Schlagwort: Sozialdezernentin

  • SPD-NRW blickt nach vorne: Dörte Schall und Felix Heinrichs in den Landesvorstand gewählt

    SPD-NRW blickt nach vorne: Dörte Schall und Felix Heinrichs in den Landesvorstand gewählt

    Auf dem Landesparteitag am 23. Juni 2018 in Bochum setzte die NRWSPD personell und thematisch den Startschuss für eine Parteierneuerung in NRW.
    Dörte Schall aus Bonn, die Mönchengladbacher Sozialdezernentin, erhielt 89,7% der Stimmen und ist somit eine der fünf Stellvertretenden Landesvorsitzenden der NRWSPD.
    Felix Heinrichs wurde Beisitzer im Landesvorstand.
    Hans-Willi Körfges, MdL, stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl.

    Der scheidende Parteichef Michael Groschek erklärte den von ihm geleiteten Übergang für beendet:
    „Wir stellen heute das neue Team auf. Wir blicken nach vorne.“

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  • Sozial-Holding startet in Zusammenarbeit mit der Stadt und mit Unterstützung durch das MGEPA weiteres Quartiersprojekt

    Sozial-Holding startet in Zusammenarbeit mit der Stadt und mit Unterstützung durch das MGEPA weiteres Quartiersprojekt

    In Mönchengladbach-Hardterbroich stehen Teilhabe und Selbstbestimmung im Mittelpunkt

    Die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH startet in Zusammenarbeit mit der Kommune ein Projekt zur Quartiersentwicklung in Mönchengladbach-Hardterbroich. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben wird vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW mit insgesamt 95.000 Euro gefördert.

    „Wichtige Grundlagen zur Quartiersentwicklung aus dem Blickwinkel des demografischen Wandels hat die Stadt Mönchengladbach mit unterschiedlichen Kooperationspartnern unter anderem bereits in den Stadtteilen Eicken, Wickrath, Rheindahlen und Bettrath-Hoven geleistet“, berichtet Sozialdezernentin Dörte Schall. In Hardterbroich, wo derzeit ein neues städtisches Altenheim gebaut wird, sollen nun ebenfalls Netzwerke geknüpft und ausgebaut, Teilhabe gefördert und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden.

    Dazu wird sich die Sozial-Holding mit den zentralen Akteurinnen und Akteuren wie Kirchengemeinden, Arztpraxen, Apotheken, dem Heimatverein, Bürgerinitiativen und der Lokalpolitik vernetzen und die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils ins Projekt einbeziehen. Es sind Quartierskonferenzen und Runde Tische geplant, die sich mit den Bedürfnissen der Menschen im Quartier beschäftigen, da das Leben „zu Hause“ absoluten Vorrang vor anderen Betreuungsformen haben soll. Ziel ist es auch die Nachbarschaft und bürgerliches Engagement zu fördern. Dafür sollen neue Begegnungs- und Informationsstätten entstehen, die ein Leben in Gemeinschaft ermöglichen.

    „Die typischen Phänomene des demografischen Wandels, wie der Trend zur Singularisierung und das nachlassende familiäre Unterstützungspotenzial im sozialen Umfeld, erfordern eine Förderung tragfähiger sozialer Netzwerke für gelingendes Altern im Sozialraum, in der Gemeinde und im Quartier“, sagt Projektleiterin Katharina Schott, die dabei auch auf die Netzwerkarbeit der vom MGEPA initiierten landesweit aktuell mehr als 40 Quartiersentwickler/innen setzen kann.

    Klar ist: Ältere Menschen wollen solange wie möglich selbstbestimmt im eigenen Zuhause und in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben. Doch: Das Alter ist bunt – so müssen ganz individuelle Lösungen im Quartier entwickelt werden, die auf die speziellen Anliegen und Bedürfnisse der dort ansässigen Bürgerinnen und Bürger zugeschnitten sind und zu den jeweiligen gewachsenen Strukturen im Quartier passen.

