Autor: Redaktion

  • 50 Jahre Zonta in Mönchengladbach

    50 Jahre Zonta in Mönchengladbach

    Bei strahlendem Sonnenschein konnte die amtierende Präsidentin Nicole Finger am 22. März rund 80 Gäste anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Zonta Clubs Mönchengladbach 1 im Museum Abteiberg begrüßen.

    Der 1975 gegründete Club engagiert sich seither ehrenamtlich für soziale Projekte vor Ort und unterstützt zugleich Programme von Zonta International.
    In Mönchengladbach kennt man den Club vor allem durch drei regelmäßig stattfindende Aktionen: Den Second Hand-Verkauf im Menge-Haus zugunsten von Menschen mit Behinderungen,  das Benefiz-Golfturnier zugunsten von Frauen in Not und jährlich wechselnde Aktionen am sogenannten Orange Day, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

    Festreden beim Jubiläum

    Bürgermeisterin Gülistan Yüksel hob in ihrer Ansprache die Verdienste des Zonta Clubs in der lokalen Wohltätigkeitsarbeit hervor und betonte die nachhaltige Unterstützung von Frauenprojekten in Mönchengladbach. Sie unterstrich, wie wichtig das langjährige ehrenamtliche Engagement des Clubs für das gesellschaftliche Miteinander und die Chancengerechtigkeit vor Ort ist.

    Antje Buch, Präsidentin der Union Deutscher Zonta Clubs, stellte in ihrer Rede die internationalen Projekte von Zonta in den Mittelpunkt. Sie knüpfte an das Motto von Zonta International „Build a better world for women and girls“ an und zeigte auf, wie der Mönchengladbacher Club durch seine Arbeit Teil dieser weltweiten Bewegung zur Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen ist.

    Spenden statt Präsenten: Unterstützung für ein Frauenhaus

    Anlässlich des Jubiläums verzichtete der Club bewusst auf Präsente und bat stattdessen um Spenden für ein lokales Frauenhaus. Mehr als 3.000 Euro kamen zusammen, die an ein Frauenhaus weitergeleitet werden, das neue Räumlichkeiten beziehen und die Spende für die Ausstattung nutzen wird. „Frauenhäuser bieten nicht nur Schutz, sondern auch die Hoffnung und die Möglichkeit, ein neues Leben zu beginnen. Wir möchten, dass Frauen und ihre Kinder, die in einer extrem schwierigen Lage in ein Frauenhaus einziehen, dieses Haus tatsächlich auch als ein Zuhause – wenn auch nur auf Zeit – betrachten können“, betonte Präsidentin Finger.

    Prominente Gratulanten und Gründungsmitglieder

    Zonta-Gründungsmitglieder: V.l.n.r.: Edith Weiss-Henseler, Marianne Ziegele, Felix Heinrichs, Nicole Finger. Bilder: Vesko Gösel

    Auch Oberbürgermeister Felix Heinrichs ließ es sich nicht nehmen, persönlich beim Jubiläum vorbeizuschauen. Er gratulierte den beiden Gründungsmitgliedern Marianne Ziegele und Edith Weiss-Henseler und dankte ihnen stellvertretend für fünf Jahrzehnte unermüdliches Ehrenamt. Unter den Gästen waren zudem Vertreterinnen und Vertreter benachbarter Zonta Clubs sowie nahezu aller lokalen Service-Clubs in Mönchengladbach, was die breite Verankerung des Clubs in der Stadtgesellschaft deutlich machte.

    Zonta – weltweit vernetzt, lokal engagiert

    Zonta ist eine internationale Serviceorganisation berufstätiger Frauen, die sich mit Zeit, Expertise und finanziellen Mitteln für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen einsetzt. 26.000 Mitglieder sind in 64 Ländern aktiv. Mit dem Leitmotiv „Build a better world for women and girls“ bekräftigt Zonta International seinen Anspruch, durch Service und Advocacy weltweit für Gleichberechtigung, Bildungschancen und Schutz vor Gewalt einzutreten. Die 32 Mitglieder des Zonta Clubs Mönchengladbach I verbinden dieses globale Ziel mit konkreten Projekten vor Ort.

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  • FDP Mönchengladbach stellt sich neu auf

    FDP Mönchengladbach stellt sich neu auf

    Auf dem Kreisparteitag der FDP Mönchengladbach wurde am 22.3. ein neuer Vorstand gewählt.

    Neuer Vorsitzender wurde mit über 85% der Stimmen Daniel Winkens. Seine zwei Stellvertreter sind nun neu Dirk Hansen und Klaus Gritschneder. Neuer Schatzmeister ist Henning Haupts, der Schriftführer Benjamin Glaeser. Martino Bechara und Florian Kampes sind Beisitzer. Achim Wyen, Fraktionsvorsitzender der Stadtratsfraktion gehört dem Vorstand ebenfalls an.

    Der neue Vorstand der FDP Mönchengladbach, Foto: FDP

    Daniel Winkens: „Das in uns gesetzte Vertrauen wird uns Ansporn sein, die Partei aus dem aktuellen Tief zu holen. Wir werden in der Öffentlichkeit präsenter werden. Mit der FDP ist zukünftig in Mönchengladbach wieder zu rechnen.“

    Bereits jetzt beginnen die Vorbereitungen für die Landtagswahl im Frühjahr 2027.
    Das Motto ist gesetzt: Bessere Bildung und Chancengleichheit für alle. Und Dirk Hansen ergänzt: „Gut ausgebildete Jugendliche sind die Basis für eine starke Wirtschaft. In Mönchengladbach haben wir einige Hidden Champions die den Weltmarkt beliefern und attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.“

    Daniel Winkens: „Doch dabei verlieren wir auch nicht den Mittelstand, das Handwerk und die vielen Selbständigen aus den Augen. Wir müssen alle von unnötiger und überbordender Bürokratie befreien.“

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  • Bündnis „Köln stellt sich quer“ mit Rheinlandtaler ausgezeichnet

    Bündnis „Köln stellt sich quer“ mit Rheinlandtaler ausgezeichnet

    Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat das Bündnis „Köln stellt sich quer“ am 22. März 2026, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, mit dem Rheinlandtaler in der Kategorie „Gesellschaft“ ausgezeichnet.

    Mit der Ehrung würdigt der LVR das langjährige zivilgesellschaftliche Engagement des Bündnisses.

    Seit 2008 engagieren sich Vertreter*innen aus Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, demokratischen Parteien im Kölner Rat, Vereinen, Verbänden und Bürgerinitiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung. Durch Informationsarbeit, Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Protestaktionen setzt das Bündnis immer wieder sichtbare Zeichen für Demokratie und Vielfalt in der Stadt Köln.

    Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, unterstrich in seiner Laudatio: „Sie stehen für Menschenwürde, Vielfalt und Freiheit. Sie zeigen, dass eine offene Gesellschaft nicht von allein besteht, sondern jeden Tag neu verteidigt werden muss. Demokratie lebt von Beteiligung, von Widerspruch, von Engagement. Diese Auszeichnung ist daher auch eine Würdigung für all jene, die sich ehrenamtlich, hauptamtlich oder im Alltag gegen das Vergessen, gegen das Wegsehen und gegen das Schweigen stellen.“

    Nach der Begrüßung und Laudation durch Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, sprach die Kölner Bürgermeisterin Derya Karadag ein Grußwort. Für das Bündnis nahm Dr. Witich Roßmann aus dem Sprecher*innenkreis des Bündnisses die Auszeichnung entgegen.

    LVR-Direktorin Ulrike Lubek: „Mit der Verleihung des Rheinlandtalers an das Bündnis ‚Köln stellt sich quer‘ bringen wir nicht nur Anerkennung zum Ausdruck. Wir setzen auch ein bewusstes Zeichen: Der LVR steht an der Seite derjenigen, die unsere demokratischen Werte im Alltag verteidigen. Mit seinem beharrlichen Engagement trägt das Bündnis seit vielen Jahren dazu bei, diese Werte in Köln sichtbar und lebendig zu halten.“

    Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus rief „Köln stellt sich quer“ vor der Verleihung zu einer Demonstration und Kundgebung in Köln auf. Das Bündnis setzte damit ein Zeichen für gelebte Vielfalt, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und die Freiheit der Kunst.
    Hintergrund:
    Der LVR macht unter dem Slogan „LVR. Rheinland. Ausgezeichnet.“ herausragende Verdienste im Hinblick auf gesellschaftliches und kulturelles Engagement sowie besondere kulturwissenschaftliche oder künstlerische Leistungen sichtbar, indem er verschiedene Auszeichnungen und Preise verleiht. Den Rheinlandtaler können Personen, Organisationen oder Unternehmen erhalten, die sich in besonderer Weise im Rheinland engagieren und dabei die Werte und Leitgedanken des LVR leben. Zur Kategorie „Gesellschaft“ gehören unter anderem die Themengebiete Soziales, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen oder von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie Bildung und Erziehung. Über die Vergabe der Auszeichnung entscheidet der Ausschuss für Inklusion der Landschaftsversammlung Rheinland.

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  • STEPHAN ZENKER WIRD NEUER POLIZEIPRÄSIDENT IN MÖNCHENGLADBACH

    STEPHAN ZENKER WIRD NEUER POLIZEIPRÄSIDENT IN MÖNCHENGLADBACH

    Innenminister Herbert Reul hat am heutigen Freitag (13. März 2026) die Kabinettsentscheidung für den 55jährigen aus Linnich / Kreis Düren bekannt gegeben.

    Die CDU Mönchengladbach freut sich über die Ernennung von Stephan Zenker zum neuen Mönchengladbacher Polizeipräsidenten.

    „Nach allen Herausforderungen bei der Besetzung ist es gut, dass das Ministerium jetzt in maximaler Geschwindigkeit den neuen Polizeipräsidenten in Mönchengladbach noch zum kommenden Monatswechsel an den Start bringt“, meint der Polizeibeiratsvorsitzende Martin Heinen. „Zum Verfahren gehört, dass der Polizeibeirat angehört wird, dies werden wir kurzfristig vollziehen und freuen uns, Stephan Zenker dann näher kennenzulernen. Als von der Pike auf gelernter Polizist und gebürtiger Rheinländer bringt er auf jeden Fall gute Voraussetzungen mit, sich am Mönchengladbacher Polizeipräsidium schnell und gut einzufinden.“

    Auch die beiden Mönchengladbacher Landtagsabgeordneten Vanessa Odermatt und Jochen Klenner freuen sich auf die gute Zusammenarbeit mit dem neuen Behördenleiter: „Mönchengladbach hat – wie einige andere NRW-Städte – lange auf einen neuen Polizeipräsidenten warten müssen. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil zu den Auswahlverfahren diesen Spitzenpositionen im Zusammenhang mit der Kölner Silvesternacht gewesen – deshalb musste grundsätzlich die Nachbesetzung der Behördenleiter-Stellen neu geregelt werden. Umso mehr freut es uns, dass nun mit Stephan Zenker ein erfahrener neuer Behördenleiter feststeht. Er findet eine bestens aufgestellte Mönchengladbacher Polizei vor. Dafür gilt unser Dank, der ganzen Mannschaft und den Führungskräften, die dort stellvertretend die Aufgabe des Präsidenten in den vergangenen Jahren geleistet haben. Für den Austausch zwischen Polizei, Politik und Stadtgesellschaft ist ein Polizeipräsident enorm wichtig – um neben den täglichen Einsatzlagen auch grundsätzliche Fragen der Sicherheit in der Stadt gemeinsam zu besprechen und voranzubringen“, so die beiden Abgeordneten.

    Stephan Zenker ist Leitender Polizeidirektor und stammt aus Linnich im Kreis Düren. Seit 1990 steht er im Dienst der Polizei Nordrhein-Westfalen. Nach Verwendungen bei der Polizei Neuss und im Landeskriminalamt übernahm er 2011 bei der Polizei Aachen die Leitung des Polizeilichen Staatsschutzes.
    2014 folgte der Wechsel in das Innenministerium, wo er seither verschiedene Führungspositionen in der Polizeiabteilung wahrnimmt. In dieser Zeit war er maßgeblich an der Entwicklung der neuen Führungsstrategie der Polizei Nordrhein-Westfalen beteiligt. Seit 2023 leitet er das Referat Aus- und Fortbildung der Polizei im Ministerium.
    Mit der Ernennung übernimmt er die Leitung des Polizeipräsidiums Mönchengladbach mit rund 840 Beschäftigten.

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  • Maria Kalesnikava hat Karlspreis 2022 in Aachen erhalten

    Maria Kalesnikava hat Karlspreis 2022 in Aachen erhalten

    In einem besonderen Festakt wurde der Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava der ihr in Abwesenheit 2022 verliehene Internationale Karlspreis zu Aachen heute persönlich von ihrer Schwester Tatsiana Khomich überreicht.

