Schlagwort: Wald

  • Hat unser Wald Zukunft? Teil II

    Hat unser Wald Zukunft? Teil II

    Diese und viele weitere Fragen wurden an beiden Veranstaltungstagen von Lutz Fähser beantwortet.

    Waldbesitzer, Förster sowie weitere Entscheider aus Politik und Verwaltung, haben sich die sehr gut besuchten Veranstaltungen nicht entgehen lassen.
    Herr Fähser stellte das ausgesprochen ökonomisch sparsame sowie ökologisch interessante Konzept der Waldbewirtschaftung vor. Das Natura- und FSC- zertifizierte Modell wird in der BRD schon vielerorts übernommen. Der Kern dieser Art Umgang mit dem Wald ist nicht nur schonend, sondern auch finanziell reizvoll.
    Frei nach dem Motto: weniger bringt mehr.

    Das Konzept nach dem Vorbild des Stadtwaldes Lübeck setzt auf die Anpassung heimischer Arten.
    Dies funktioniert seit Tausenden von Jahren ohne den Einfluss des Menschen. Von Exoten aus anderen Gebieten wird abgeraten. Der Einfluss auf das gesamte Habitat ist nicht einschätzbar.

    Ein Waldspaziergang am Samstag den 21.10.23 im Buchholzer Wald vertiefte die Antworten zum praktischen Umgang. Die vielen Fragen aus der Reihe der Teilnehmer an beiden Tagen haben einen regen Informationsfluss und auch viele Diskussionen entstehen lassen. Gerne teilte Herr Fähser seinen langjährigen Erfahrungsschatz.

    Die Frage ob man von einem Pilz befallene Bäume fällen sollte, wurde mit der Gegenfrage beantwortet, „Welcher Baum ist krank?“.  Sicherlich haben alle alten Bäume abgestorbene Äste und Zweige. Dies zeigte auch der Spaziergang im Buchholzer Wald.
    Die in Teilen sehr alten Exemplare deshalb gleich komplett abzuholzen wurde an keiner Stelle empfohlen. Auf die Frage der Behandlung mancher Krankheiten oder auch Schädlingen  mit chemischen Mitteln zu begegnen kam ein  Klares: „NEIN. KEINE CHEMIE“.

    Auch die Verkehrssicherheitspflicht, die immer wieder zur Abholzung in unseren Wäldern führt, wurde deutlich erklärt. Es gibt keine in Waldgebieten!
    Lediglich Waldstraßen, seien davon ausgenommen. Jeder der in den Wald geht, sollte sich dessen Gefahren bewusst sein. Gerichtsurteile der Vergangenheit haben zu einer übervorsichtigen Reaktion der Verantwortlichen in unseren Wäldern geführt.

    Ein Ergebnis dieser herausragenden Veranstaltung ist, dass ein Waldbeirat in Mönchengladbach entstehen soll. Das gibt Hoffnung.

    In dem Wissen, dass nachfolgende Präsentation ohne erklärende Worte nicht einfach zu verstehen ist, halten wir den Informationsgehalt dennoch für wichtig.

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  • Hat unser Wald eine Zukunft?-Unser Wald hat Zukunft

    Hat unser Wald eine Zukunft?-
    Unser Wald hat Zukunft

    Wie wird unser Wald zukunftsfähig?

    Wir leben in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens. Auch unser   Wald ist  in Mitleidenschaft gezogen.
    Auf der anderen Seite wird der Wald sowohl für den Schutz der biologischen Vielfalt wie auch für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels eine große Rolle spielen. Dies gilt nicht nur für den Regenwald sondern auch für den deutschen Wald.

    Das wirft die Frage auf: Wie können wir mit Wald umgehen, damit aus ihm ein anpassungsfähiger Zukunftswald wird?
    Wie kann ein widerstandfähiger, sog. klimaresilienter Wald aussehen, der ein Höchstmaß an CO 2 speichert, weiterhin unsere Luft reinhält, den Wasserkreislauf regelt, unsere Umgebung abkühlt, das Wasser im Boden speichert, uns Menschen als Erholungsraum dient und den Rohstoff Holz liefern soll?

    Der Lübecker Stadtwald gilt als Vorreiter der naturnahen Waldbewirtschaftung.
    Dieses  seit gut 30 Jahren dokumentierte Modell, kann hervorragend als Referenz für einen Mehrzweckwald genutzt werden.

