Ausstellungshalle für alte „Tante JU“ – die fliegt aber munter weiter – Steuergeldverschwendung?

Der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen hält die Pläne für den Eventhangar in Mönchengladbach für ziemlich windig.
Eines der letzten flugfähigen JU 52-Flugzeuge sollte in der Geburtsstadt ihres Erfinders Hugo Junkers  in Mönchengladbach dauerhaft landen und als touristisches Highlight in einer Halle ausgestellt werden.
Doch nun wird Tante Ju nicht wie geplant in den Ruhestand gehen. Die private Finanzierung für die Weiterführung der Flugfähigkeit konnte vor kurzem sichergestellt werden. Tante Ju wird also nicht immer in ihrem teuren Alterssitz zu bewundern sein.

 

Wie oft die Maschine unterwegs sein wird und was den Hangar noch reizvoll macht, wenn sie ausgeflogen ist, konnte die eigens gegründete Event-Hangar-Mönchengladbach GmbH nicht erklären.
Mit 4,5 Millionen Euro rechnet man derzeit für das Projekt.
Mehr als drei Millionen Euro sollen vom Land kommen, 860.000 Euro wollen die Stadt und die Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach zu dem Projekt beisteuern.
Den Rest sollen Sponsoren dazulegen.
Wäre das Projekt auch mit einer dauerhaft präsenten Tante Ju mit Blick auf die angespannten Landesfinanzen schon äußerst zweifelhaft, so wird es mit einer Ju 52, die weiter durch die Lüfte knattert, zu einer drohenden Verschwendung von Steuermitteln.

Doch noch ist es nicht zu spät, das Projekt in den Wind zu schießen.
Ein Baubeginn wird frühestens im Spätsommer 2013 erwartet, die Förderzusage ist noch nicht erteilt, und einen Betreiber, der die wirtschaftlichen Risiken trägt, gibt es wohl auch noch nicht.
Ehrung wird Hugo Junkers in Mönchengladbach übrigens auch ohne den Eventhangar zuteil. Und zwar ganz ohne Steuermittel.
Ein örtliches Gymnasium hat bereits zwei Dauerausstellungen inklusive Broschüre selbst organisiert und finanziert.
Zudem soll das Modell eines weiteren Flugzeugs von Hugo Junkers im Stadtgebiet platziert werden. Das wird über private Spenden finanziert. Und der Eigentümerverein der Ju 52 wird mit seiner Wanderausstellung nach Mönchengladbach kommen.
Quelle: http://www.steuerzahler-nrw.de