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Mönchengladbacher Zeitung

„Erstmals Beschäftigtenrückgang in NRW: Unter Minister Laumann geht´s mit der Pflege bergab“

Erstmals seit dem Jahr 1999 geht die Anzahl der Beschäftigten in der Pflege in Nordrhein-Westfalen zurück.

Ende 2023 waren es 0,6 Prozent (1.583 Personen) weniger als zwei Jahre zuvor. Bei den ambulanten Pflegediensten betrug der Rückgang sogar 1,2 Prozent. Diese Zahlen hatte IT.NRW heute Morgen bekanntgegeben. Erst vor wenigen Wochen hatte IT.NRW verkündet, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von 2021 bis 2023 in Nordrhein-Westfalen um über 16 Prozent angestiegen war.
Der pflegepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Thorsten Klute sagt dazu:

„Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Es wird immer klarer: Unter Minister Laumann geht es mit der Pflege bergab. Während die Anzahl der Pflegebedürftigen im Land deutlich steigt, werden die professionellen Pflegekräfte weniger. Besonders die ambulanten Pflegedienste sind von diesem Schrumpfungsprozess betroffen. Dabei wird es gerade auf diese in den nächsten Jahren besonders ankommen. Fast 90 Prozent der Pflegebedürftigen in NRW werden zu Hause gepflegt. Sie und ihre Angehörigen brauchen dafür professionelle Unterstützung. Die ambulanten Pflegedienste und die Tagespflegen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Wenn Familien die Pflege demnächst noch stärker tragen müssen und Pflegebedürftigkeit nicht arm machen soll, dann ist all das zu stärken, was Familien stark macht.

Und was macht Minister Laumann in dieser Situation?
Er streicht den Pflegeschulen die Mittel für Investitionen zusammen. Von ursprünglich 7 Millionen in 2024 auf 2,2 Millionen in 2025. Und das scheint nicht genug zu sein: Außerdem kürzt er Jahr für Jahr de facto die Mittel für die Investitionsförderung in der ambulanten Pflege.
Seit fast 30 Jahren beträgt diese Förderung in NRW nahezu unverändert 2,15 Euro pro Leistungsstunde. I
m selben Zeitraum lag die Preissteigerung bei fast 70 Prozent. Jedes Jahr sind diese 2,15 Euro vom Land also weniger wert. So wird das nichts in NRW. 
Übrigens: Fast 13 Jahre davon fallen in die Amtszeiten von Minister Laumann. Die schwieriger werdende Lage in der Pflege in NRW ist zu einem großen Teil Ergebnis seiner Arbeit.“

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