„Schreiben – Freunde – Familie. Heinrich Lersch 1889 – 1936“
Ausstellung mit Symposium im Museum Schloß Rheydt

Am Samstag, dem 13. September findet von 14.00 bis 18.00 Uhr zur Ausstellung ein Symposium im Museum Schloß Rheydt statt.

Anläßlich des 125. Geburtstages von Heinrich Lersch werden auch Werke seiner künstlerischen Zeitgenossen und Freunde vorgestellt.
Diese Ausstellung paßt in den Rahmen der Reihe „1. Weltkrieg“ die seit einigen Monaten immer andere Aspekte dieser Zeit vorstellt.
Der Beigeordnete Dr. Gert Fischer sprach im Grußwort schon das Gedicht: „Soldatenbrief“ von 1914 an, wo der berühmt gewordene Vers steht “ Deutschland muß leben, auch wenn wir sterben müssen!“.
Der Arbeiterdichter wurde nun auch in den Krieg hineingezogen.
Das Leben von Heinrich Lersch war – so würde man heute sagen: Chaotisch. Von Geburt (in Dahl-Landwehr) an kränklich, wechselte er seine Ansichten zu Politik und Gesellschaft des öfteren.

 

Zur Ausstellung sprach Dr. Wiegmann einige einleitende Worte, ehe das Gespräch mit Martin Lersch, einem Enkel des Dichters, fortgeführt wurde. Er konnte aus seinem eigenen Erleben nur wenig beisteuern, denn
er hat seinen Opa nicht kennengelernt. Sicher wurde er schnell damit konfrontiert, dass er einen berühmten Opa hatte – siehe auch im Vorwort zu einem Buch mit dem gleichen Titel wie die Ausstellung, welches im Frühjahr erschienen ist.
Dieses ist lesenwert, genau wie die Ausstellung sehenswert ist, und einen Überblick über das Leben Lerschs und seiner vielen Freunde zeigt, mit Bildern, Zeichnungen, Briefen, Porträts und der Totenmaske des Künstlers, denn in diesen Kreisen bewegte er sich, ob zwischenzeitlich mit Pankok auf Capri oder mit Hein Minkenberg vom Niederrhein.
Überrascht werden Besucher der Ausstellung auch einen Amboß finden, denn eine Kesselschmiede auf der Stadtgrenze Gladbach-Rheydt war seine Heimat.
Auf dem Hauptfriedhof wurde Heinrich Lersch in einem Ehrengrab der Stadt Mönchengladbach beigesetzt.
Vom 12. September bis zum 19. Oktober zeigt das Museum Schloß Rheydt eine Ausstellung im Kabinettausstellungsraum.