Hakenkreuzschmierereien, Sachbeschädigung und Bedrohungen – über Nacht vom 14.04. auf den 15.04.2026 wurde „Queers an der Niers e. V.“, das Queere Zentrum Mönchengladbach, das Ziel von Vandalismus.
Als Queeres Netzwerk NRW verurteilen wir diesen rechtsextremen Angriff. Er ist ein trauriger Beleg dafür, wie sehr der Hass und die queerfeindliche Hetze rechtsextremer Akteur*innen verfangen und schlussendlich zu gewaltvollen Taten werden. Solche Angriffe wollen nicht einfach nur einschüchtern, sondern Vielfalt grundsätzlich verdrängen.
„Der Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach bestätigt erneut die Zunahme queerfeindlicher Gewalt in unserer Gesellschaft. Rechtsextreme agieren dabei nicht mehr nur mit Worten, sondern auch mit direkter Gewalt. Unsere volle Solidarität gilt den Betroffenen. Von der Kommunal- und Landespolitik erwarten wir endlich ein entschlossenes und wirksames Vorgehen gegen Queerfeindlichkeit.“, so Laura Becker, Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW.
Es benötigt dringend weitere Maßnahmen zum Schutz vor und zur Prävention von Queerfeindlichkeit. Dazu gehören LSBTIAQ*-Beauftragte in allen Kommunen, landesweite Akzeptanzkampagnen, Stärkung der Meldestellen, Sensibilisierung der Polizei sowie eine unmissverständliche und öffentliche Verurteilung von Hass und Gewalt gegen LSBTIAQ*. Wir fordern sowohl die Politik als auch die Zivil- und Mehrheitsgesellschaft dazu auf, eng zusammenzurücken und sich dem Hass entgegenzustellen: Verurteilt Gewalt und zeigt sichtbar Haltung für demokratische Werte und eine offene Gesellschaft.
Der Vorstand des Queers an der Niers e. V. – Queeres Zentrum Mönchengladbach:
Angriff auf unser Zentrum: Wir lassen uns nicht einschüchtern
In der Nacht wurde das queere Zentrum Ziel eines Angriffs. Fensterscheiben wurden eingeschlagen und die Scheiben selbst mit nationalsozialistischen Symbolen und Drohungen beschmiert.
Für uns ist klar: Das ist kein Zufall und kein harmloser Vandalismus, sondern ein bewusst gesetztes Zeichen. Wer Hakenkreuze hinterlässt und queere Räume angreift, verfolgt ein Ziel: Menschen einzuschüchtern, Angst zu erzeugen und queeres Leben aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen.
Das queere Zentrum ist ein Schutzraum, ein Begegnungsort und ein sichtbarer Ausdruck von Vielfalt in Mönchengladbach. Genau diese Sichtbarkeit ist angegriffen worden – und genau deshalb ist es für uns keine Option, uns zurückzuziehen.
Wir bleiben offen. Wir bleiben sichtbar. Und wir bleiben laut.
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### Dieser Angriff geht uns alle an
Der Angriff richtet sich nicht nur gegen uns als Verein. Er richtet sich gegen alle Menschen, die für ein offenes, demokratisches und vielfältiges Mönchengladbach stehen.
Deshalb reicht es jetzt nicht aus, betroffen zu sein oder sich im Stillen zu distanzieren. Jetzt braucht es eine klare, gemeinsame Haltung.
Wir rufen die gesamte Stadtgesellschaft dazu auf, sich sichtbar zu positionieren:
* Vereine und Initiativen
* demokratische Parteien und Fraktionen
* Kirchen, Verbände und Organisationen
* engagierte Bürger*innen
Zeigt euch solidarisch. Öffentlich und unmissverständlich.
Kommt vorbei, sucht das Gespräch, zeigt Präsenz. Lasst uns gemeinsam deutlich machen, dass Hass und Einschüchterung in dieser Stadt keinen Raum bekommen.
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### Erwartung an Politik und Behörden
Wir erwarten eine konsequente Aufklärung dieser Tat und eine klare Einordnung als rechtsextrem motivierter Angriff.
Darüber hinaus braucht es konkrete Maßnahmen, um queere Einrichtungen und andere bedrohte Orte besser zu schützen. Die Sicherheit von Menschen darf nicht vom Zufall abhängen.
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### Unsere Botschaft
Wer uns angreift, trifft auf Widerstand.
Wir sind Teil dieser Stadt. Und wir bleiben es.
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**Kontakt:**
Queers an der Niers e. V.
Queeres Zentrum Mönchengladbach
Kontakt: Vorstand@queereszentrum-mg.de
Tel: 01703459764

