Schlagwort: NABU

  • 125 Jahre NABU

    Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ist einer der größten und wichtigsten Naturschutzverbände in unserem Land. 

    Sein Einfluss reicht von Stellungnahmen zu Bauvorhaben bis hin zur Beratung bei der Gestaltung von Naturflächen zur Förderung der Artenvielfalt für Tiere, Pflanzen und nicht zuletzt zum Schutz des Menschen.
    Auch beim Umgang mit den Flächen des „Rheinkohlereviers“ versucht der NABU, möglichst positive Aspekte für den Naturschutz durchzusetzen. 
    Zahlreiche Untergruppen kümmern sich um die Bildung von Kindern und Erwachsenen. Unzählige Naturspaziergänge gehören ebenso dazu wie Pflanz- und Pflegeaktionen oder die Bildung von Interessengruppen zu bestimmten Themen.
    So gibt es in Mönchengladbach Gruppen für Amphibien, Fledermäusen und auch Steinkäuzen.
    Die Mitglieder sind daran interessiert, etwas Sinnvolles zu tun.
    Dennoch wünscht sich der NABU Mönchengladbach weitere aktive und engagierte Mitglieder.
    JEDER ist willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
    Weitere Informationen über den NABU Mönchengladbach finden Sie unter: https://www.nabu-mg.de/.

    Wie dieser Verein entstanden ist, können Sie im folgenden Text nachlesen, den der Vorsitzende des NABU Mönchengladbach, Herr Kurt Sasserath, verfasst hat.

    Der Naturschutzbund Deutschland – NABU.
    Eine lange Geschichte kurz erzählt.

    Es war ein mutiger Schritt und eine Pionierleistung der frühen Emanzipationsgeschichte, als Lina Hähnle (1851 bis 1941) am 1. Februar 1899 in Stuttgart den Bund für Vogelschutz gründete und ihn mit großem Geschick für Verhandlungen vier Jahrzehnte leitete.
    1908 gelang es ihr, an einer Verbesserung des Reichsvogelgesetzes mitzuwirken und mit der Unterstützung des jungen Bundes konnte der Federsee bei Bad Buchau zum ersten privat finanzierten Schutzgebiet Deutschlands werden.
    Eine auch in den benachbarten Ländern und den USA beeindruckende Initiative war die erfolgreiche Bekämpfung einer Hutmode mit dem Federschmuck seltener Vögel, die so manche Art an den Rand der Ausrottung brachte;  so überragend, dass Woodrow Wilson, zwischen 1913 und 1921 Präsident der USA, trotz seiner skeptischen Haltung gegenüber Deutschland dem Bund für Vogelschutz beitrat.

    Lina Hähnles Sohn, Hermann Hähnle, ein Wegbereiter des dokumentarischen Naturfilms, der schon 1902 mit unhandlichen Kurbelkameras und selbst gebastelten Objektiven Filme in der freien Landschaft drehte, führte nach dem Tod seiner Mutter die Geschäfte des Bundes weiter, dessen Namen er nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in „Deutscher Bund für Vogelschutz“ änderte.

    Der Ortsverband Mönchengladbach wurde 1937 von dem Ornithologen Clemens Maas ins Leben gerufen, der mit seinem Buch über die Vogelwelt der Heimat lokale Berühmtheit erlangte. Das Buch erschien 1948 im Verlag Kühlen in Mönchengladbach.
    Für die kommenden Jahrzehnte gab es eine Mönchengladbacher und eine Rheydter Gruppe, 1968 kam eine Wickrather Gruppe des „Deutschen Bund für Vogelschutz“ hinzu.  Wickrath gehörte damals zum Kreis Grevenbroich, erst mit der kommunalen Neugliederung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, wurden die Dörfer der ehemaligen Gemeinde Wickrath dem Mönchengladbacher Stadtgebiet zugeordnet.

    In den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Bund in NABU umgetauft und die einzelnen Gruppen zum Stadtverband Mönchengladbach zusammengefasst. Bundesweit nähern sich die Mitgliederzahlen der Millionengrenze, der Stadtverband Mönchengladbach konnte erst vor einigen Tagen sein 1400. Mitglied begrüßen.

    Neben den theoretischen Arbeiten (Stellungnahmen bei Vorhaben, die den Naturhaushalt betreffen, Verhandlungen mit Politik und Verwaltung etc.) unterhält der NABU-MG diverse Kinder- und Jugendgruppen, je nach Alter, auch eine Gruppe für Eltern und Kinder gemeinsam; die Beteiligung an einem Informationszentrum für Nachhaltigkeit ist ebenso geplant wie der Aufbau einer sozial-ökologischen Gemeinschaft, die in Zusammenarbeit mit den Kirchen und der Friedhofsverwaltung die Thematik Ökologie der Friedhöfe und Parkanlagen interessierten Bürgern und Bürgerinnen nahe bringen möchte.

    Schon aus traditionellen Gründen findet der praktische Naturschutz oder genauer die Biotoppflege oder noch präziser die Bemühungen um den Erhalt einer artenreichen, naturnahen Kulturlandschaft besondere Aufmerksamkeit. Der Kopfbaumschnitt und die Pflege ehemaliger Flachsrösten, einst Produktionsstätten für die Leinen-Verarbeitung, heute wertvolle Amphibiengewässer,  gehören in diesen Bereich, aber auch die Renaturierung eines Waldrandes mit der Wiederansiedlung der bedrohten Ulme,  die in diesem Jahr am Gerkerather Wald abgeschlossen wurde oder die Begründung eines Waldsaumes in Gestalt einer Hochstaudenflur am Nordrand des Buchholzer Waldes, die in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft verwirklicht werden konnte.