    Die belarussische Oppositionelle und Musikerin war im Dezember 2025 aus der politischen Haft in Belarus freigekommen. Im Aachener Krönungssaal würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft und Kultur ihren Einsatz für Demokratie, Menschenrechte und ein freies Belarus.

    Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons eröffnete den Festakt mit einer Begrüßung und der Laudatio auf Maria Kalesnikava. Er hob dabei ihren außergewöhnlichen Mut und ihre unbeirrbare Haltung im Kampf für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit hervor: „Maria Kalesnikava hat einen hohen Preis für ihren Einsatz für Freiheit und Demokratie bezahlt: mehr als 600 Tage Haft ohne Kontakt zu Familie oder Rechtsbeistand, Isolationshaft, verweigerte medizinische Versorgung und wiederholte Verlegungen in Strafzellen. Und dennoch zeigte sie im Gerichtssaal im September 2021, als sie das Urteil entgegennahm und hinter Gittern wie in einem Käfig stand, eine Geste, die weit über diesen Moment hinausging: Mit gefesselten Händen formte sie ein Herz. Dieses Herz ist zu einem Symbol geworden – für Belarus, für Europa und für die Kraft eines menschlichen Willens, der sich dem Unrecht nicht beugt. Frau Kalesnikava, es war Ihr Herz. Aber es schlägt für uns alle.“

    Copyright: Karlspreis / Christian van’t Hoen

    Überreichung des Internationalen Karlspreises zu Aachen
    Im Zentrum der feierlichen Veranstaltung stand die symbolische Überreichung des Karlspreises. Die Schwester von Maria Kalesnikava, Tatsiana Khomich, hatte die Auszeichnung 2022 stellvertretend für ihre Schwester entgegengenommen und übergab sie nun feierlich an die Karlspreisträgerin von 2022. Im Anschluss trug sich Kalesnikava in das Goldene Buch der Stadt Aachen ein.

    In ihrer Rede dankte Kalesnikava ihrer Schwester Tatsiana Khomich für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz und würdigte die Unterstützung aus Deutschland wie aus ganz Europa als ermutigendes Signal für alle, die in Belarus und anderswo für Freiheit und Menschenwürde eintreten: „Dieser Preis steht für eine Idee: für europäische Einheit, Solidarität und Freiheit. Für mich – als Belarussin und ehemalige politische Gefangene – haben diese Worte eine sehr persönliche Bedeutung. Dieser Preis gehört nicht nur mir. Er gehört allen, die geglaubt, gekämpft und nicht aufgegeben haben. […] Ich danke Deutschland – der Regierung und dem deutschen Volk – für die Möglichkeit, hier in Sicherheit zu leben und zu arbeiten. Für jemanden, der gerade aus dem Gefängnis kommt, bedeutet das mehr, als Worte ausdrücken können. […] Demokratie lebt davon, dass Menschen sprechen. Dass sie Verantwortung übernehmen. Dass sie füreinander einstehen. Manchmal scheint die Stimme der Aggression am lautesten – die Stimme des Hasses, die Stimme der Angst. Das ist eine Täuschung. […] Unsere Stimmen müssen stärker sein. Die Stimme der Freiheit. Die Stimme der Würde. Die Stimme der Solidarität.“

    Armin Laschet, der neue Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums und Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, überreichte eine extra zu diesem Anlass entworfene Karlspreis-Plakette an Tatsiana Khomich. Damit wurde ihr persönliches Engagement als Stimme ihrer inhaftierten Schwester und als Vertreterin der belarussischen Zivilgesellschaft hervorgehoben. „Wir dürfen bei all den Krisen dieser Tage Belarus nicht vergessen. Dafür engagiert sich Tatsiana Khomich seit vielen Jahren. Belarus liegt vor unserer Haustür, nicht vor der amerikanischen. Europa muss endlich eine starke diplomatische Rolle in der Welt einnehmen. Dazu gehört auch, selbstbewusst und entschlossen eigene diplomatische Wege nach Belarus für Menschenrechte und Freiheit zu öffnen“, so Laschet.

    Politischer wie musikalischer Rahmen und kulturelle Perspektive aus Belarus
    Die Zeremonie wurde eingerahmt von einer Gesprächsrunde mit Kalesnikava, der ehemaligen Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, und dem ehemaligen Staatssekretär Thomas Rachel, moderiert von dem ehemaligen ZDF-Moderator Claus Kleber. Die Diskussion beleuchtete die Situation in Belarus, die persönliche Geschichte Kalesnikavas sowie die Rolle europäischer Öffentlichkeit und politischer Patenschaften im Rahmen des Programms „Parlamentarier schützen Parlamentarier“ des Deutschen Bundestages. Seit 2003 unterstützt dieses Programm bedrohte ausländische Abgeordnete sowie Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger durch internationale Solidarität, öffentliche Aufmerksamkeit und persönliche Patenschaften. Roth und Rachel hatten während ihrer Haft die Patenschaft für Kalesnikava übernommen.

    Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch drei Werke der prominenten belarussischen Komponistin und Organistin Olga Podgaiskaya, die sie am Flügel und zusammen mit dem von ihr geleiteten Five-Storey Ensemble aufführte. Ihre Kompositionen und die Beiträge des Ensembles eröffneten eine eindrucksvolle künstlerische Perspektive auf die kulturelle Vielfalt und das kreative Potenzial der belarussischen Gesellschaft.

    Maria Kalesnikava
    Maria Kalesnikava, 1982 in Minsk geboren, absolvierte ein Solistenstudium für Querflöte in ihrer Heimatstadt und studierte anschließend Alte sowie Zeitgenössische Musik in Stuttgart. Vor ihrer Verhaftung war sie zuletzt Künstlerische Leiterin des Kulturzentrums „OK-16“ in Minsk.

    Im Jahr 2020 wurde Kalesnikava zu einer der wichtigsten Stimmen der demokratischen Bewegung in Belarus. Gemeinsam mit Swetlana Tichanowskaja und Veronika Tsepkalo bildete sie ein international beachtetes Frauen-Trio im Widerstand gegen den langjährigen Machthaber Alexander Lukaschenko. Für ihr Engagement wurden die drei 2022 gemeinsam mit dem Karlspreis ausgezeichnet.

    Nachdem Kalesnikava ein Exil im Ausland abgelehnt hatte, wurde sie im Zuge der Protestbewegung im September 2020 verhaftet und später zu elf Jahren Haft verurteilt. International galt sie als politische Gefangene und musste unter schwierigen Haftbedingungen leiden. Im Dezember 2025 wurde Kalesnikava nach Verhandlungen zwischen dem belarussischen Regime und einem US-Gesandten gemeinsam mit weiteren Oppositionellen begnadigt. Kurz darauf reiste sie auf Einladung deutscher Behörden nach Deutschland aus.

