Durch die Unterstützung der Stadt, der Politik und vor allem der BürgerInnen kann auch in diesem Jahr die Stelle der Projektleitung im Köntges mit Mitteln aus der Sozialplanung gesichert werden.
Es freut uns sehr, auch künftig für die AnwohnerInnen und die BesucherInnen des Quartiers den analogen Betrieb wieder aufnehmen zu können.
Unsere regelmäßigen Öffnungszeiten sind mittwochs und samstags von 17-22 Uhr.
Außerdem haben wir einen neuen Programmpunkt „Gemischte Tüte“, der jeden zweiten Freitag von 17-22 Uhr stattfindet.
Weitere Informationen können via Social Media abgerufen werden.
Am 24.04.2022 findet von 11-17 Uhr wieder unser vielfältiger und gut besuchter Altstadtflohmarkt entlang der Waldhausenerstraße statt. Euch erwartet ein buntes Programm mit Essen, Musik, Flohmarktständen und Programmpunkten für Kinder.
Die Einnahmen werden an eine Organisation, die sich für schutzsuchende Menschen aus der Ukraine einsetzt, gespendet.
Schlagwort: Köntges
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Wiedereröffnung im Köntges –
Danksagung an die Stadt, die Politik und alle BürgerInnen1 – 0 -

„Kultur braucht Freiräume und Experimentierflächen“
SPD Mönchengladbach steht hinter dem KöntgesDie SPD Mönchengladbach kritisiert das Verhalten der CDU Mönchengladbach in der Bezirksvertretung Nord.
Die CDU wirft der Altstadt-Initiative politisch tendenziöse Veranstaltungen vor und will die Bewilligung weiterer Fördermittel an neue Bedingungen knüpfen. Laut den CDU-Plänen sollen die Betreiber*innen des Köntges mit einer Selbstverpflichtung zusichern, künftig keine Veranstaltungen mehr mit politischem Inhalt stattfinden zu lassen. Die SPD stellt sich entschieden gegen Bedingungen für eine Förderung und die Einmischung von Politik und Verwaltung in die Kulturszene. Die SPD-Ratsfraktion wird am Dienstag im Sozialausschuss der weiteren finanziellen Förderung des Köntges ohne Vorbehalte zustimmen.
Dazu erklärt Josephine Gauselmann, Juso-Vorsitzende und stellvertretende SPD-Parteivorsitzende: „Politik darf nicht bestimmen, was Kultur ist. Kultur braucht Freiräume und Experimentierflächen, keine Kontrolle durch Politik und Verwaltung. Mit dem Köntges wurde ein nicht-kommerzieller Freiraum geschaffen, der vielen unterschiedlichen Gruppen Raum zur Entfaltung bietet. Es kann nicht sein, dass CDU und FDP die Genehmigung weiterer Fördermittel an neue Bedingungen knüpfen wollen, um politische Veranstaltungen zu verhindern. Das ist Erpressung und gleicht staatlicher Zensur.“
Veranstaltungen von Vereinen wie F*akt, die sexuelle und feministische Aufklärungsarbeit leisten, wurden von der Bezirksfraktion der CDU-Nord als politisch tendenziös bezeichnet. Eine nähere Begründung, warum sexuelle Aufklärungsarbeit politisch tendenziös ist, gab es seitens der CDU-Fraktion jedoch nicht. „Politische Aufklärung und Bildung findet in unserer Gesellschaft nicht nur durch Parteien statt. Kulturschaffende, die politische Diskurse organisieren, sind wesentlich für unsere Demokratie. Dass sie nun einfach unter Generalverdacht gestellt und als ‚staatszersetzend‘ diffamiert werden, macht fassungslos“, bekräftigt Janann Safi, Vorsitzender der SPD Mönchengladbach-Nord. Der SPD-Fraktionssprecher in der Bezirksvertretung Nord, Sebastian Laumen, ergänzt: „Politische Diskurse sind Teil unserer Kultur. Entsprechend ist auch die rechtliche Wirksamkeit einer Klausel, die politische Diskurse durch die Stadt unterbinden will, mehr als zweifelhaft.“
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Die FAU Sektion Mönchengladbach zur Causa Köntges
Die Bezirksvertretung Nord hat am 13.05.2020 eine Beratungsvorlage der Stadtverwaltung diskutiert, nach der das Projekt „Köntges – Raum für unser Viertel“ einen Zuwendungsbetrag von 17.050 € für Personalkosten erhalten soll, damit u.a. das dortige Programm ermöglicht werden kann.
Die CDU-Nord stellt hierbei nicht hinnehmbare Bedingungen für die Gewährung der Zuschüsse.
