Schlagwort: Seniorenbeirat

  • Mönchengladbach hat einen Seniorenrat gewählt

    Mönchengladbach hat einen Seniorenrat gewählt

    „Es ist für die Stadt Mönchengladbach eine Premiere“, konstantierte der Leiter des Fachbereiches Altenhilfe in Mönchengladbach, Stephan Küppers, gleich zu Beginn der Seniorenratswahl im Rheydter Rathaus.

    Durch die Veranstaltung führte souverän Dezernatsleiterin Dörte Schall, Beigeordnete des Dezernat VI, Recht, Soziales, Jugend, Gesundheit, Verbraucherschutz.

    Nach zahlreichen Vorgesprächen und Vorbereitungen hatte sich im November 2019 in Mönchengladbach ein parteiübergreifender „Arbeitskreis Seniorenbeirat“ gegründet. Zweck dieses Zusammenschlusses, so Anita Hoffmann, zusammen mit Rainer Missy Initiatorin und Sprecherin des Arbeitskreises, sei die Vorbereitung zur Einrichtung eines Seniorenbeirats in Mönchengladbach. Ziel des Seniorenrates ist, einen politisch neutralen Beirat als beratendes Gremium für die Ausschüsse und den Rat der Stadt zu bilden.

    Es gab etliche Hürden zu überwinden, noch im Oktober diesen Jahres erklärte der Fraktionsvorsitzende der CDU-Ratsfraktion:

    „Aus unserer Sicht haben Senioren, genau wie alle anderen Bürger in Mönchengladbach, die Möglichkeit sich politisch oder auf andere Weise ins Stadtleben einzubringen. Schaut man sich den Altersdurchschnitt der Fraktionen im Rat an, spricht das für sich. Der Seniorenrat, so wie er von SPD, Grünen und FDP verabschiedet wurde, ist aus unserer Sicht kein Gremium, das tatsächlich alle in Mönchengladbach lebenden Seniorinnen und Senioren vertreten soll, sondern lediglich Seniorinnen und Senioren aus vorab festgelegten Interessenverbänden. Würde man das Thema ernsthaft umsetzen wollen, müsste der Seniorenrat, genau wie der Integrationsrat demokratisch von allen Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt gewählt werden können.
    Mönchengladbach ist eine finanziell schlecht aufgestellte Kommune. Hier sollte jeder freibleibende Euro für eine gute Bildung unserer Kinder und somit für die Zukunft aller Mönchengladbacher eingesetzt werden!“, so Schlegelmilch.

    Pressemeldung der CDU

    Diese Widerstände aus der CDU-Seniorenunion wurden ebenso überwunden, wie die offensichtliche Verzögerungstaktik innerhalb der Stadtverwaltung.

    Heute war es soweit, die Delegierten hatten sich beworben, sie erfüllten die Anforderungen zur Wahl und waren deshalb auf Einladung der Stadt Mönchengladbach im Ratssaal zur Wahl erschienen.

    Es gab 43 Delegierte , davon stellten sich29 zur Wahl. Die 43 wählten also den Seniorenrat.
    Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der 29 Bewerber für den Seniorenrat wurden in namentlicher Abstimmung die untenstehenden 9 Bewerber in den Seniorenrat gewählt:

    Gerd Lippold; Brigitte Brouns; Birgit Weber; Roland Heerstraß; Gisela Lüpertz; Margret Munterkamp; Hartmut Wellssow;
    Dr. Herbert Look; und Frau Ulrike Frings.

    Alle Gewählten nahmen die Wahl an.

    Im anschließenden zweiten Wahlgang wurden die 9 Stellvertreter gewählt. Auch diese nahmen die Wahl an. Die nichtgewäglten Bewerber haben den Status eines Ersatzmitgliedes. Sie rücken automatisch nach, sobald jemand ausfällt.

    Stellvertretende stimmberechtigte Mitglieder des Seniorenrats sind:

    Norbert Jansen
    Beate Fränken
    Monika Bernhardt
    Herbert Hoffacker
    Gabriele Greiner
    Hubert Finken
    Marianne Godoj-Wendler
    Arne Vogt
    Axel Friese

    In zwei Jahren wird der gesamte Seniorenrat zeitgleich mit der nächsten Kommunalwahl gewählt.
    Bemerkenswert an der heutigen Wahl: EX-Oberbürgermeister Norbert Bude wurde nicht gewählt.
    Der gewählte Dr. Herbert Look erklärte selber, er sei Mitglied in der CDU-Senioren-Union.
    Die konstituierende Sitzung mit der Wahl des Seniorenrats-Vorsitzen ist lt. Verwaltung im Januar 2023 geplant.