    Herr Dr. Fähser sieht sich als Vermittler dieses Modells und auch Vermittler der sich scheinbar zu widersprechenden Anforderungen an den Wald. 

    Zur Person:
    Dr. Lutz Fähser, Dipl. Forstwirt, Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre , leitender Forstdirektor i.R., Leiter von Forstämtern im Staats-, Kommunal- und Privatbesitz, Mitarbeit in zahlreichen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, langjähriger Lehrbeauftragter an der Universität Kiel, (ehrenamtliche Funktion im BUND auf Bundes-, Landes- und Kreisebene).

    Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Fähser uns im Kreis Heinsberg besucht, und am 20.10. einen öffentlichen Vortrag im Forum Wegberg hält und am 21.10. gibt es einen Spaziergang im Buchholzer Wald,  zu dem alle interessierten Bürger eingeladen sind.

    Erst einmal etwas Grundsätzliches zum Thema Wald; Warum ist der Wald wichtig?
    Wälder sind wertvoll. Sie versorgen uns mit lebenswichtigen Dingen wie z.b.  frischer Luft und Wasser, Kühlung und verhindern Bodenabnutzung bis hin zu Erdrutschen. (Erosionsschutz).
    Weiterhin sind  Wälder  Heimat  einer Vielzahl  von Tieren, Pflanzen und Pilzen. Sie liefern Holz und bieten uns einen wunderbaren Raum, in dem wir uns erholen können. 
    Im Klimawandel soll der Wald auch eine wichtiger Co 2 Senker sein und in heißen Sommern ist er in der Lage, seine Umgebung herunterzukühlen .

    Diese kostenlosen Gaben des Waldes werden auch als Ökosystemleistungen bezeichnet.
    An unseren Wald werden also einerseits viele Anfordernisse gestellt, andererseits ist er durch mehrere Faktoren wie z.B. den Klimawandel und Übernutzung selbst sehr  in Mitleidenschaft gezogen, wie es auch der Waldzustandbericht der Bundesumweltamtes von 2022 zeigt.

    Daher  stellt sich die Frage:
    Welche Art von Wald wird diesen unterschiedlichen Anforderungen am besten gerecht und wie passt hier die Idee einer naturnahen Bewirtschaftung hinein?
    Es ist klar geworden, dass naturferne Forste wie z.b. Fichten- oder andere Monokulturen dem Klimawandel nicht gewachsen sind, denn sie sind während der letzten heißen Sommer abgestorben.

    In der Forstwirtschaft spricht man nun häufig von der Notwendigkeit des Umbaus des Waldes in naturnahe Laub-, Misch- Wälder oder man spricht von nachhaltiger  Forstwirtschaft. Allerdings gibt es auch Unterschiede in der Auslegung des Begriffs „Naturnähe“.
    (Für manche Fachleute reicht es schon, wenn viele unterschiedliche Bäume angepflanzt werden, für die anderen ist der ganze Wald incl. des Bodens ein komplexes Ökosystem, bei dem der Mensch letztendlich nicht weiß, wie sich seine Eingriffe auswirken.)

    Herr Dr. Fähser und inzwischen viele andere Kollegen vertreten die naturnahe Waldbewirtschaftung, wie sie 1994 im Lübecker Stadtwald eingeführt wurde. Seitdem ist das sog. „Lübecker Modell“ eines  der intensivst forstwirtschaflich untersuchten Konzepte, welches zunehmend auch an anderen Orten in Deutschland eingeführt wird.

    Im Juni 23 erließ die EU Wald-Richtlinien namens „closer to nature forest management“. In diesen wird das Konzept aus Lübeck als als „best practice“, also als ein besonders gutes  Beispiel aus der Praxis erwähnt. (S. 65 ff)
    In diesem eher ökosystemorientieren Umgang mit Wirtschaftswäldern bedeutet es z.B., dass man nicht einfach bestimmte von uns Menschen auserkorene „Zukunftsbäume“ irgendwo hin pflanzt, sondern man beobachtet die Natur, in der viele miteinander verbundenen Faktoren eine Rolle spielen, die uns nicht immer bekannt sind.
    Zugrunde liegt die Beobachtung, dass höchste Produktivität in Wäldern die eher natürlichen „Waldgesellschaften“ haben. Das bedeutet, dass die höchste ökonomische Ertragsfähigkeit in naturnahen Wirtschaftswäldern zu erzielen ist. Ganz nach dem Grundsatz: Ökologie sichert Ökonomie.
    Denn tatsächlich schneidet das Konzept betriebswirtschaftlich besser ab als die meisten derzeit praktizierten Vorgehensweisen. Diese Erkenntis stellt einiges des „gesicherten“ forstwirtschaftlichen Wissens in Frage und scheint sie gar zu widerlegen.

