Stele markiert Verlauf des Landschaftsbandes um den Tagebau

Stele in Wanlo im Landschaftsband des Tagebaus Garzweiler; Foto: Zweckverband Landfolge Garzweiler

Der interkommunale Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler hat eine weitere Stahlstele zur Markierung des entstehenden Landschaftsbandes rund um den Tagebau errichtet: Im Mönchengladbacher Stadtteil Wanlo steht in unmittelbarer Nähe des Tagebaus Garzweiler die inzwischen fünfte Stele, weitere rund um den Tagebau werden folgen.
„Wo derzeit noch Tagebau betrieben wird, entstehen parallel bereits neue Landschaften, neue Lebensräume und Schritt für Schritt auch neue Infrastruktur. Wir planen in den kommenden Jahren, das direkte Tagebauumfeld mit einem Rundweg zu einem besonderen Erlebnis für die Menschen auszubauen“, so Verbandsvorsteher und Mönchengladbachs Stadtdirektor Dr. Gregor Bonin.
Einzigartige Zeugnisse des Tagebaus
Die rund drei Meter hohen Stelen sind selbst einzigartig: Sie stammen aus der Werkstatt der Tagebautreibenden RWE Power AG und sind Reststücke von erforderlichen Ersatz- und Austauschteilen für die Großmaschinen im Bergbau. Da die Platten der Witterung ausgesetzt sind, erhalten sie über die Zeit ihre rostige Oberfläche. Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbands: „Die Tagebaulandschaft dominiert insgesamt das Landschaftsbild noch viele Jahre. Mit den Stelen setzen wir kräftige Zeichen im landschaftlichen Umfeld, die eine Brücke in die Zukunft nach dem Tagebau schlagen.“

Das Landschaftsband, dessen Bestandteil die Stelen sind, ist seit Gründung des Verbandes 2017 ein zentrales Projekt der Gestaltung der so genannten Tagebaufolgelandschaften. Rings um den Tagebau entstehen schrittweise neue Grünflächen und neue Landschaften. So umfasst der Tagebau aktuell eine Betriebsfläche von 35 Quadratkilometern, aber bereits 44 Quadratkilometer rekultivierte Landschaften. Entlang eines Rundwegs an der Tagebaukante werden unterschiedliche Landschaften mit vielfältigen, oftmals landwirtschaftlichen Nutzungen erlebbar. Schrittweise entsteht zudem ein neues Erholungsgebiet, nicht nur für die Stadt Mönchengladbach, sondern ebenso für Jüchen, Grevenbroich, Erkelenz und Titz.

Schließlich entstehen auch Flächen für den Naturschutz und die Biodiversität mit großer Artenvielfalt.
Perspektivisch werden auch Bauten in das Projekt integriert. Dazu zählt insbesondere das entstehende Besucherzentrum mit umfassender Ausstellung zum Braunkohletagebau Garzweiler, das 2025 im Erkelenzer Ortsteil Holzweiler eröffnen wird.
Dieses Besucherzentrum liegt selbst unmittelbar am Rand des Tagebaus im verbindenden Rundweg des Tagebauumfeldes.

Der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler wird von den Städten Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen,
Grevenbroich sowie der Landgemeinde Titz getragen. Der interkommunale Verband umfasst damit ein
Gebiet, in dem mehr als 400.000 Menschen leben.
Das Unternehmen RWE Power AG und die Region Köln-Bonn e.V. gehören dem Verband als beratende Mitglieder an. Die Geschäftsstelle befindet sich direkt am Tagebau im Erkelenzer Ortsteil Kuckum.

Verbandsvorsteher ist Dr. Gregor Bonin, Geschäftsführer Volker Mielchen. Der Zweckverband wurde 2017 gegründet und bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau sowie Infrastruktur.
Zentrale Aufgabe des Verbandes ist die Entwicklung und Umsetzung von Projekten in der Tagebaufolgelandschaft und ihrer Umgebung. Darüber hinaus unterstützt der Zweckverband die Mitgliedskommunen bei der Umsetzung eigener Strukturwandelprojekte und vertritt ihre Interessen in der überregionalen Zusammenarbeit der Tagebauregionen im Rheinland.

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