Schlagwort: Wohnungslosenhilfe

  • Tag der offenen Tür bei der Wohnungslosenhilfe der Diakonie

    Tag der offenen Tür bei der Wohnungslosenhilfe der Diakonie

    Am Samstag, 3. September in der Zeit von acht bis zwölf Uhr öffnet die Wohnungslosenhilfe der Diakonie an der Kapuzinerstraße 44 ihre Pforten für alle interessierten Bürger und Bürgerinnen.

    „Wer während seines Einkaufs auf dem Wochenmarkt Appetit bekommen hat, oder sich auf das gleichzeitig stattfindende Stadtschützenfest einstimmen will, der kann sich bei uns wie unsere Klienten auch mit einem kostenlosen Frühstück stärken“, sagt Fachbereichsleiterin Brigitte Bloschak: „Wir möchten uns mit Interessierten austauschen und über unsere Angebote informieren. Alle Kolleginnen und Kollegen werden daher anwesend sein und von den Aktivitäten der beiden Café Pflaster, der Beratungsstellen und der medizinischen Betreuung von Obdachlosen berichten.“

    Flyer und anderes Informationsmaterial liegen aus. Wenn das Wetter es zulässt, finden Gespräche auch auf der Gasse vor dem Haus der Diakonie statt. Mit der Aktion will die Diakonie auf die Wohnungsnot aufmerksam machen, die auch Mönchengladbach längst erreicht hat.

    Ihren Tag der offenen Tür veranstaltet die Diakonie im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „WOHNUNG_LOS“, die vom 8. bis zum 16. September geht. Jährlich am 11. September wird der „Tag der Wohnungslosen“ begangen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG W) organisiert die Woche.  Mehr als hundert Träger, Verbände und Organisationen nehmen an der Aktion teil. Sie unterstützen damit öffentlich den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung, Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit bis zum Jahr 2030 zu überwinden.

    Im Rahmen der Kampagne benennt die BAG W fünf Kernforderungen für den Nationalen Aktionsplan: Bezahlbaren Wohnraum auch für wohnungslose Menschen zu schaffen und vorhandenen stärker zu sichern, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, menschenwürdige Unterbringung zu garantieren und Krankenversorgungsschutz sowie Zugang zur gesundheitlichen Versorgung für alle zu bieten.

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Caritasverband übernimmt Geschäftsbesorgung für Verein Wohlfahrt

    Caritasverband übernimmt Geschäftsbesorgung für Verein Wohlfahrt

    Die stationäre Wohnungslosenhilfe „Anna-Schiller-Haus“ und das dortige betreute Wohnen, das ambulant betreute Wohnen im Edmund-Erlemann-Haus am Kirchplatz, der Tagestreff Bruno-Lelieveld-Haus: Das sind bewährte Einrichtungen des 1896 gegründeten Vereins Wohlfahrt, der sich der Hilfe für wohnungslose und seelisch behinderte Menschen verschrieben hat und heute über 20 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Unternehmensführung hat er nun dem Caritasverband Region Mönchengladbach übertragen.

    „Wir wussten, dass unser langjähriger Geschäftsführer Martin Dalz Ende vergangenen Jahres mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in den verdienten Ruhestand gehen würde. Deshalb haben wir schon vor zwei Jahren angefangen zu überlegen, wie es danach weitergehen könnte mit dem Verein Wohlfahrt“, sagt dessen Vorsitzender Norbert Leyendeckers. Er würdigt das große Engagement von Martin Dalz, der seit 1995 im Verein Wohlfahrt beschäftigt und seit 2005 dessen Geschäftsführer war.

    Dalz selbst brachte den Caritasverband ins Spiel. Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa und er hatten bereits bei mehreren Projekten gut zusammengearbeitet, beispielsweise bei „Housing First“, einem Modellprojekt der Wohnungslosenhilfe, oder beim Mittagstisch für Wohnungslose, den der Caritasverband seit gut einem Jahr an zwei Tagen in der Woche anbietet.

    „Für uns ist das eine Premiere, denn zum ersten Mal übernehmen wir die komplette Geschäftsführung für einen anderen Verein. Wir freuen uns, wenn wir dazu beitragen, die Einrichtungen und Dienste des Vereins Wohlfahrt langfristig zu sichern“, erklärt Dr. Christof Wellens, Vorsitzender des regionalen Caritasverbandes. Die Kooperation passe gut, weil sowohl der Caritasverband als auch der Verein Wohlfahrt katholische Träger sozialer Einrichtungen in Mönchengladbach seien. Christof Wellens betont: „Wir übernehmen die Geschäftsbesorgung, aber nicht den Verein Wohlfahrt. Er bleibt ein eigenständiger Verein mit dem bewährten Vorstand, es ändert sich weder der Name noch das Aufgabenspektrum.“

    Frank Polixa weist auf die Bedeutung des Kooperationspartners hin: „Der Verein Wohlfahrt leistet eine ungemein wichtige Aufgabe in dieser Stadt. Hinter Wohnungslosigkeit stehen oft ganz bittere menschliche Schicksale. Es ist das große Verdienst des Vereins Wohlfahrt, dass er sich um diese Menschen kümmert und ihnen beisteht. Er ist Helfer und Anwalt der Ärmsten der Armen.“

    Sowohl Polixa als auch Martin Dalz befürchten, dass es künftig mehr wohnungslose Menschen in Mönchengladbach geben wird. „Leider deutet alles darauf hin, dass sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiter verschärft und die Preise angesichts extrem steigender Baukosten und Energiepreise weiter stark anziehen werden“, sagt Frank Polixa. In der Stadt fehlten schon heute preiswerte Wohnungen, und die Rahmenbedingungen beim sozialen Wohnungsbau seien für Investoren sehr unattraktiv. Gleichzeitig habe die Corona-Pandemie viele Menschen in wirtschaftliche oder psychische Schwierigkeiten gebracht.

    „Umso wichtiger ist es, dass wir auch in Zukunft für Obdachlose da sind“, erklärt Martin Dalz, der dem Verein Wohlfahrt auch im Ruhestand für einige Stunden in der Woche zur Verfügung steht. Deshalb sei er froh über die Geschäftsbesorgung durch den Caritasverband, zumal ein großer Träger auch auf gesetzliche Änderungen und Neuerungen besser reagieren könne. „Wir haben nun die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die bewährte Arbeit mit modernen Mitteln weitergeführt wird“, fügt Dalz hinzu.

    Info

    Verein Wohlfahrt

    Der 1896 von der kath. Hauptpfarre St. Mariä Himmelfahrt gegründete Verein Wohlfahrt ist Träger von fünf sozialen Einrichtungen sowie Gesellschafter des „Volksvereins“ und des „Katharinenstifts“ mit zwei Altenheimen in Mönchengladbach. Der 2015 verstorbene Pfarrer und Probst Edmund Erlemann war jahrzehntelang Vorsitzender des Vereins und wurde danach zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

    Caritasverband Region Mönchengladbach

    Der Caritasverband unterhält bisher mehrere Projekte, aber keine eigenen Einrichtungen in der Wohnungslosenhilfe. Er beschäftigt rund 830 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Mönchengladbach, Korschenbroich und Jüchen. Außerdem engagieren sich etwa 300 Menschen ehrenamtlich für den Verband.

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!