Alle wollen die Bäume, trotzdem stimmte die CDU-Fraktion im Bauausschuss dagegen

Der Antrag auf Pflanzung von zusätzlichen Bäumen kommt aus dem Stadtbezirk Waldhausen, die Idee ist offenbar in den “Waldhausener Gesprächen“ entstanden.
Engagierte Bürger hatten beschlossen, und dies auch verbindlich und nachprüfbar dokumentiert, Patenschaften für zusätzliche Bäume aus dem 1000 Bäume-Programm zu übernehmen.

 

Nun weiß in Mönchengladbach mittlerweile wohl jedes Kind, die CDU mag dieses Bäume-Programm nicht, warum auch immer.
In der Sitzung des Bauausschusses am 28. Juni wurde dies wieder offenbar, als die CDU-Fraktion den Ampel-Koalitions-Antrag auf Prüfung, an welcher Straße im Stadtteil Waldhausen eine Wohnumfeld bezogene Aufwertung des Stadtteils durch das Anpflanzen von Bäumen angestrebt werden kann.

Grundsätzlich war Politik insgesamt einig in der Meinung, dieses Thema gehört in ein Gesamt-Konzept für alle Stadtteile.
Jedoch konnte und wollte die Ampel nicht das Engagement der Bürger einfach ablehnen. Dieses Engagement ist denn doch wichtiger als eine politische Befindlichkeit.

Trotz mehrerer Schlichtungsversuche des Ausschussvorsitzenden Horst Peter Vennen (SPD) konnte keine Einigung erreicht werden. Selbst die Intervention des Baudezernenten Andres Wurff verpuffte.

Die CDU will in den nächsten Ratszug einen eigenen Antrag einbringen mit dem Ziel, die Wohnumfeld Verbesserung konzeptionell zu strukturieren.

Fraktionssprecher Hans Wilhelm Reiners (CDU) erklärte im Bauausschuss abschließend: „ Wir lehnen den Antrag der Ampel nur deshalb ab, weil er nicht in einem Gesamtkonzept eingebunden ist.“ Das wurde so im Protokoll auf seinen Wunsch festgehalten.
Der Ampelantrag wurde mit Stimmenmehrheit angenommen

Die „Waldhausener Gespräche“ wurden 2006 ins Leben gerufen, nachdem im Rahmen einer Familienbefragung festgestellt wurde, dass die Informationen über die Angebote für Familien und die Angebotsstrukturen verbessert werden müssten.