arbeit in Mönchengladbach ist schöner“.

2 Kommentare zu "Denkmalgeschützte Zentralbibliothek in der Blücherstraße wird saniert und erweitert"

  1. Ist schon eine feine Sache zur jetzigen Zeit knapp 90% aus Fördertöpfen zu bekommen.
    Hoffentlich werden die auch früh genug abgerufen!

    Die, nach jetzigem Zeitpunkt, fehlenden 1,8 Millionen sollten für die Kultur und Bildung zu stemmen sein.
    Das einzige was mir jetzt Kopfschmerzen bereitet ist die Berechnung der Kosten mit ggf. nicht (wie fast immer bei öffentlichen Bauten) stimmenden Preissteigerungen in den verschiedensten Bereichen der Sanierung inkl. der Entsorgung des Sondermülls aus solchen Bauten. Zusätzlich sind die bis zum Bauende noch erfolgenden gesetzlichen Änderungen der Bauvorschriften und die bis zum Schluss auftretenden Sonderwünsche einiger Politiker nicht eingepreist – OK das ist nahezu Glaskugeldenken sollte aber durch das vorhalten und einplanen weiterer kommunaler Gelder Berücksichtigung finden. Auch hier natürlich zählt im Allgemeinen das unvorhergesehene Kosten, auch Steigerungen, nicht im Haushalt eingeplant und vorgehalten werden dürfen.

    • Nicht falsch Verstehen, ich bin für die Sanierung oder für einen Neubau (das spielt jetzt keine Rolle) da hier die Möglichkeit besteht Kindern aus bildungsfernen Haushalten das Rüstzeug fürs Leben in Form des kostenfreien Schülerbibliotheksausweises an die Hand zu geben.

      Allerdings ist es mit der reinen Aushändigung des Ausweises nicht getan. Man muss dann auch die Kinder und Jugendlichen zum Rüstzeug schubsen und eine Anleitung zur Nutzung vermitteln.

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