Schlagwort: Gesellschaft

  • Bündnis für Menschenwürde und Arbeit: Appel für einen gesellschaftlichen Klimawandel

    Bündnis für Menschenwürde und Arbeit: Appel für einen gesellschaftlichen Klimawandel

    Mit einem eindringlichen Appell „für einen gesellschaftlichen Klimawandel“ wendet sich das regionale „Bündnis für Menschenwürde und Arbeit“ (BMA) an die Öffentlichkeit.

    In dem mehrseitigen Papier fordern die VerfasserInnen (auch Bekanntes) wie eine Grundsicherung für Kinder und Jugendliche im Hartz-IV-Bezug, eine Grundrente, einen höheren Mindestlohn und ein gerechtes Steuersystem nach dem Motto „starke Schultern tragen mehr als Schwache“. Wichtig ist den Initiatoren, dass es eine „nachhaltige Verbesserung zur gesellschaftlichen Teilhabe“ für jene Menschen gibt, die zunehmend ausgegrenzt würden. Bündnis-Sprecher Wolfgang Fels sagt: „Es bedarf dringend einer ,Temperaturerhöhung‘ zu mehr Wärme im Umgang miteinander.“

    Das BMA mit kleiner Geschäftsstelle auf dem Gladbacher Abteiberg thematisiert seit Jahren so brisante Anliegen wie Lohndumping, Wohnungsnot oder die Hartz-IV-Gesetzgebung. Und es zeigt Lösungsmöglichkeiten auf, die sie nicht nur mit der lokalen Politik zum Teil heftig diskutiert. Das Bündnis ist am linken Niederrhein und in der Städteregion Aachen aktiv. 

    Der jetzige Appell trägt den Titel „Hartz-IV-Appell 2020 – Schluss mit Verelendung und Demütigung“. Sein Inhalt resultiert unter anderem aus größeren öffentlichen Veranstaltungen wie im August 2019 in der Gladbacher Citykirche, als es um die „Hartz-IV-Lüge – wo sind die Alternativen“ ging. Aber auch aus Straßenaktionen, Gesprächen mit Betroffenen wie Personen,  die zu Hungerlöhnen schuften müssen. 

    Folglich ist eine Forderung die deutliche Anhebung des Mindestlohns. Er soll laut Bündnis auf mindestens 13,69 Euro erhöht werden. Fels: „Das ist ein Betrag, der Prekarisierung des Arbeitsmarktes entgegenzuwirken, die oftmals aus der Notwendigkeit resultiert, mehrere (Billig-)Jobs zur Existenzsicherung gleichzeitig ausüben zu müssen.“ Zum Vergleich: Bereits 2008 verlangte beispielsweise der „Paritätische“ einen Stundenlohn von mindestens 12,63 Euro. Eine solche Höhe sei „armutsfest“, so der Sozialverband. Derzeit beträgt der Stundenlohn 9,35 Euro. Und nun vereinbarte die „deutsche Mindestlohnkommission“, ihn schrittweise auf 10,45 Euro in 2022 anzuheben……

    Dem Bündnis, betont Fels, geht es darum, mit dem Appell eine Initialzündung für eine schlagkräftige Allianz zu starten. „So kritisieren wir die bizarren Auswirkungen von Hartz-IV und wollen vor allem politisch Druck machen“, sagt er. Angesichts der Kommunalwahl NRW am 13. September ein günstiger Zeitpunkt, wenngleich die meisten sozialpolitischen Entscheidungen bekanntlich in Berlin fallen. Und er betont: „Eine aktive Sozial- und Teilhabe-Politik jenseits von Hartz IV bedeutet auch, der sozialen Spaltung der Gesellschaft und dem Rechtsdruck in Deutschland entgegenzuwirken.

    20 Gruppen, Initiativen, Sozialverbände – so der DGB-Kreisverband Düren-Jülich oder das Kolpingwerk der Diözese Aachen – haben den Appell unterzeichnet. Und sie planen längerfristig Aktionen, „damit das Klima besser wird“. 

    Das komplette Papier finden Sie auf der Homepage des Bündnisses www.menschenwuerde-und-arbeit.de

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Entfernt sich unsere Gesellschaft von ihrem gemeinsamen Fundament? – CDU warnt

    Entfernt sich unsere Gesellschaft von ihrem gemeinsamen Fundament? – CDU warnt

    Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Rat, Dieter Breymann, reagiert betroffen angesichts der steigenden Zahl der Kirchenaustritte in Mönchengladbach.
    Nach aktuellen Medienberichten ist die Quote in der Stadt seit Veröffentlichung der letzten Erhebung um 38 Prozent gestiegen – und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt von rund 24 Prozent im Bistum Aachen.

    „Diese Zahlen müssen uns alle beunruhigen“, sagt Breymann. „Sie belegen erneut, dass sich unsere Gesellschaft mehr und mehr von ihrem gemeinsamen Fundament entfernt. Ich habe Verständnis für Kritik an der Kirche, ebenfalls natürlich Respekt für die höchstpersönliche Gewissensentscheidung eines jeden Austritts. Die Kirche kann nicht perfekt sein, sie ist eine Kirche der Menschen. Der Glaube hat allerdings für unser Leben eine existenzielle Bedeutung. Und wer, wenn nicht die Kirche, kann dieses Wissen vermitteln und an spätere Generationen weitergeben?“

    Eine Gemeinschaft ohne die Hoffnung, die Kraft und auch die Demut des Glaubens liefe Gefahr, in einer Kultur des Egoismus und der sozialen Kälte zu münden. „Es ist der Glaube, der uns stets ermahnt, im Tun und Denken Verantwortung für den Anderen zu übernehmen. Sei es in unseren Familien, im Beruf und nicht zuletzt auch in der Politik. Er fordert von uns, nicht nur für uns selbst zu leben, sondern zu dienen. Ich hoffe, dass diese Botschaft nicht in Vergessenheit gerät.“

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Sehenswert: Wer wirklich für die Kirche zahlt: die Gesellschaft?

    Sehenswert: Wer wirklich für die Kirche zahlt: die Gesellschaft?

    Montag, 26. November, 22.45 – 23.30 Uhr, ARD: Das Erste

    Bei Caritas und Diakonie finanziert die Kirche selbst nur noch etwa zwei Prozent des Etats, 98 Prozent trägt die Gesellschaft.
    Die Allgemeinheit zahlt Milliardenbeträge, aber sie hat nichts zu sagen.
    Wie kommt es zu diesen Summen?
    Und wofür gibt die Kirche das eigene, das Kirchensteuer-Geld aus? (mehr …)

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!