Amazon baut neues Logistikzentrum in Rheindahlen – Mindestens 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen

v.l.n.r.: Bezirksvorsteher Arno Oellers, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Gregory Bryan ( Regionaldirektor Amazon Deutschland), Thomas Stricker (Ixocon, Leiter Projektentwicklung) und Dr. Ulrich Schückhaus (Geschäftsführer WFMG)

Amazon baut neues Logistikzentrum im Gewerbepark Rheindahlen

Mindestens 1.000 neue unbefristete Arbeitsplätze in Vollzeitbeschäftigung mit wettbewerbsfähigen Löhnen schafft Amazon im neuen Logistikzentrum in Rheindahlen.
Etwa 200 Kräfte, darunter auch zahlreiche Facharbeiter für die Bereiche Personalwesen, Management, EDV und Technik, werden als Erste ihre Arbeitsplätze in den ersten fertiggestellten Bauten auf dem 123.000 Quadratmeter großen Areal im Gewerbegebiet Rheindahlen beziehen.

Neben wettbewerbsfähigen Löhnen bietet Amazon Zusatzleistungen wie leistungsbezogene Prämien, eine Sonderzahlung zu Weihnachten und Mitarbeiter-Aktien. Hinzu kommen eine kostenlose Lebens- und Berufsunfähigkeitsvericherung, ein Pensionsfonds und Personalrabatte.

„Die Ansiedlung wird einen positiven Effekt auf dem Mönchengladbacher Arbeitsmarkt erzielen. Die Arbeitslosigkeit ging auch an unseren Standorten in Koblenz, Dortmund und Winsen bei Hamburg deutlich nach unten. In Mönchengladbach setzen wir bei 1.000 Arbeitsplätzen an, erfahrungsgemäß könnten sie noch einmal um weitere 500 aufgestockt werden. Wir werden mit der Agentur für Arbeit eng zusammen arbeiten“, teilte Gregory Bryan, Regionaldirektor Amazon Deutschland heute mit.

„Über die Ansiedlung von Amazon als weiterer Global Player in Mönchengladbach freue ich mich vor allem mit Blick auf die neuen Arbeitsplätze sehr. Ich wünsche mir natürlich, dass möglichst viele Mönchengladbacher einen Arbeitsplatz im neuen Logistikzentrum finden und dass diejenigen, die von außerhalb kommen, nach Mönchengladbach ziehen“, betonte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

„Unsere Stadt hat sich zu einem der Top-Standorte für Logistik in Deutschland entwickelt. Die Ansiedlung unterstreicht noch einmal die Bedeutung dieses Standortes in der Logistik-Branche“, unterstreicht Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördung Mönchengladbach (WFMG). Im vergangenen Jahr wurde die Stadt zum Logistikstandort des Jahres in NRW ausgezeichnet. „Und das wegen der hohen Arbeitsplatzintensität und der Qualifizierung der Arbeitsplätze. Die Logistik der Zukunft ist eine Kombination von Automatisierung und Beschäftigung“, ergänzt er mit Blick auf den Regiopark mit etwa 5.000 Arbeitsplätzen.

So werden neben den über 1.000 Beschäftigten auch bis zu 4.000 Roboter in dem zum Teil dreistöckigen Gebäudekomplex mit einer Grundfläche von insgesamt 55.000 Quadratmetern ihre Arbeit aufnehmen.
„Die Roboter bilden das Bindeglied zwischen den Regalen und den Mitarbeitern, die für Verpackung und Versand zuständig sind“, so Amazon-Chef Gregory Bryan. Amazon, das derzeit aufgrund steigender Kundennachfrage deutschlandweit sein Logistiknetzwerk ausbaut, hat für das Logistikzentrum mit dem Hamburger Projektentwickler Ixocon als Eigentümer des Geländes, einen Mietvertrag über eine Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen.

Mit den vorbereitenden Erdarbeiten wurde auf dem Grundstück an der Erkelenzer Straße bereits begonnen. Ende des Jahres soll ein erster Bauabschnitt bereits stehen, in dem dann auch die ersten Kräfte ihre Arbeit aufnehmen.

Mit Blick auf die Auswirkungen auf die verkehrliche Situation hatte Amazon ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, das von einer Worst-Case-Betrachtung ausgeht. Demnach weisen Maximalzahlen zum Weihnachtsgeschäft täglich 430 Lastwagen, darunter 50 Sprinter, auf, die von der A 61 (Ausfahrten Holt und Rheydt) sowie aus dem Raum Heinsberg, wo Amazon-Partner Hermes bereits angesiedelt ist, das Gewerbegebiet im Westen Rheindahlens ansteuern.
„Diese Spitzenwerte beziehen sich auf die Wochen vor Weihnachten. Im Normalbetrieb liegen die Zahlen 50 bis 60 Prozent darunter. Außerdem erlaubt uns der Betrieb in vier Schichten, den Pkw-Verkehr der Mitarbeiter zu reduzieren. Durch flexible Schichtzeiten sollen die üblichen Berufsverkehre nicht zusätzlich belastet werden.“, so Regionaldirektor Gregory Bryan.

