Schlagwort: Nationalpark

  • „Bürgerentscheid zum Nationalpark: Krachende Niederlage für Umweltminister Oliver Krischer“

    „Bürgerentscheid zum Nationalpark: Krachende Niederlage für Umweltminister Oliver Krischer“

    In einem Bürgerentscheid haben sich die Menschen im Kreis Kleve mehrheitlich gegen die Bewerbung zur Ausweisung eines Nationalparks Reichswald ausgesprochen.


    Hierzu erklärt René Schneider, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    „Mit dem Bürgerentscheid im Kreis Kleve ist klar, dass es unter Schwarz-Grün wohl vorerst keinen zweiten Nationalpark in NRW geben wird. Für den Schutz der Biodiversität in unserem Land ist das ein fatales Signal. Das Scheitern der Nationalpark-Suche in nur etwas mehr als einem Jahr seit Beginn des Findungsprozesses ist gerade für Umweltminister Krischer eine krachende Niederlage.
    In keiner einzigen Region ist es dem obersten Umweltschützer des Landes gelungen, vom Prestige-Projekt seiner Partei zu überzeugen. Dazu war er viel zu passiv. Gerade das knappe Ergebnis im Kreis Kleve zeigt, dass mit geschlossener Unterstützung durch die Landesregierung mehr drin gewesen wäre. Trotz der mangelnden Rückendeckung aus Düsseldorf haben viele Menschen in NRW und nun auch im Kreis Kleve für einen Nationalpark geworben, seien es die Parteimitglieder von SPD und Grünen genau wie viele im Naturschutz Engagierte. Ihnen danken wir ganz herzlich.

    Bei der CDU dürften heute die Sektkorken knallen.
    Denn während der gesamten Zeit haben die Christdemokraten den eigenen Koalitionspartner hintertrieben.
    In den Kreistagen haben CDU-Landtagsabgeordnete Nationalpark-Bestrebungen einfach weggestimmt – so auch im Kreis Kleve.
    Zudem stehen Vorwürfe gegen die CDU im Raum, im Zuge der Anti-Nationalpark-Kampagne im Kreis Kleve Fake-News verbreitet zu haben.
    Die größte Nationalpark-Gegnerin saß mit Ministerin Gorißen jedoch von Beginn an am Kabinettstisch. Ministerin Gorißen hat für mehrere mögliche Nationalpark-Regionen, auch den Reichswald, über ihren Landesbetrieb Wald und Holz, Vorverträge für Windkraftanlagen abschließen lassen. Kommen diese, bringt das Millionen-Einnahmen für den klammen Landesbetrieb.
    Mit Blick nach vorne ist nun unter anderem zu klären, ob diese Vorverträge für alle betreffenden Regionen gezogen werden – das wären die Regionen Reichswald, Hürtgenwald, Ebbegebirge und Rothaarkamm. Nutzt Ministerin Gorißen alle Optionen, erschwert sie einen neuen Anlauf für einen zweiten Nationalpark weit über die laufende Legislaturperiode hinaus.
    So kann das Scheitern der Landesregierung zur jahrzehntelangen Hypothek für die Biodiversität in Nordrhein-Westfalen werden.“

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  • Ein zweiter Nationalpark ist eine Chance für die Region

    Ein zweiter Nationalpark ist eine Chance für die Region

    Einst war Mönchengladbach umgeben von Eichenwäldern.

    Die Luft war klar und das Wasser war rein.  Die massive Abholzung der Wälder begann auch vor unseren Stadttoren mit der Industrialisierung und dem Bevölkerungswachstum. Die Textilbranche schaffte Arbeitsplätze. Das ist auch heute noch wichtig.

    Wir haben unser Wohlstandbild in die weite Welt getragen und beklagen nun die massiven Abholzungen auf dem ganzen Erdball. Dabei sollten wir vor unserer eigenen Haustüre anfangen.
    NRW braucht einen zweiten Nationalpark. Dies ist kein „Nice to have“ sondern die Notwendigkeit nach jahrelangem Missbrauch der Natur im eigenen Land. Unser Optimierungswahn hat Wälder und Wiesen verschwinden lassen. Gerade einmal 0,4% unserer Fläche sind bewaldet. Die EU hat festgelegt, dass es 10 Prozent sein müssen, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.

    Foto: Silvia Erbrath

    Menschen, die in Naturschutzthemen unterwegs sind, wünschen sich zum Erhalt und Wiederaufbau der Fauna und Flora unseres Landes einen grünen Streifen, ausgehend von den Niederlanden, ausgehend vom Nationalpark De Meinweg bis nach Köln. Machbar wäre das schon, wenn denn der politische Wille da wäre.
    Zurzeit hört man, dass Bürgermeister, Verwaltungen und auch politische Bestrebungen immer noch dem alten Narrativ hinterherhecheln, ein weiterer Gewerbepark mit großen Hallen und LKW Verkehr würde den Menschen Sicherheit und Wohlstand erhalten. Dies ist schlicht falsch. Daher wehren sich Bürger in Elmpt (Niederkrüchten) oder in Sasserath (Mönchengladbach) bisher erfolgreich.  

    Um die negative Debatte für einen Nationalpark zu stoppen, muss man klar zum Ausdruck bringen, dass lediglich bereits vorhandene Waldflächen unter Naturschutz gestellt werden können.
    Kein Waldbesitzer wird enteignet und auch kein Bauer hat mit Einschränkungen auf seinen Äckern zu rechnen, betont der NABU.
    Selbst der abstrusen These, dass ein Nationalpark schädliche Auswirkungen auf das Klima hat, wird wohl jeder Klardenkende widersprechen können. Ganz im Gegenteil wirkt sich der Waldboden positiv auf die Menge und die Reinheit unseres Grundwassers aus. Das Regenwasser wird durch den Boden gehalten und gefiltert. Den massiven Problemen aus der Landwirtschaft wird somit ein Gegenpol gesetzt.

    Die neuesten Zahlen des Nationalparks Eifel zeigen, dass in einem Nationalpark ein großes wirtschaftliches Potential liegt. Die direkten Einnahmen liegen bei 2-3 Millionen Euro. Hinzu kommen ca. 30 Millionen Euro Umsatz aus dem Tourismus in dieser Region.
    In unserer nächsten Umgebung wären Anwärter der Reichswald (Kreis Kleve) oder auch ein ganz neues Gebiet, wenn sich die Kommunen endlich trauen und darum bewerben würden. Die Bewerbung ist nur noch bis Ende März möglich.

    Bis dahin finden Sie hier den Link zur Seite des NABU um für Ihren Favoriten zu stimmen:
    https://mitmachen.nabu.de/de/nationalpark-nrw

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