    Über den Internationalen Karlspreis zu Aachen
    Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als der bedeutendste europäische Preis für die Einheit Europas. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Im letzten Jahr erhielt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Karlspreis. Karlspreisträger in diesem Jahr ist der ehemalige italienische Ministerpräsident Mario Draghi. Ihm wird am 14. Mai 2026 im Aachener Krönungssaal der Karlspreis übergeben in Würdigung seiner aktuellen Impulse und seines herausragenden Lebenswerkes im Dienste der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Draghi ist in der 76-jährigen Geschichte des Karlspreises der sechste italienische Preisträger. Seit 2025 vergibt der Internationale Karlspreis zu Aachen jährlich ein Projektpreisgeld von einer Million Euro an gemeinnützige pro-europäische Initiativen. Die Förderung – ermöglicht durch die gemeinnützige Stiftung der Aachener Bürger und Unternehmer Dr. Ing. Eckhard Schulz und Dr. rer. nat. Stefanie Schäfer-Schulz – erfolgt auf Vorschlag der jeweiligen Karlspreisträgerinnen und -träger. Ziel ist es, proeuropäisches Engagement zu stärken, gemeinsame Werte zu betonen und die europäische Idee über Aachen hinaus sichtbar zu machen, indem neue wie bereits laufende Projekte europaweit wirksam unterstützt werden.

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  • Steigende Benzinpreise: VdK  NRW schlägt Alarm wegen Krankentransporten

    Steigende Benzinpreise: VdK NRW schlägt Alarm wegen Krankentransporten

    Aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Kosten für Benzin und Gas befürchtet der Sozialverband VdK NRW, dass dies auch Auswirkungen auf die Kosten für Krankentransporte und Krankenfahrten haben könnte.

    Immer mehr Fahrdienste klagen über Kostenexplosionen und drohen damit, ihre Fahrten wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern komplett einzustellen.
    VdK-Präsident Horst Vöge warnt ausdrücklich vor dieser drohenden Versorgungslücke: „Es steht außer Frage, dass eventuelle Kostendiskussionen nicht auf dem Rücken von chronisch Kranken, mobilitätseingeschränkten Menschen oder Pflegebedürftigen ausgetragen werden. Hinzu kommt, dass die Betroffenen nicht zusätzlich verunsichert werden dürfen und aus Angst vor höheren Kosten für Transportscheine, Arztbesuche gemieden werden“.
    Wie schwierig sich die Verhandlungen gestalten könnten, zeigt auch der aktuelle Streit zwischen Kommunen und Krankenkassen um die Kosten für Rettungseinsätze und den sogenannten Leerfahrten. Auch hier wurden schnell Eigenanteile von bis zu 267 Euro für Patientinnen und Patienten ins Spiel gebracht. Diese konnten zwar vorübergehend verhindert werden, dennoch warnt der Sozialverband VdK NRW weiterhin davor, die Kostenfrage einseitig auf die Patientinnen und Patienten abzuwälzen und fordert eine schnelle Einigung in den aktuellen Verhandlungen.
    verantwortlich: Martin Franke und Tobias Zaplata

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  • Angela Merkel unter den ersten Preisträgern des Europäischen Verdienstordens

    Angela Merkel unter den ersten Preisträgern des Europäischen Verdienstordens

    Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, gab heute die Namen der ersten Preisträger des neuen Europäischen Verdienstordens bekannt.

    Mit der Auszeichnung werden bedeutende Beiträge zur europäischen Integration und zur Förderung und Verteidigung europäischer Werte gewürdigt.

    „Europa wurde schon immer von Menschen aufgebaut. Sie haben Gräben überbrückt, Barrieren überwunden, Diktaturen gestürzt und Krisen bewältigt, um eine bessere Zukunft für unseren Kontinent zu schaffen. Dieses europäische Engagement verdient es, gewürdigt zu werden. Mit dem Europäischen Verdienstorden ehren wir diejenigen, die nicht nur an Europa geglaubt haben, sondern auch zu seinem Aufbau beigetragen haben“, sagte Präsidentin Metsola bei der Bekanntgabe der ersten Preisträger.

    Die Preisträger wurden von der Jury des Ordens ausgewählt, die sich aus Präsidentin Metsola, den Vizepräsidentinnen des EP Sophie Wilmès und Ewa Kopacz sowie Michel Barnier, José Manuel Barroso, Josep Borrell und Enrico Letta zusammensetzt. Die Vorschläge für die Ernennung stammten von Staats- und Regierungschefs, Parlamentspräsidenten und Präsidenten der EU-Institutionen.

    Angele Merkel auf einer Veranstaltung in Aachen
    • Angela Merkel, ehemalige Bundeskanzlerin Deutschlands
    • Lech Wałęsa, ehemaliger Vorsitzender der Solidarność und ehemaliger Präsident der Republik Polen
    • Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

    wurden zu verdienstvollen Mitgliedern des Europäischen Ordens ernannt.

    • Valdas Adamkus, ehemaliger Präsident Litauens
    • Jerzy Buzek, ehemaliger Ministerpräsident Polens and ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments
    • Aníbal Cavaco Silva, ehemaliger Präsident und Premierminister von Portugal
    • Sauli Niinistö, ehemaliger Präsident von Finnland and ehemaliger Sprecher des finnischen Parlaments
    • Pietro Parolin, Kardinal und Staatssekretär des Heiligen Stuhls
    • Mary Robinson, ehemalige Präsidentin Irlands und ehemalige Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte
    • Maia Sandu, Präsidentin der Republik Moldau
    • Javier Solana y de Madariaga, ehemaliger Hoher Vertreter der EU für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
    • Wolfgang Schüssel, ehemaliger Bundeskanzler Österreichs
    • Jean Claude Trichet, ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank

    wurden zu ehrenhaften Mitgliedern des Europäischen Verdienstordens ernannt.

    • José Andrés, Koch und Gründer der Nichtregierungsorganisation „World Central Kitchen“
    • Giannis Antetokounmpo, Basketballspieler
    • Marc Gjidara, Rechtsanwalt und Wissenschaftler
    • Sandra Lejniece, Ärztin, Wissenschaftlerin und akademischer Leiterin
    • Oleksandra Matviichuk, Anwältin für Menschenrechte
    • Viviane Reding, ehemalige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, ehemaliges Mitglied der Abgeordnetenkammer von Luxemburg, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments
    • Paul David Hewson, bekannt als Bono, David Howell Evans, Adam Charles Clayton and Laurence Joseph Mullen Jr, Musiker und Mitglieder der Band U2

    wurden zu Mitgliedern des Europäischen Verdienstordens ernannt.