    „Deshalb“, so Schott, „sollen bei der Entwicklung eines altengerechten Quartiers in Hardterbroich die Teilhabe und Selbstbestimmung im Alter im Mittelpunkt stehen. Realisieren möchten wird dies durch Stammtische, Quartierskonferenzen und Rundgänge sowie Befragungen.“

    Für Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding, soll das Quartiersprojekt in Hardterbroich zur Blaupause für die altersgerechte Entwicklung im gesamten Stadtgebiet werden: “Die Träger stationärer Einrichtungen, deren Häuser sich in nahezu jedem Stadtteil finden, können wichtiger Partner dieses Prozesses sein, wenn sie sich ihrem Quartier öffnen und bedarfsgerechte Angebote machen.“

    Die Sozial-Holding als kommunales Unternehmen will diese Form der Quartiersarbeit in Zukunft noch weiter ausbauen. Es sollen z.B. öffentliche Begegnungsorte entstehen, die eine Begegnung außerhalb der eigenen Wohnung ermöglichen, um ins Gespräch zu kommen. Hier ließen sich auch gemeinsame Veranstaltungen und Angebote ansiedeln.

    Besonders spannend wird das Projekt durch den Umstand, dass im Projektgebiet einiges im Umbruch ist: Seit September 2015 entsteht hier ein neues Städtische Altenheim für 80 Bewohnerinnen und Bewohner und der zukünftige Firmensitz der städtischen Tochtergesellschaft. Der Neubau ist eingebettet in ein geplantes Wohngebiet, in dessen Zentrum ein neuer Marktplatz entstehen soll. Die Gelegenheit, mit den Menschen vor Ort schon in der Planungsphase über die Quartiersentwicklung ins Gespräch zu kommen, wollte sich das Projektteam nicht entgehen lassen.

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  • Jugendamt betreut rund 160 unbegleitete minderjährige Ausländer in Mönchengladbach

    Jugendamt betreut rund 160 unbegleitete minderjährige Ausländer in Mönchengladbach

    Seit Oktober 2015 steigt die Zahl minderjähriger Ausländer, die ohne Begleitung von Erziehungsberechtigten nach Mönchengladbach kommen, rasch an. Während bis zum Sommer des vergangenen Jahres weniger als 30 unbegleitete Minderjährige in der Obhut des Jugendamtes waren, stieg deren Zahl bis Anfang noch November 2015 auf 90 an. Seit Mitte Januar sind mehr als 160 unbegleitete Minderjährige Ausländer in der Obhut der Stadt. Der Großteil kommt aus Afghanistan (73) und aus Syrien (38), die weiteren aus Albanien, Eritrea, Guinea, Irak, Iran, Libanon, Marokko, Pakistan und Somalia. Ihr Durchschnittsalter beträgt im Augenblick 16,3 Jahre.

    Dies geht aus einem Bericht der Mönchengladbacher Sozialdezernentin Dörte Schall hervor, der jetzt im Jugendhilfeausschuss vorgestellt wurde. Untergebracht sind die Kinder und Jugendlichen, die ohne Begleitung nach Deutschland gekommen sind und der Stadt Mönchengladbach nach einem festen Verteilerschlüssel zugewiesen werden, ganz unterschiedlich: Die Palette reicht von Heimen oder pädagogisch betreuten Wohngruppen und Wohngemeinschaften in der Stadt und im Umland bis zu Stellen bei Pflegeeltern. Eine Reihe von Kindern und Jugendlichen ist auch bei Familienangehörigen aufgenommen worden, die bereits in Deutschland leben.

    „Zunächst gelang es noch relativ gut, für die durch das Jugendamt in Obhut genommenen ausländischen Kinder und Jugendlichen geeignete Plätze in Jugendhilfeeinrichtungen oder bei Familienangehörigen zu finden. Seit allerdings durch die Einführung des Verteilverfahrens alle Jugendämter eine kontinuierliche Anzahl von Plätzen für die so genannten UMA (Unbegleitete Minderjährige Ausländer) benötigen, gibt es praktisch keine freien Plätze mehr“, betont Dörte Schall in dem Bericht.

    In Zusammenarbeit mit den Anbietern stationärer Jugendhilfe in und rund um Mönchengladbach sei es gelungen, neue Plätze zu schaffen. Diese reichten aber immer noch nicht aus, auch weil Mönchengladbach nach dem aktuellen Verteilerschlüssel noch rund 30 weitere UMA in Obhut nehmen muss.

    Vor dem Hintergrund der großen Zahl von UMA, die ab Dezember 2015 nirgendwo mehr untergebracht werden konnten, musste das Jugendamt Mönchengladbach – wie viele andere Jugendämter auch – Unterkünfte und eine Basisbetreuung in Hotels organisieren, um die Obdachlosigkeit der Jugendlichen zu vermeiden. Die pädagogische Begleitung der rund 30 so untergebrachten Minderjährigen wird derzeit von Mitarbeitern des Jugendamtes sichergestellt.

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