Für die Mitarbeiter entsteht an der Erkelenzer Straße ein Parkhaus mit 1.000 Stellplätzen, das zugleich als Lärmschutzriegel für die etwa 400 Meter entfernte Wohnbebauung dient. „Verkehrsinfrastruktur und Lärmschutz haben wir im Blick. So soll an der Erkelenzer Straße zusätzlich eine Lärmschutzwand errichtet werden“, betont Thomas Stricker, Leiter Projektentwickung bei Ixocon. Darüber hinaus sind Anpassungen der Infrastruktur notwendig, wie etwa beim ÖPNV zur optimalen Anbindung für die Beschäftigten.

„Eine gute Nachbarschaft ist uns wichtig. Wir wollen Teil der Gemeinde sein“, unterstreicht Amazon-Chef Bryan und führt weiter aus: „Wir unterstützen rund um unsere Standorte mit Sach- und Geldspenden an gemeinnützige Organisationen, mit ehrenamtlichem Engagement von unseren Mitarbeitern und durch Bildungsinitiativen für Kinder und Jugendliche“.

Darüber freute sich insbesondere Bezirksvorsteher Arno Oellers, in dessen Bezirk sich das Unternehmen ansiedelt. „Mit der Ansiedlung macht das Gewerbegebiet Rheindahlen einen wichtigen Schritt nach vorne. Ich begrüße natürlich die Zahl der Arbeitsplätze und die Tatsache, dass auch Behinderten eine Chance auf einen Arbeitsplatz gegeben werden soll. Die Ansiedlung bedeutet eine Belebung des Ortskerns und Wohnungsmarktes in Rheindahlen und Umgebung“, so Arno Oellers.
„Einige Bürger machen sich bereits Sorgen über die Verkehrsauswirkungen. Da ist die Ankündigung von Amazon gut, dass es für die ankommenden Lieferverkehre keine Wartezonen außerhalb des Geländes, sondern nur auf dem Gelände geben wird, gut und wichtig“, so Arno Oellers. „Was den Anlieferverkehr angeht, sollte man sofern möglich, die Nutzung des vorhandenen Bahngleises als eine Möglichkeit zur Entzerrung der Verkehre prüfen“. Dafür sei allerdings die direkte Anbindung des Geländes notwendig. An den Bahnverkehr angeschlossen sind bereits die zukünftigen Beschäftigten von Amazon, die von Mönchengladbach über Rheydt zum Haltepunkt Rheindahlen fahren können. Mit dem privaten Betreiber der Regionalbahn steht die WFMG schon in Kontakt.
(pmg)

5 Kommentare zu "Amazon baut neues Logistikzentrum in Rheindahlen – Mindestens 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen"

  1. Ich möchte gerne in Amazon zu arbeiten

  2. Wo Wohnen die befriste Beschäftigen und wie viele Arbeitsplätze werden im Einzelhandel vernichtet. Wie viele Sozial Kosten entstehen durch die Prekären Arbeitsplätze.

  3. Voice Bazil Ockersz | 22. Oktober 2018 um 18:38 | Antworten

    Meine job ist tischlor

  4. Bruno Hoffmann | 19. August 2018 um 21:01 | Antworten

    Gibt es auch jobangebote?

  5. Was sind den wettbewerbsfähige Löhne ? !!!
    Ich wage mal eine Prognose :
    Alles was da oben steht trifft nicht ein.
    Es wird Minilöhne geben , der normale Handel bricht noch mehr ein und korrekte Steuern
    zahlt Amazon eh nicht. Siehe diverse Berichte in den Medien.
    Der LKW und Sprinterverkehr sowie die Warteplätze der Sprinter mit eingebauten Schlafplatz
    mit polnischen rumänischen bulgarischen Fahrern wird sicherlich ein Neuer touristischer Anziehungspunkt werden.
    Der Anschluss ans Bahnnetz ist eine Lachnummer
    – Die Stadt kriegt ja noch nicht mal die Bahnhöfe klar – .
    Im übrigen sobald so eine Heuschrecke wie Amazon und Konsorten auftritt zerreißen sich
    Schückhaus und Reiners
    Wir kleinen Betriebe werden drangsaliert und mit Abgabenlasten überschüttet .
    Hilfe oder Unterstützung gibt es nur für Spender !!! –

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