Laut diesen darf das Köntges ausschließlich für Veranstaltungen mit klarem Kultur- und Quartiersbezug genutzt werden, während so bezeichneten, „politisch tendenziösen Veranstaltungen“, kein Raum überlassen werden soll.Eine dieser als solche bezeichneten war unsere Veranstaltung „Eine andere Gewerkschaft in MG ist möglich!“, die dort im Mai 2019 vor knapp 30 Besucherinnen stattfand. Sie war der Ausgangspunkt der Initiative für eine solidarische Basisgewerkschaft in der Stadt, aus der unsere heutige Sektion der Freien Arbeiterinnen Union entstanden ist.
Wir verstehen das Handeln der CDU einerseits als einen Versuch, die basisgewerkschaftliche Selbstorganisation von Lohnabhängigen in MG, sei es z.B. von Angestellten, Arbeiterinnen, Studierenden oder Erwerbslosen, zu erschweren und in letzter Konsequenz zu unterbinden. Es ist damit ein Angriff auf unsere Arbeit, von der wir uns aber nicht werden abbringen lassen. Denn es gibt weiterhin unzählige unzumutbare Arbeits- und Lebensbedingungen für Menschen in dieser Stadt, in der unter kapitalistischen Vorzeichen allein Profit und eben nicht unsere Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.
Andererseits offenbart die CDU hier ihr Verständnis davon, was sie unter Kultur- und Quartiersarbeit versteht und wie sie ihre diesbezüglichen Interessen durchsetzen will. Denn es könnte ja die Frage gestellt werden, wie die CDU darauf kommt, dass politische Debatten, die in Zusammenhang mit diesen sogenannten „tendenziösen“ Veranstaltungen stattfinden, keine Kultur- und keine Quartiersarbeit seien? Auseinandersetzung mit und Antwort auf diese Frage dürften aber für sie keine Relevanz haben, denn mithilfe ihrer Machtposition durch die finanzielle Abhängigkeit des Köntges versucht sie, ihre eigene Kulturdefinition von oben einfach durchzusetzen. Dass dieser dann verschiedene emanzipatorische, feministische und eben basisgewerkschaftliche Organisationen und Projekte zum Opfer fallen, ist dabei ihr eigentliches Ziel und somit nur folgerichtig.
Aber wer sollte überhaupt bestimmen, was Kultur- und Quartiersarbeit bedeuten und wie diese auszusehen haben? Unserer Meinung nach können das nur die Menschen vor Ort, die dort ihre Kultur erschaffen und leben sowie das Quartier gestalten. Genauso kann damit die Frage, welche Themen im Köntges und auch an anderen Orten der Stadt behandelt werden, einzig und allein von den Menschen beantwortet werden, die diese Kultur mitgestalten und leben.
Wir freuen uns in Mönchengladbach weiterhin auf vielfältige Veranstaltungen und Aktivitäten jeder Art, die Menschen dazu ermutigen möchten, herrschende Verhältnisse kritisch zu hinterfragen und dazu anregen, gemeinsam nach Lösungen für bessere Lebensbedingungen zu suchen und gemeinsam für diese zu streiten.
Kämpfen wir zusammen dafür, unsere Kultur und Nachbarinnenschaften sowie alle anderen Arbeits- und Lebensbereiche selbst und nach unseren Bedürfnissen zu gestalten! Für eine Stadt von unten! Selbstbestimmt mit politischer Teilhabe auf allen Ebenen!
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Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V. bezieht Stellung
Bevor am Dienstag der Sozialausschuss über den Förderantrag für das Quartierstreff KÖNTGES entscheidet, will die Altstadtinitiative Stellung beziehen zu den Bedingungen, die die CDU-Fraktion in der BV Nord daran geknüpft hat, mit Unterstützung der FDP.
Dabei hofft sie sehr, dass die Mitglieder des Sozialausschusses sich ihrer demokratischen Verantwortung bewusst sind und ihrer Entscheidung ein differenzierteres Bild vom KÖNTGES zugrunde legen.
Nachfolgend der offene Brief:Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete aller Fraktionen des Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren der Stadt Mönchengladbach,
mit diesem Schreiben möchte die Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V. als Träger des Quartierstreff KÖNTGES den Dialog mit Ihnen suchen und Stellung nehmen zu unserem vieldiskutierten Antrag, Förderung aus dem Quartiersbudget durch die Sozialplanung der Stadt Mönchengladbach zu erhalten.
Das KÖNTGES ist ein Quartierstreff. Unser Vereinszweck sieht u.a. Heimatpflege, die Aufwertung des Quartiers sowie die Förderung von Kunst und Kultur in der Nachbarschaft vor. Unser Ziel ist daher gemäß dem Satzungszweck die Belebung und Aufwertung der Altstadt durch unterschiedlichste gemeinschaftliche Aktionen. Vor allem ist das KÖNTGES – wie im Nutzungsvertrag festgelegt – ein offener Ort, der Begegnung fördern soll. Bei uns kommen Menschen – aller Altersklassen und aus den unterschiedlichsten sozialen Situierungen – zusammen, um sich im privaten Dialog oder auf einer unserer zahlreichen Veranstaltungen auszutauschen und Gemeinsinn zu erleben. Das impliziert auch die Bereitstellung der Räume für andere Initiativen.