    Bliebe noch der konkrete Artenschutz zu erwähnen: es gibt Arbeitsgruppen, die sich um die Fledermäuse und um die Steinkäuze kümmern, seit einigen Jahren beschäftigt sich ein Arbeitskreis Amphibien und Reptilien mit diesen stark bedrohten Tierarten, und die jüngste Neuerung ist das Problemfeld der Neophyten und Neozoen.

    Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind jederzeit willkommen, ob jung oder jung geblieben, gerne für die Arbeit am Schreibtisch oder an der frischen Luft.
    Informationen in Hülle und Fülle können auf unserer Homepage: NABU-MG nachgelesen werden.

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  • NABU Mönchengladbach feierte Geburtstag

    NABU Mönchengladbach feierte Geburtstag

    Es war der 25. November 1937 als ein Aufruf in der Rheinischen Landeszeitung erschien, der zur Gründungsversammlung eines Vogelschutzvereines einlud. Zwei Tage später, am Samstag den 27. November 1937 wurde im Dortmunder Hof auf der Bismarckstraße der „Reichsbund für Vogelschutz M.-Gladbach und Rheydt e. V.“ gegründet. Gründungsmitglieder waren unter anderem Fritz M. Mumbacher und Clemens Maas, letzterer übernahm den Vorsitz des neugegründeten Naturschutzvereins. Die Gründung fand zu einer Zeit statt, als kaum einer an Natur- und Umweltschutz dachte.

    Bereits ein Jahr später erhielten die Mönchengladbacher Naturschützer hohen Besuch, die Gründerin des Bundesverbandes des Reichsbundes für Vogelschutz (gegründet 1899), Lina Hähnle mit Mann, stattete der kleinen Mönchengladbacher Naturschutzgruppe einen Besuch ab und würdigte dessen Arbeit. Bereits 1948 konnte Clemens Maas ein Buch mit dem Titel „Die Vogelwelt unserer Heimat“ veröffentlichen. So war erstmals der Bestand der heimischen Vogelwelt dokumentiert. Viele weitere Publikationen sollten in der langen Geschichte folgen und weiter die örtliche Natur beschreiben.

    Mehrere Namensänderungen erfolgten im Laufe der Jahre, zuerst in Bund für Vogelschutz, dann in Deutscher Bund für Vogelschutz und letztendlich (1991) in den heutigen Naturschutzbund (NABU). Im Jahr 1991 erfolgte zudem die Vereinigung mit der NABU Gruppe Wickrath. Viele Jahre unterhielt zuerst die NABU Gruppe Wickrath und nach der Vereinigung der NABU Stadtverband Mönchengladbach das Vogelkundliche Museum im Schloss Wickrath. Dieses kleine aber feine Museum war ein Besuchermagnet für viele Besucher des Schlossparks. Leider musste es 2012 geschlossen werden, da Gelder für eine dringend notwendige Restaurierung fehlten.

    Seit 1987 gibt der NABU sein Mitgliedermagazin „Steinbrecher“ heraus, welches jetzt ebenfalls Geburtstag feiert. Im Laufe der Jahre ist der NABU enorm gewachsen, mittlerweile hat er über 1.250 Mitglieder in seinen Reihen. Viele Projekte betreut der NABU, so zum Beispiel die Naturschutzgebiete Gerkerather Wald und die Bistheide, die Pflege von Kopfbäumen an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet. Der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien (AKAR) hat die heimischen Gewässer kartiert und erfasst die Amphibien- und Reptilienbestände; zudem betreut er die Amphibienschutzzäune in Wanlo und am Hardter Wald.

    Erfreulich ist die Bereitschaft jüngerer Menschen, sich im Naturschutz zu engagieren, sei es in Form von Stellungnahmen oder in der Praxis unserer Biotoppflegearbeiten. Unsere Jugendleiterinnen bieten jungen Familien monatlich eine Eltern-Kind-Gruppe an mit der Zielsetzung, auch kleinen Kindern die Natur spielerisch näher zu bringen.

    Der NABU Mönchengladbach ist 85 Jahre alt und kein bisschen müde. Viele Projekte wie die Aktion „Boden gut machen“ gilt es weiterzuführen. Der Fledermausschutz muss ebenso der Bevölkerung bewusst werden wie auch andere Umweltprobleme. Hier ist der oft erwähnte Klimawandel mit seinen Dürreperioden an erster Stelle zu nennen. Besonders wasserbewohnende Tiere wie Amphibien, Wasserinsekten, Fische und weitere leiden unter den mangelnden Niederschlägen. Vielfach kann, wegen der vorzeitigen Gewässeraustrocknung, die Reproduktion der Tiere nicht abgeschlossen werden, es kommt zum Bestandseinbruch.

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  • Kröten unterwegs – Mit steigenden Temperaturen beginnt die Amphibienwanderung

    Kröten unterwegs – Mit steigenden Temperaturen beginnt die Amphibienwanderung

    kroetenschild2Mit der derzeit milden Witterung hat die Amphibienwanderung begonnen. Erste Tiere sind unterwegs.
    Der NABU bittet Autofahrer, auf entsprechenden Strecken vorsichtig und langsam zu fahren. Zugleich ruft der Umweltverband dazu auf, überfahrene Erdkröten zu melden.
    Der NABU möchte damit einen besseren Überblick über das Ausmaß der Todesfälle auf den Straßen bekommen. (mehr …)

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