    Anlässlich des 75. Jahrestags der Schuman-Erklärung beschloss das Präsidium des Europäischen Parlaments im vergangenen Jahr, die erste europäische Auszeichnung dieser Art zu schaffen, die von einer EU-Institution verliehen wird. Mit dieser zivilen Auszeichnung sollen Personen geehrt werden, die einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Integration oder zur Förderung und Verteidigung der europäischen Werte geleistet haben. Jedes Jahr können bis zu 20 Preisträger in den Orden aufgenommen werden.

    Nächste Schritte

    Nach der Bekanntgabe am Dienstag werden die Preisträger zu einer offiziellen Verleihungszeremonie eingeladen, die während der Plenarsitzung vom 18. bis 21. Mai in Straßburg stattfindet.

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  • Alles natürlich!? Antifeminismus und Gender im extrem rechten Naturschutz – Vortrag und Diskussion im Kath. Forum

    Alles natürlich!? Antifeminismus und Gender im extrem rechten Naturschutz – Vortrag und Diskussion im Kath. Forum

    Die extreme Rechte nutzt das Deckmäntelchen der „Natürlichkeit“ gerne, um traditionelle Geschlechtervorstellungen zur einzig richtigen Lebens- und Liebensweise zu erklären.

    Verweise auf die „Natur“ und die „natürliche Ordnung“ dienen dazu, sexistische, antifeministische und LGBTIQ-feindliche Denkweisen zu rechtfertigen.
    Doch was ist Antifeminismus überhaupt?
    Und wie wird in der extremen Rechten über Gender und (Un-)Natürlichkeit gesprochen?
    Am 17.03.2026 wird Yannick Passeick von der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) in seinem Vortrag im Kath. Forum genau diese Fragen beantworten.
    Ebenso werden wir gemeinsam beleuchten, welche Konsequenzen solche Vorstellungen für einen selbst und andere haben. Gleichzeitig werden auch Handlungsimpulse gegeben, um sich diesen Argumenten gut entgegensetzen zu können.

    Die Veranstaltung findet im Haus der Regionen, Bettrather Straße 22 in Mönchengladbach von 18.30 bis 20.00 Uhr statt, die Teilnahmegebühr beträgt 12,00 Euro.
    Anmeldung mit der Kursnummer 26-1MG1013 unter forum-mg-hs@bistum-aachen.de oder 02161 980644.
    Der Anmeldeschluss ist am 10.03.2026.

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  • Heizungsgesetz abgeschafft: Mehr Vernunft, mehr Planbarkeit, mehr Akzeptanz ?

    Heizungsgesetz abgeschafft: Mehr Vernunft, mehr Planbarkeit, mehr Akzeptanz ?

    Der Deutsche Bundestag hat das bisherige Heizungsgesetz aufgehoben und damit den Weg für eine neue Ordnung im Gebäudeenergiesektor freigemacht.
    Dazu erklärt der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings:

    „Die Abschaffung des bisherigen Heizungsgesetzes ist ein wichtiges Signal für mehr Vernunft in der Klimapolitik. Klimaschutz gelingt nur, wenn die Menschen ihn mittragen – und Mittragen entsteht nicht durch Überforderung, sondern durch Planbarkeit und Fairness.“

    Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger die alten Regelungen als starr, kurzfristig und schwer kalkulierbar empfunden haben. Vor allem Eigentümerinnen und Eigentümer waren verunsichert: verbindliche Quoten, enge Fristen und unklare Förderbedingungen haben vielen das Gefühl gegeben, überfordert zu sein.

    Krings betont, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion diese Kritik ernst genommen hat.
    Ziel sei es gewesen, Klimaschutz mit sozialer Zumutbarkeit und technologischer Offenheit zu verbinden. „Wir setzen auf Innovation und Wahlfreiheit statt auf pauschale Verbote. Technologieoffenheit ist kein Rückschritt, sondern die Voraussetzung für praktikable Lösungen“, erklärt Krings.

    Das ändert sich konkret:

    * Abschaffung der starren 65-Prozent-Vorgabe: Die bisher verpflichtende Quote für den Anteil erneuerbarer Energien bei neu eingebauten Heizungen entfällt. Damit wird der gesetzliche Zwang zu einer bestimmten technischen Lösung aufgehoben und mehr Flexibilität bei Investitionsentscheidungen geschaffen.
    * Wahlfreiheit für Eigentümerinnen und Eigentümer: Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer können künftig selbst entscheiden, welche Heiztechnik am besten zu ihrer Immobilie und ihrer finanziellen Situation passt. Auch Öl- und Gasheizungen bleiben grundsätzlich möglich – insbesondere dann, wenn sie mit klimafreundlichen Übergangstechnologien kombiniert oder perspektivisch auf alternative Energieträger umgestellt werden können.
    * Fortführung und bessere Ausrichtung der Förderprogramme: Staatliche Unterstützungsangebote werden nicht gestrichen, sondern gezielter ausgestaltet. Förderprogramme sollen transparenter, verlässlicher und stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen von Familien, älteren Menschen und kleinen Eigentümergemeinschaften ausgerichtet werden.
    * Pragmatische statt ideologische Regulierung: Künftig gilt eine klar strukturierte, praxisnahe Ordnung ohne kleinteilige Detailvorgaben. Ziel ist ein Rahmen, der ambitionierten Klimaschutz mit Alltagstauglichkeit verbindet und wirtschaftliche Realitäten ebenso berücksichtigt wie soziale Tragfähigkeit.


    „Klimaschutz darf nicht zur sozialen Zerreißprobe werden“, so Krings weiter. „Verantwortliche Politik bringt ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Tragfähigkeit in Einklang. Genau dafür steht diese Reform.“

    Abschließend unterstreicht Krings, dass die Energiewende im Gebäudesektor weiterhin ein zentrales Anliegen bleibt. Sie müsse aber realistisch, Schritt für Schritt und gemeinsam mit den Menschen gestaltet werden – nicht gegen sie.

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  • Gewerkschaft Verdi kündigt Warnstreik im ÖPNV an

    Gewerkschaft Verdi kündigt Warnstreik im ÖPNV an

    Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag und Samstag, den 27. und 28. Februar 2026, zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

    Die NEW mobil und aktiv Mönchengladbach geht davon aus, dass der Linienverkehr in Mönchengladbach an beiden Tagen nicht aufrechterhalten werden kann. Betroffen ist auch der Schulbusverkehr.
    Die NEW empfiehlt allen Fahrgästen, sich frühzeitig um alternative Beförderungsmittel zu bemühen.