    Die Erfahrungen im Lübecker Stadtwald haben auch viele Förster zu der Auffassung ermutigt, dass naturnahe, wenig gestörte Wirtschaftswälder ein hohes Maß zur Anpassung an Veränderungen und als Senke für das Klimagas CO 2 entwickeln.

    In seinem Vortrag am 20.10. um 18. 00 Uhr im Forum Wegberg, (Stadthalle, Burgstraße), und beim Spaziergang am 21.10. um 10.00 Uhr im Buchholzer Wald ( Parkplatz Wickrathberg) zeigt Dr. Lutz Fähser leitender Forstdirektor i.R. zeigt wie es gehen kann.

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  • Hat unser Wald eine Zukunft?-Unser Wald hat Zukunft

    Hat unser Wald eine Zukunft?-
    Unser Wald hat Zukunft

    Wie wird unser Wald zukunftsfähig?

    Wir leben in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens. Auch unser   Wald ist  in Mitleidenschaft gezogen.
    Auf der anderen Seite wird der Wald sowohl für den Schutz der biologischen Vielfalt wie auch für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels eine große Rolle spielen. Dies gilt nicht nur für den Regenwald sondern auch für den deutschen Wald.

    Das wirft die Frage auf: Wie können wir mit Wald umgehen, damit aus ihm ein anpassungsfähiger Zukunftswald wird?
    Wie kann ein widerstandfähiger, sog. klimaresilienter Wald aussehen, der ein Höchstmaß an CO 2 speichert, weiterhin unsere Luft reinhält, den Wasserkreislauf regelt, unsere Umgebung abkühlt, das Wasser im Boden speichert, uns Menschen als Erholungsraum dient und den Rohstoff Holz liefern soll?

    Der Lübecker Stadtwald gilt als Vorreiter der naturnahen Waldbewirtschaftung.
    Dieses  seit gut 30 Jahren dokumentierte Modell, kann hervorragend als Referenz für einen Mehrzweckwald genutzt werden.

    Herr Dr. Fähser sieht sich als Vermittler dieses Modells und auch Vermittler der sich scheinbar zu widersprechenden Anforderungen an den Wald. 

    Zur Person:
    Dr. Lutz Fähser, Dipl. Forstwirt, Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre , leitender Forstdirektor i.R., Leiter von Forstämtern im Staats-, Kommunal- und Privatbesitz, Mitarbeit in zahlreichen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, langjähriger Lehrbeauftragter an der Universität Kiel, (ehrenamtliche Funktion im BUND auf Bundes-, Landes- und Kreisebene).

    Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Fähser uns im Kreis Heinsberg besucht, und am 20.10. einen öffentlichen Vortrag im Forum Wegberg hält und am 21.10. gibt es einen Spaziergang im Buchholzer Wald,  zu dem alle interessierten Bürger eingeladen sind.

    Erst einmal etwas Grundsätzliches zum Thema Wald; Warum ist der Wald wichtig?
    Wälder sind wertvoll. Sie versorgen uns mit lebenswichtigen Dingen wie z.b.  frischer Luft und Wasser, Kühlung und verhindern Bodenabnutzung bis hin zu Erdrutschen. (Erosionsschutz).
    Weiterhin sind  Wälder  Heimat  einer Vielzahl  von Tieren, Pflanzen und Pilzen. Sie liefern Holz und bieten uns einen wunderbaren Raum, in dem wir uns erholen können. 
    Im Klimawandel soll der Wald auch eine wichtiger Co 2 Senker sein und in heißen Sommern ist er in der Lage, seine Umgebung herunterzukühlen .

    Diese kostenlosen Gaben des Waldes werden auch als Ökosystemleistungen bezeichnet.
    An unseren Wald werden also einerseits viele Anfordernisse gestellt, andererseits ist er durch mehrere Faktoren wie z.B. den Klimawandel und Übernutzung selbst sehr  in Mitleidenschaft gezogen, wie es auch der Waldzustandbericht der Bundesumweltamtes von 2022 zeigt.

    Daher  stellt sich die Frage:
    Welche Art von Wald wird diesen unterschiedlichen Anforderungen am besten gerecht und wie passt hier die Idee einer naturnahen Bewirtschaftung hinein?
    Es ist klar geworden, dass naturferne Forste wie z.b. Fichten- oder andere Monokulturen dem Klimawandel nicht gewachsen sind, denn sie sind während der letzten heißen Sommer abgestorben.

