Anstieg der Zahl der Arbeitslosen zum Jahresanfang saisonal bedingt

jobcenter„Der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit war zu erwarten“, sagte Angela Schoofs, Leiterin der Agentur für Arbeit Mönchengladbach zu den neuen Arbeitsmarktzahlen, die sie während der gestrigen Pressekonferenz vorstellte.
„Das ist eine Entwicklung, die wir jedes Jahr im Januar beobachten können. Allerdings fällt der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ein wenig stärker aus. Auch das ist eine Tendenz, die wir während des Jahres bereits gesehen haben. Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor stabil, aber insgesamt verhaltener.“

 

Im Januar 2013 waren 29.252 Männer und Frauen in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss arbeitslos gemeldet.
Das sind gegenüber dem Vormonat 1.902 Menschen mehr (7 Prozent). Gegenüber Januar 2012 stieg die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls um 871 (3,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk stieg im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,6 auf 8,2 Prozent.

Die Unterschiede in den regionalen Arbeitsmärkten lassen sich deutlich an den Arbeitslosenquoten erkennen: Mönchengladbach hat aktuell eine Arbeitslosenquote von 11,2 Prozent – 0,6 Prozent mehr als im Dezember.

Zur Hauptagentur Mönchengladbach gehört nur die Stadt Mönchengladbach, die Geschäftsstelle Neuss umfasst die Städte Neuss, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch. Zur Geschäftsstelle Dormagen zählt nur die Stadt Dormagen. Die Geschäftsstelle Grevenbroich umfasst die Städte Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen. Die Daten der drei Geschäftsstellen Neuss, Grevenbroich und Dormagen ergeben die Zahlen für den Rhein-Kreis Neuss.

Trotz steigender Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat sieht Angela Schoofs keinen Grund zur Beunruhigung.
„Der saisonale Anstieg hat drei Gründe: Befristete Verträge sind zum Jahresende ausgelaufen. Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel ist vorbei, und Jugendliche haben ihre zwei- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen beendet. Dieser Trend ist landesweit zu beobachten, unsere Region macht da keine Ausnahme.“

Die leichten Rückgänge auf dem Stellenmarkt setzten sich auch im Januar fort.
„Nach wie vor liegt die Zahl der uns gemeldeten Arbeitsstellen auf befriedigendem Niveau“, sagte Angela Schoofs. „Der Einbruch bei den Stellenzugängen schwächt sich ab, das ist ein gutes Zeichen.“

Im Januar lag die Zahl bei 823 sozialversicherungspflichtigen Stellen, das sind im Vergleich zum Vormonat 37 weniger (ein Minus von 4,3 Prozent) und zum Vorjahresmonat 2 weniger (ein Minus von 0,2 Prozent). Der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Mönchengladbach und der Jobcenter Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss warb seit Jahresbeginn insgesamt 823 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen ein, das sind 2 weniger (0,2) Prozent) als im Vorjahreszeitraum.

Mit Blick auf das Halbjahreszeugnis appellierte die Agenturchefin an die Jugendlichen: „Machen Sie jetzt einen Termin mit der Berufsberatung, dort werden nicht nur gemeinsam Stärken erarbeitet, sondern die Berufsberater und Berufsberaterinnen suchen gemeinsam mit Ihnen einen passenden Ausbildungs- oder Studienplatz. Ein gute Ausbildung oder ein Studium sind immer noch der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit.“

Servicenummer für einen Termin bei der Berufsberatung:
Telefon: 01801 555 111*

(Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42ct/min)