    Der Shuttle-Service für das Heimspiel von Borussia Mönchengladbach kann voraussichtlich planmäßig erfolgen. Die NEW ist dazu mit dem Fußballverein in engem Austausch.

    In Viersen sind streikbedingte Beeinträchtigungen ebenfalls nicht ausgeschlossen.
    Die NEW mobil und aktiv Viersen versucht jedoch, weite Teile des Linienverkehrs im Viersener Stadtgebiet aufrechtzuerhalten. Der freigestellte Schülerverkehr wird voraussichtlich planmäßig bedient.

    Die KundenCenter der NEW mobil und aktiv in Mönchengladbach am Europa- und Marienplatz bleiben an den Streiktagen geschlossen. Lediglich das KundenCenter in Viersen im Stadthaus am Rathausmarkt öffnet zu den gewohnten Zeiten.

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  • Einladung zu kostenlosem Marktfrühstück im Parteibüro

    Einladung zu kostenlosem Marktfrühstück im Parteibüro

    Der Kreisverband die Linke Mönchengladbach lädt am 28.02. um 11:00 Uhr zu einem kostenlosen Marktfrühstück ein.

    Ort: Die Linke Kreisverband Mönchengladbach, Hauptstraße 2c , 41236 Mönchengladbach.

    Der Kreisverband bietet den Bürger*innen in Mönchengladbach die Möglichkeit, jeden letzten Samstag des Monats kostenlos zu frühstücken und mit uns ins Gespräch zu kommen.
    In entspannter Atmosphäre können sie ihre Anliegen, Sorgen und Wünsche ansprechen.

    Dieses Mal ist auch das Bündnis gegen Abschiebeknast dabei. Gemeinsam möchten wir über die bevorstehende Errichtung eines Abschiebeknastes ins Gespräch kommen.

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  • Antisemitismus in Mönchengladbach – Podiumsgespräch zu Geschichte, Ursachen und Erscheinungsformen in NRW und Mönchenglabdach

    Antisemitismus in Mönchengladbach – Podiumsgespräch zu Geschichte, Ursachen und Erscheinungsformen in NRW und Mönchenglabdach

    Antisemitische Äußerungen und Vorfälle häufen sich zunehmend in der Gesellschaft.

    Am 23.02.2026 laden wir Sie ein, mit uns einen Blick auf Antisemitismus durch Expert:innen-Statements und eine gemeinsame Podiumsdiskussion aus drei verschiedenen Perspektiven einzunehmen.
    Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer wird aus sozialpsychologischer Perspektive der Frage nach Ursache und Funktion von sozialen Vorurteilen und der empirischen Verbreitung von Antisemitismus in Deutschland sowie von Antisemitismus im aktuellen Rechtsextremismus nachgehen.

    Zur Einschätzung der aktuellen Situation und den politischen Strukturen in unserem Land ist die Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, Sylvia Löhrmann vor Ort.

    Ebenso werfen wir einen Blick auf die Geschichte jüdischen Lebens und von Antisemitismus in Mönchengladbach.
    Für diese Perspektive ist der Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Felix Heinrichs als lokaler Experte anwesend.
    Die Podiumsdiskussion beginnt um 19.00 Uhr und endet um 20.30 Uhr, der Veranstaltungsort ist die Zentralbibliothek Mönchengladbach.
    Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Katholischen Forums Mönchengladbach und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Mönchengladbach.

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  • Mönchengladbacher Delegierte auf dem Bundesparteitag der CDU

    Mönchengladbacher Delegierte auf dem Bundesparteitag der CDU

    „Verantwortung verpflichtet“ – unter dieser Überschrift stand der Bundesparteitag der CDU an diesem Wochenende in Stuttgart. 1001 Delegierte aus ganz Deutschland waren dabei – darunter 4 aus Mönchengladbach:

    Der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings, die Landtagsabgeordnete Vanessa Odermatt, der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Jochen Klenner sowie der Kreisvorsitzende der Jungen Union Alexander Lodes.

    „Wir wollen in herausfordernden Zeiten Verantwortung übernehmen – mit Zuversicht, Reformkraft und Geschlossenheit“, fasst Jochen Klenner die Eindrücke des ersten Parteitags zusammen.
    Das starke Ergebnis von 91,17% bei der Wiederwahl des Vorsitzenden Friedrich Merz sei dafür ein starkes Zeichen gewesen. Erstmals als Beisitzer im Bundesvorstand gewählt wurde der NRW-Finanzminister aus dem Nachbarkreis Viersen Dr. Marcus Optendrenk.

    Der Parteitag setzte am Freitag mit dem Leitantrag zum Thema Wohnen auch starke inhaltliche Akzente: „In den Debatten in Berlin geht es häufig nur um Mietregulierung, die CDU will daher eine bessere Angebotspolitik, Bürokratieabbau und Eigentumsförderung voranbringen“, nennt Krings die Ziele des Antrags.

    Am Wochenende standen die Antragsberatungen zu zahlreichen weiteren inhaltlichen Themen an.

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  • Erster Anerkennungskurs für Hebammen aus Nicht-EU-Ländern in NRW

    Erster Anerkennungskurs für Hebammen aus Nicht-EU-Ländern in NRW

    Am Fachbereich Gesundheitswesen der Hochschule Niederrhein (HSNR) ist in Kooperation mit dem Simulationszentrum und der Akademie für multidisziplinäre Notfalltrainings (SAM) in Mönchengladbach der erste Anpassungslehrgang für Hebammen aus Nicht-EU-Ländern gestartet.

    Die HSNR ist damit derzeit die einzige Hochschule in Nordrhein-Westfalen, die einen solchen Lehrgang anbietet.
    „Gemeinsam mit SAM haben wir einen kompetenzorientierten und evidenzbasierten
    Anerkennungskurs entwickelt, der die vorhandenen Qualifikationen von Hebammen aus Nicht-EU-Ländern systematisch aufgreift und gezielt an die Anforderungen des deutschen Versorgungssystems anknüpft“, erklärt Prof. Dr. Therese Werner-Bierwisch.

    Der rund 18-monatige Kurs bereitet aktuell zwölf international ausgebildete Hebammen gezielt auf die berufliche Anerkennung in Deutschland vor. Für viele von ihnen ist diese Anerkennung die zentrale Voraussetzung, um in Deutschland als Hebamme arbeiten zu dürfen.