    In der Forstwirtschaft spricht man nun häufig von der Notwendigkeit des Umbaus des Waldes in naturnahe Laub-, Misch- Wälder oder man spricht von nachhaltiger  Forstwirtschaft. Allerdings gibt es auch Unterschiede in der Auslegung des Begriffs „Naturnähe“.
    (Für manche Fachleute reicht es schon, wenn viele unterschiedliche Bäume angepflanzt werden, für die anderen ist der ganze Wald incl. des Bodens ein komplexes Ökosystem, bei dem der Mensch letztendlich nicht weiß, wie sich seine Eingriffe auswirken.)

    Herr Dr. Fähser und inzwischen viele andere Kollegen vertreten die naturnahe Waldbewirtschaftung, wie sie 1994 im Lübecker Stadtwald eingeführt wurde. Seitdem ist das sog. „Lübecker Modell“ eines  der intensivst forstwirtschaflich untersuchten Konzepte, welches zunehmend auch an anderen Orten in Deutschland eingeführt wird.

    Im Juni 23 erließ die EU Wald-Richtlinien namens „closer to nature forest management“. In diesen wird das Konzept aus Lübeck als als „best practice“, also als ein besonders gutes  Beispiel aus der Praxis erwähnt. (S. 65 ff)
    In diesem eher ökosystemorientieren Umgang mit Wirtschaftswäldern bedeutet es z.B., dass man nicht einfach bestimmte von uns Menschen auserkorene „Zukunftsbäume“ irgendwo hin pflanzt, sondern man beobachtet die Natur, in der viele miteinander verbundenen Faktoren eine Rolle spielen, die uns nicht immer bekannt sind.
    Zugrunde liegt die Beobachtung, dass höchste Produktivität in Wäldern die eher natürlichen „Waldgesellschaften“ haben. Das bedeutet, dass die höchste ökonomische Ertragsfähigkeit in naturnahen Wirtschaftswäldern zu erzielen ist. Ganz nach dem Grundsatz: Ökologie sichert Ökonomie.
    Denn tatsächlich schneidet das Konzept betriebswirtschaftlich besser ab als die meisten derzeit praktizierten Vorgehensweisen. Diese Erkenntis stellt einiges des „gesicherten“ forstwirtschaftlichen Wissens in Frage und scheint sie gar zu widerlegen.

    Die Erfahrungen im Lübecker Stadtwald haben auch viele Förster zu der Auffassung ermutigt, dass naturnahe, wenig gestörte Wirtschaftswälder ein hohes Maß zur Anpassung an Veränderungen und als Senke für das Klimagas CO 2 entwickeln.

    In seinem Vortrag am 20.10. um 18. 00 Uhr im Forum Wegberg, (Stadthalle, Burgstraße), und beim Spaziergang am 21.10. um 10.00 Uhr im Buchholzer Wald ( Parkplatz Wickrathberg) zeigt Dr. Lutz Fähser leitender Forstdirektor i.R. zeigt wie es gehen kann.

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  • Naturschutzgebiet Volksgarten

    Naturschutzgebiet Volksgarten

    Seit Jahrhunderten wurde der Wald von uns Deutschen verehrt.

    Bäume wie die deutsche Eiche waren Sinnbild für die Standfestigkeit des germanischen Volkes. Viele Mythen und Sagen umranken die Bäume. Ein Baum ist Sinnbild für Leben und Wachstum. Er spendet uns den lebensnotwendigen Sauerstoff und bietet unzählig vielen Tieren ein zu Hause. Wenn man ihn nur wachsen lässt.

    Diese Wesen kommunizieren untereinander und versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen. Dies lehrt uns Peter Wohlleben. Unsere Lebensart hat unsere besten Freunde krank gemacht. Ob das Waldsterben in den 80er Jahren durch sauren Regen, oder die aktuelle Sterberate. Nichts hat uns gelehrt in unserer modernen Welt mit diesem für uns lebensnotwendigen Mitbewohner respektvoll umzugehen.