    1 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Seniorenbeirat: Wer darf mitmachen, wer soll nicht gewählt werden

    Seniorenbeirat: Wer darf mitmachen, wer soll nicht gewählt werden

    Äußerst zögerlich zeigte Grünen-Sprecher Dr. Wolkowski in der Ratssitzung am Mitwoch auf, dass bereits im vergangenen Jahr die Politik beschlossen hatte, einen Seniorenrat in Mönchengladbach für die Mönchengladbacher Senioren einzurichten.

    Die Widerstände in der Vitusstadt, sowohl in der Politik als auch in der Verwaltung, waren immens.
    Immer neue Möglichkeiten zur Verzögerung wurden gesucht, gefunden und genutzt.
    Dennoch, die Beharrlichkeit des Arbeitskreises zur Einrichtung eines Seniorenbeirates hat sich ausgezahlt.
    Die Initiativgruppe Seniorenrat fordert auch für Mönchengladbach eine verwaltungs- und parteiunabhängige Vertretung aller Bürger*Innen ab 60 Jahre in allen sie betreffenden Belangen.
    Die derzeitige Arbeitsgruppe vertritt die Auffassung, dass der Seniorenrat von älteren Mönchengladbachern*Innen frei gewählt werden sowie politisch und religiös neutral sein muss.

    Dies ist aktuell der Knackpunkt in der Diskussion. In der Ratssitzung am 16. Juni wurde beschlossen:

    1. Der künftige Senior*innnenrat bildet sich in der Urwahl im Delegiertenwahlsystem.
      Die Verwaltung erarbeitet eine entsprechende Satzung und gibt der „Initiative Seniorenrat Mönchengladbach“ die Möglichkeit zur Stellungnahme.
    2. Die Entsendung der Delegierten erfolgt aus in der Senior*innenarbeit tätigen Organisationen, Einrichtungen und Gruppen. Außerdem können Einzelpersonen mit je 10 Unterstützungsunterschriften zur Wahl zugelassen werden. Die „Initiative Seniorenrat Mönchengladbach“ erarbeitet eine Liste der Organisationen, Einrichtungen und Gruppen sowie die Voraussetzungen für die einzelnen Delegierten. Diese wird mit der Verwaltung abgestimmt. Bei Bedarf wird diese Liste fortgeschrieben.

    Das bedeutet: Einzel-Personen ausserhalb einer Organisation wird in diesen Seniorenrat gewählt werden können, wenn sie 10 Unterschriften von Bürgern aus der Stadt über 60 Jahre beibringen. Dies ist in der aktuellen Satzung genauestens neu geregelt worden.

    Nicht unerwähnt bleiben kann an dieser Stelle die Haltung der CDU:
    Sprecher Fred Hendricks argumentierte: „Senioren sind durchaus in der Lage, sich in anderen Gremien dieser Stadt, dazu zählen nicht nur Parteien sondern auch Vereine usw., sich einzubringen.
    Dies ist anders als in dem bereits beschlossenen Jugendparlament. Jugendliche hatten ob ihrer Jugend nicht die Gelegenheit sich zu vernetzen.
    Wir halten die Einrichtung des Senioenrates für überflüssig“.

    Eindeutig war alleine das Votum von DIE LINKE.
    Sprecher Torben Schultz: “ Die Ampelkoalition legt uns eine falsche Variante vor. Das ist nicht das, was wir wollen. Es gibt keinerlei klare Aussage wie das Gremium aussehen soll. Wie groß soll es sein? Wir stimmen über ein ungeklärtes Wahlsystem ab. Es gibt zwangsläufig weitere Verzögerungen bei der Konstituirung des Seniorenrates“.

    Schultz glaubt weiter, dass die großen Wohlfahrtsverbände den schon heute vorhandenen Einfluss in der Kommunalpoltik vergrößern werden. Bereits heute sitzen deren sachkundigen Mitglieder in den politischen Ausschüssen und werden dort gehört. Eine Doppelberatung und ein Doppeleinfluss findet dann statt.

    Die Vorlage der Ampel wurde mit der Stimmenmehrheit der Koalition angenommen.
    Im städtischen Rats-TV kann die Diskussion zum Thema angeschaut werden, ab der Zeit 1:32:15.

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Initiative „Seniorenrat MG“ informiert in Rheydt

    Initiative „Seniorenrat MG“ informiert in Rheydt

    Die Initiativgruppe Seniorenrat MG lädt zu einem Besuch ihres Infostandes am Samstag, 18. Juli von 9.00 – 13.00 Uhr auf dem Rheydter Markt an der Ecke Brucknerallee/Hauptstraße ein.

    Die Initiativgruppe der aktiven Senioren wirbt für die Einrichtung eines Seniorenrates in Mönchengladbach.

    Unterstützt wird sie dabei vom Vorstand der Landesseniorenvertretung NRW, Manfred Stranz.
    Derzeit sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 190 Seniorenvertretungen aktiv, in den betreffenden NRW-Kommunen leben mehr als 70 Prozent der älteren Menschen des größten deutschen Bundeslandes.

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!