    Die Teilnehmerinnen stammen unter anderem aus nordafrikanischen Ländern, aus der Ukraine, der Türkei und Brasilien.

    Gezielte Antwort auf den Fachkräftemangel in NRW

    Nordrhein-Westfalen steht vor erheblichen Herausforderungen in der geburtshilflichen Versorgung. Die Studie HebAB.NRW weist auf bestehende Zugangsbarrieren und Nachfrageüberhänge hin, während das aktuelle Gutachten zur Bedarfsbemessung der ambulanten Hebammenversorgung einen partiellen Versorgungsmangel und fehlende Steuerungsinstrumente beschreibt. Beide Arbeiten machen deutlich, dass zusätzliche personelle Kapazitäten erforderlich sind, um eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen. Der neue Anerkennungskurs leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung: Hebammen aus Nicht-EU-Ländern bringen wertvolle berufliche Erfahrung mit und können nach
    erfolgreicher Anerkennung zeitnah in die Versorgung integriert werden. Damit stärkt das Programm nicht nur einzelne Einrichtungen, sondern die geburtshilfliche Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen insgesamt.


    Beitrag zur Gesundheitsgerechtigkeit

    Darüber hinaus fördern international ausgebildete Hebammen die Gesundheitsgerechtigkeit. Fachkräfte mit eigenen Migrations- oder Fluchterfahrungen können werdende Mütter auf Augenhöhe begleiten, sprachliche Barrieren abbauen und Zugänge zum Gesundheitssystem
    erleichtern. Gerade für Frauen, die (noch) nicht ausreichend Deutsch sprechen, kann dies einen entscheidenden Unterschied für Selbstbestimmung und Sicherheit bedeuten.
    „Gesundheitsgerechtigkeit beginnt nicht mit dem Anspruch, sondern beim Zugang zur Versorgung. Hebammen mit spezifischen kulturellen Kompetenzen können hier eine Schlüsselrolle übernehmen“, betont Prof. Dr. Therese Werner-Bierwisch.

    Theorie und Praxis eng verzahnt
    Die theoretische Ausbildung findet in mehreren Modulen als Blockunterricht am SAM-Standort Mönchengladbach statt.
    „Unsere modernen, praxisnahen Lehrmethoden wie Skills-und Simulationstrainings sorgen für eine hohe Handlungssicherheit bei den Teilnehmenden“, erklärt Julia Scholz, Geschäftsbereichsleitung Simulation Geburtshilfe und Prüfungswesen bei SAM. Jede Theoriephase ist in sich abgeschlossen, endet mit einer Leistungsüberprüfung und dokumentiert den individuellen Lernfortschritt der Hebammen.
    In den Praxiseinsätzen werden die Teilnehmerinnen von qualifizierten Lehrkräften eng begleitet. So wird sichergestellt, dass die theoretischen Inhalte sicher in die Praxis übertragen werden können. „Eine besondere Herausforderung besteht darin, geeignete Praxispartner zu gewinnen, da mangelnde Refinanzierung, Zentralisierungsprozesse und der Kollaps der Belegsysteme
    die verfügbaren Praxisplätze deutlich reduzieren.

    Einrichtungen des Gesundheitswesens in Nordrhein-Westfalen sind daher eingeladen, sich als
    Kooperationspartner zu engagieren und so aktiv zur Fachkräftesicherung in der Geburtshilfe beizutragen“, sagt Scholz, selbst examinierte Hebamme.

    Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen
    Der Lehrgang richtet sich an zugewanderte Hebammen mit einem Feststellungsbescheid, in dem wesentliche Unterschiede zur deutschen Ausbildung festgestellt wurden.

    Voraussetzung für die Teilnahme sind ein gültiger Aufenthaltstitel, eine Arbeitserlaubnis sowie
    Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2. In Einzelfällen ist ein Anpassungslehrgang nach der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Hebammen noch bis Dezember 2027 möglich.
    Weitere Informationen finden Interessierte unter:
    https://www.hs-niederrhein.de/gesundheitswesen/studieninteressierte/b-sc-angewandte-hebammenwissenschaft/anpassungslehrgang/
    Für Fragen und weitere Informationen zur Anmeldung steht Christin Roosen, Koordinatorin für die Qualifizierung internationaler Hebammen am Fachbereich Gesundheitswesen der HSNR, per E-Mail unter christinroosen@hs-niederrhein.de oder telefonisch unter 02151822-3735 zur Verfügung.

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  • Hochschule Niederrhein zeichnet neun Abschlussarbeiten aus

    Hochschule Niederrhein zeichnet neun Abschlussarbeiten aus

    In feierlichem Rahmen hat die Hochschule Niederrhein (HSNR) den Senatspreis 2025 verliehen.

    Neun Studierende wurden vom Hochschulsenat für ihre exzellenten Bachelor- und Masterarbeiten ausgezeichnet.
    Der Preis ist jeweils mit 1.000 Euro dotiert. In der Kategorie „Gender und Gleichstellung“ erhielt
    Charlotte Finzel (Bachelor Kommunikationsdesign) die Auszeichnung für ihre fiktive Kampagne „Stell dich nicht so an“. Darin thematisiert sie alltäglichen Sexismus. „Der provokante Titel greift eine gesellschaftlich verinnerlichte Abwehrreaktion auf und macht sichtbar, wie Erfahrungen
    von Betroffenen trotz klarer Zahlen, Studien und Realitäten häufig relativiert oder zum Schweigen gebracht werden“, erklärt Finzel. Neben Plakaten und Social-Media-Beiträgen
    entwickelte sie eine begleitende Website mit vertiefenden Informationen.


    Chantal Droste (Master Design) aus Issum wurde für ihre Arbeit zur Nachhaltigkeit geehrt. Mit ihrer App „zero“ konzipierte sie ein digitales Motivationstool für einen alltagstauglichen
    Zero-Waste-Lebensstil. Personalisiert Empfehlungen, Challenges, eine Übersicht nachhaltiger Orte sowie ein Belohnungssystem unterstützen Nutzerinnen und Nutzer dabei, Schritt für Schritt ressourcenschonender zu handeln.