    In den Wintermonaten wird dem Patienten Wald von der MAGS und den beauftragten Firmen „geholfen“. Die großen Maschinen lassen die schlafenden Riesen fallen. Es schaudert einen, wenn man von weitem schon die Sägen und großen Schredder hört. Schwere Maschinen verdichten den Waldboden damit die Reste der Toten am Stück abtransportiert oder gleich geschreddert werden können.
    Längst versucht man in anderen Gebieten wieder auf Pferde zurückzugehen, damit der Boden geschont wird. Dies wird zum Teil sogar gefördert.  In Mönchengladbach ist das undenkbar.
    Unsere Nachbarkommune Grevenbroich hat nun den Kollegen Moritz im Einsatz. Eine kleine Raupe die zumindest bodenschonender arbeitet, wenn man schon glaubt eingreifen zu müssen.  Man gewinnt im Volksgarten den Eindruck, es geht nur um das Holz und somit um ein gutes Geschäft. Auch die Wege werden immer wieder in Mitleidenschaft gezogen. Dem Spaziergänger bietet sich ein Bild der Zerstörung in allen Bereichen.

    Vor wenigen Jahren noch konnte man im Volksgarten Runden im Schatten gehen. Nun bekommt man auch dort Angst vor Sonnenbrand. Wo sind die großen Bäume alle hin? Sind sie alle krank?
    Den ersten großen deutschen Nationalpark im bayerischen Wald hat man nach einer Borkenkäferkatastrophe sich selbst überlassen. Heute ist dies ein resistenter, bunt gemischter Wald.  Das zeigt, die Natur kann sich selbst helfen.

    Unser oberster Förster, Herr Stopps, kommt immer wieder in Erklärungsnot, dem Bürger die Abholzungen und den Schwund zu vermitteln. Neben Krankheiten wird immer wieder auch die Verkehrssicherung angeführt. Um diese zu gewährleisten, müsste man alle Bäume dann kappen, wenn ihre Krone einen Weg berühren würde, sollten sie umfallen. Was würde dann noch stehen bleiben?
    Jeder, der sich in den Wald begibt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass ihm etwas auf den Kopf fallen könnte.  Für diejenigen, die das nicht wissen kann man Warnschilder aufstellen.

    Viele Spaziergänger schätzen die Wälder. Manche benutzen diesen aber zur Müllentsorgung. Ob Sofas, Ölkanister oder Kleidung. Selbst das beliebte Bon-Bon Papierchen fallen zu lassen ist eine Verschmutzung, die nur schwierig abgebaut wird. Taschentücher brauchen ca. fünf Jahre bis diese abgebaut werden.
    Wenn man schon meint, Pfiffi braucht einen sauberenn Po, kann man die Feuchttücher gleich mit in die Kottütchen packen, die allen Hundebesitzern bekannt sein sollten.

    Zigarettenkippen, die man auch schon in verhungerten Vögeln gefunden hat, oder auch Glasscherben sind eine Gefahr, die man nicht unterschätzen sollte. Für eine bessere Aufklärung hat der NABU Mönchengengladbach ein Informationsplakat entworfen, das man für die Deppen an jedem Waldeingang platzieren sollte.

    Die Bezirksvertretung Ost hat beschlossen wenigstens den Eichhörnchen zu helfen und Seile über Straßen spannen zu lassen. So sollen diese geschickten Kletterer gefahrloser von einer Seite auf die andere kommen. Fragt sich nur, wann diese installiert werden sollen. Vom Beschluss bis zur Durchführung hat man oft Zeit in dieser Stadt. Wenn man sich nicht beeilt, sollte man vielleicht über Katapulte nachdenken. Bäume die hoch genug sind, um die Seile anzubringen werden langsam rar.

    Wenn wir unsere Wälder schützen möchten, müssen alle mehr dafür tun. Neue Bäume pflanzen reicht bei weitem nicht aus. Bis die Setzlinge eine mehrere hundert Jahre alten Baum ersetzen können vergeht zu viel Zeit. Die haben wir nicht mehr.

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  • „Raus mit Klaus“ zur Alten Tanke im Gründerzeitviertel

    „Raus mit Klaus“ zur Alten Tanke im Gründerzeitviertel

    Am Sonntag, 9. August findet bereits der vierte Spaziergang der Motto-Reihe „Grün vor Ort – raus mit Klaus“, organisiert von Bündnis 90 / Die Grünen in Mönchengladbach, statt.