Wir alle wissen: wo Menschen zusammenkommen, geht es oftmals auch um politische Themen. Sei es abends beim Stammtisch in der Kneipe oder auf dem Familienfest. Diese Zusammenkünfte in unserem Quartier zwischen Menschen unterschiedlicher Couleur möglich zu machen, ist uns ein Herzensanliegen. Somit liegt in der Natur der Sache, dass auch politische Themen – sei es im privaten Gespräch bei einem Glas Wein oder durch eine kulturelle Veranstaltung angestoßen – bei uns beheimatet sind, wie überall wo sich Menschen treffen und austauschen. Wichtig ist uns dabei, uns mit keiner Partei oder Gesinnung gemein zu machen, sondern diesem freien, demokratischen Austausch eine Örtlichkeit zu geben. Offener Diskurs ist eine Grundlage der Demokratie. Deshalb haben wir parteipolitische Veranstaltungen stets ausgeschlossen und werden das weiterhin so halten, denn nur so können wir glaubhaft vermitteln, dass bei uns jeder Bürgerin willkommen ist.
Oberstes Gebot dabei ist und bleibt, dass wir uneingeschränkt zum deutschen Grundgesetz und der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen und Ideologien, die diesem entgegenwirken, keinen Raum bieten möchten.Das KÖNTGES wird bisher von einem rein ehrenamtlichen Team mit viel Herzblut betrieben. Das Programm wächst dabei organisch und weitestgehend selbstverwaltet mit den Akteur*innen, die sich dem Projekt anschließen. Wir wachsen selbst mit der Aufgabe und lernen jeden Tag aufs Neue.
Wo wir an Grenzen stoßen, werden diese gemeinschaftlich diskutiert. Dazu zählt auch, dass wir die Regeln und Grenzen in Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung kontinuierlich bei Bedarf überdenken und schärfen. Dieser Dialog ist offen und nimmt gern jede interessierte Stimme auf. Deshalb nehmen wir konstruktive Kritik gern entgegen und stehen für klärende Gespräche jederzeit bereit.Wie wir gesehen haben, lassen sich Kultur und Politik nicht klar voneinander trennen. Sei es die aktuelle Ausstellung von Andrea Bowers im Museum Abteiberg oder die Dreigroschenoper von Berthold Brecht, die im Mönchengladbacher Stadttheater auf dem Programm steht. Würden wir also kulturelle Veranstaltungen nur dann dulden, wenn keinerlei politische Botschaft vermittelt würde, wäre doch auch das eine politische Botschaft und jedwede Veranstaltung würde ad absurdum geführt. Diesen Eingriff in das hohe Gut der Meinungsfreiheit möchte niemand.
Um folglich unserem Auftrag, der da unter anderem auch die eingangs beschriebene Kunst- und Kulturförderung in unserem Quartier beinhaltet, gerecht zu werden, müssen und wollen wir auch unterschiedlichen politischen Botschaften bei uns einen Raum geben. Wir sollen nun dazu verpflichtet werden, Gelder zurückzuzahlen, wenn Veranstaltungen als politisch angesehen werden.
Es ist jedoch unmöglich eine verlässliche Grenze zwischen Kultur und Politik zu ziehen. Davon abgesehen würde sowohl die Ablehnung unseres Antrags als auch die geforderte Einschränkung nicht nur unsere freie Arbeit erheblich beeinträchtigen, sondern auch das Ende des Quartierstreffs KÖNTGES bedeuten, was der Belebung der Nachbarschaft einen schweren Dämpfer verpassen würde. Dies wäre wohl für alle Beteiligten die denkbar schlechteste Lösung.Damit würde nämlich zukünftig nicht nur manche kulturelle Veranstaltung mit politischer Botschaft verschwinden, sondern auch Workshops zu einem weiten Themenspektrum, Spieleabende für die Nachbarschaft, Filmabende, Kreativangebote, Konzerte, Ausstellungen und ein Ort, der die Waldhausener Straße auf angenehme, offene und kultivierte Art und Weise für jedermann und jederfrau belebt.
Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden unsere Richtlinien auch in Zukunft kontinuierlich weiterentwicklen und ggf. verschärfen in einem offenen Dialog.
Wir bitten Sie daher unseren Förderantrag positiv zu bescheiden, ohne uns an Auflagen zu binden, denen keine Institution nachkommen kann. Das KÖNTGES soll nämlich ein noch besserer Ort werden – für unser Quartier und ganz Mönchengladbach.
Für Gespräche stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung und freuen uns gemeinsam eine gute Lösung zu finden.
Stellungnahme der Initiative Altstadt
Mit freundlichen Grüßen,
Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V1 – 0