    Am Sonntag um 10 Uhr lädt  der grüne Oberbürgermeisterkandidat Boris Wolkowski sowie der grüne Kandidaten der Bezirksvertretung Nord, Klaus Bartels, interessierte AnwohnerInnen zu einem Rundgang durch das Gründerzeitviertel ein. Treffpunkt ist an der Eiche in der Kaiserstraße/ Ecke Sittardstraße. Diskutiert und informiert wird über die Grünsituation im Quartier und mögliche weitere Projekte. Das Ende des Rundgangs wird gegen 12 Uhr sein. Auch für alle Bürgerinnen und Bürger, die generell am Erhalt einer gesunden und vielfältigen Innenstadtbegrünung interessiert sind, werden Ideen präsentiert.

    Im Anschluss gibt es wie immer Möglichkeiten zum privaten Gedankenaustausch und Gespräch unter den Teilnehmern.

    Eine Anmeldung für Interessierte ist vor dem Hintergrund der Corona-Auflagen unter Telefon 02161 – 206404 unbedingt erforderlich.

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  • Klimageschädigter Wald: Mehr Forstpersonal in Mönchengladbach gefordert

    Klimageschädigter Wald: Mehr Forstpersonal in Mönchengladbach gefordert

    Immer mehr heimische Bäume könnten Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen – wenn nicht deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder getan wird.

    Davor warnt die Gewerkschaft IG BAU und fordert zusätzliches Forstpersonal auch in Mönchengladbach. „Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zwar im Rahmen des Waldpakts eine Million Euro für landesweit 20 neue Stellen im Forst bereitgestellt.
    Die sind aber befristet und reichen angesichts des Ausmaßes der Schäden bei weitem nicht aus“, kritisiert der Bezirksvorsitzende der IG BAU Düsseldorf, Uwe Orlob. Es sei völlig unklar, woher das nötige Personal für die Wiederbewaldung kommen solle.

    Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums dürften in Nordrhein-Westfalen 2018 bis 2020 insgesamt rund 35 Millionen Kubikmeter Schadholz anfallen. Extreme Wetterlagen und Schädlinge wie der Borkenkäfer werden demnach bis Jahresende eine Waldfläche von
    68.000 Hektar vernichtet haben.
    „Auch wenn es zuletzt nicht so heiß war wie in den Vorjahren, bleibt die Lage für die Bäume dramatisch. Die Monokulturen aus Fichten und Kiefern sind besonders betroffen“, so Orlob.
    Laut Bundeswaldinventur machen Nadelbäume 41 Prozent der knapp 910.000 Hektar des NRW-Waldes aus.
    Mittlerweile sei teilweise sogar die Buche gefährdet. Diese seit Jahrtausenden in Deutschland heimische Art leide zunehmend unter ausgetrockneten Böden und Pilzbefall. Um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssten zusätzliche Mischwälder angelegt und resistente
    Baumarten angeplanzt werden. „Das aber ist eine Mammutaufgabe, für die es viel mehr Förster und Forstwirte braucht als bislang. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen“, betont der Gewerkschafter. Da Forstwirte sich nun auch verstärkt um die Privatwälder zwischen Rhein und Weser kümmern müssten, entstehe ein zusätzlicher Bedarf.

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  • Raus mit Klaus in den Buchholzer Wald

    Raus mit Klaus in den Buchholzer Wald

    Der nächste grüne Spaziergang, „Raus mit Klaus“, findet in Abstimmung mit dem NABU Mönchengladbach im Buchholzer Wald mit dem grünen Oberbürgermeisterkandidaten Dr. Boris Wolkowski und dem Baumexperte Klaus Barthels statt.

    Der Termin ist Sonntag, der 26. Juli 2020 von 10 – 12 Uhr. Treffpunkt des weit im Gladbacher Südwesten gelegenen Waldes ist der kleine Parkplatz am Sportplatz des FC Blau-Weiß Wickrathhahn. Zu erreichen von der Straße Am Haselbusch, über den Farnweg, dann links ab in die Straße Auf der Bült. Der Sportplatz am Waldrand ist von dort schon gut zu erkennen.

    Das Hauptthema beim Spaziergang wird die Erörterung der Frage sein, ob der Buchholzer Wald in einen naturnahen geschützten Wald (Urwald?) der weitestgehend ohne menschliche Eingriffe auskommt, umgewandelt und dauerhaft geschützt werden kann.
    Der Klimawandel und die Auswirkungen des nahe gelegenen Tagebaues Grazweiler werden natürlich bei der Diskussion vor Ort eine wichtige Rolle spielen.

    Eine Anmeldung für Interessierte ist vor dem Hintergrund der Corona-Auflagen unter Telefon 02161 – 206404 unbedingt erforderlich.

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