    Bianca Hilden (Bachelor Ernährungswissenschaften) analysierte jeweils neun unterschiedliche Ernährungs-Tagespläne auf Grundlage der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie der Planetary Health Diet (PHD). Dazu hat sie energieäquivalente oder energie- und makronährstoffäquivalente Pläne konzipiert, um einen direkten Vergleich der Tagespläne überhaupt erst zu ermöglichen. Mithilfe umfassender Ökobilanzen untersuchte sie die Umweltwirkungen entlang der gesamten Lebensmittel-Wertschöpfungskette.
    Ihr Ergebnis: Keine der geprüften Empfehlungen liegt automatisch innerhalb klimaverträglicher Pro-Kopf-Emissionsgrenzen.
    Entscheidend ist vielmehr die bewusste Auswahl einzelner Lebensmittel. Zur Bewertung entwickelte sie unter anderem einen „Nährstoff-Ökologie-Tacho“ sowie einen Performance-
    Index.

    Julia Kocherscheidt (Bachelor Ernährungswissenschaften) untersuchte 32 Rohmilchproben aus Nordrhein-Westfalen auf Antibiotikarückstände, das Schimmelpilzgift Aflatoxin M1 sowie ihre mikrobiologische Beschaffenheit. Während keine Antibiotikarückstände nachgewiesen wurden, zeigten einzelne Proben erhöhte Hygieneparameter und in zwei Fällen potenziell krankheitserregende Keime. „Daher ist es wichtig, Rohmilch vor dem Verzehr immer abzukochen“,
    betont Kocherscheidt.


    Giulia Weisbender (Bachelor Verfahrenstechnik) widmete sich in ihrer Abschlussarbeit dem Thema Carbon Capture in der chemischen Industrie. Im Rahmen einer techno-ökonomischen Analyse bewertete sie sowohl die technischen Grundlagen als auch die wirtschaftlichen
    Auswirkungen entsprechender Verfahren.
    Ziel war es, die zentrale Frage zu beantworten: Welche Kosten entstehen, wenn Klimaschutz konsequent umgesetzt wird?


    Christof Groschke (Master Informatik) beschäftigte sich mit der Verschnittoptimierung bei der Herstellung von Leiterplatten. Mithilfe mathematischer Optimierungsverfahren, insbesondere der Column-Generation-Methode, entwickelte er effiziente Produktionspläne zur Reduzierung des Materialverbrauchs.
    Seine Forschungsergebnisse stellte er auf der „International Conference on Operations Research 2025“ vor.


    Michael Sojka (Master Cyber Security Management) aus Krefeld entwickelte ein Serious Game zur praxisnahen Vermittlung von IT-Sicherheitswissen. In einer realitätsnahen virtuellen Umgebung trainieren Nutzerinnen und Nutzer die Abwehr von Cyberangriffen. Ein eigens programmierter „Rückkanal“ analysiert technische Eingaben in Echtzeit und ermöglicht unmittelbares Feedback innerhalb des Spiels.


    Jenna Kammann (Bachelor Soziale Arbeit) aus Brüggen untersuchte den Einfluss tiergestützter Interventionen auf das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz.
    Die Ergebnisse zeigen, dass Tierkontakte Ängste und Unruhe reduzieren sowie soziale Interaktion fördern können – wenn auch in individuell unterschiedlicher Ausprägung.
    Gleichzeitig weist die Arbeit auf weiteren Forschungsbedarf hin.


    Martina Boller (Master Textile Produkte) aus Mönchengladbach analysierte, inwieweit sich
    zellulosebasierte Fasern durch mechanisches Abquetschen effizient entwässern lassen, um Energie in industriellen Trocknungsprozessen einzusparen. Die Ergebnisse belegen ein erhebliches Nachhaltigkeitspotenzial für die Textilindustrie, verdeutlichen jedoch zugleich
    Herausforderungen hinsichtlich der Materialqualität.


    Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Sängerin Lina Nüchter, Studentin am Fachbereich Sozialwesen.
    Eine direkte Bewerbung für den Senatspreis ist nicht möglich: Die jeweilige Prüferin oder der jeweilige Prüfer schlägt herausragende Arbeiten dem Prüfungsausschuss des Fachbereichs vor, der die Empfehlungen an den Senat weiterleitet.
    Eine Senatsjury wählt anschließend die Preisträgerinnen und Preisträger aus.

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  • Weiße Plüschkatzen für Theaterstück gesucht

    Weiße Plüschkatzen für Theaterstück gesucht

    Für das Schauspiel „Dingens“ von Hanoch Levin, das am 11. April Premiere im Theater Mönchengladbach feiert, werden noch lebensgroße weiße Plüschkatzen als Requisiten benötigt.

    Damit das Ausstattungskonzept von Bühnen- und Kostümbildnerin Kirsten Dephoff für das Schauspiel „Dingens“ komplett umgesetzt werden kann, ist das Theater Mönchengladbach noch auf der Suche nach weißen Plüschkatzen als Requisiten, die möglichst echt aussehen und
    Originalgröße haben sollten.
    Wer das Theater unterstützen möchte, kann seine Stofftierspende (gerne auch mehrere) ab sofort bis zum 9. März am Bühneneingang des Theaters an der Odenkirchener Straße 78 abgeben.
    Hanoch Levin (1943 – 1999), einer der herausragenden Dramatiker Israels, hat mit „Dingens“ ein tragikomisches Stück über die Liebe und das Geliebtseinwollen geschrieben, ein groteskes Spiel um Glückskinder und Unglücksvögel, eine melancholische Ode auf die Unscheinbaren und Verzagten.
    Regie führt die israelische Theaterkünstlerin Dedi Baron, die zuletzt die bewegende „Holocaust“-Oper „Die Passagierin“ am Theater Krefeld und Mönchengladbach inszeniert hat.

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  • “Männer und Frauen sind gleichberechtigt”

    “Männer und Frauen sind gleichberechtigt”

    Im Rahmen des Internationalen Frauentages zeigt der Rosa Luxemburg Club in Kooperation mit der IG Metall am 5.3.2026 in der VHS den Film „Sternstunde ihres Lebens“ (Anlage).


    Ein Film über Elisabeth Selbert, die mit ihren Aktivitäten dafür gesorgt hat, dass die Formulierung „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ ins Grundgesetz aufgenommen wurde.

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  • Dashcams im Auto: Was erlaubt ist – und worauf Autofahrer achten sollten

    Dashcams im Auto: Was erlaubt ist – und worauf Autofahrer achten sollten

    Der ACV erklärt, unter welchen Voraussetzungen Dashcams in Deutschland zulässig sind, welche Datenschutzregeln gelten und wann Aufnahmen vor Gericht als Beweis dienen können.

    Viele Autofahrer nutzen inzwischen eine Dashcam, um das Verkehrsgeschehen festzuhalten. Vor allem nach einem Unfall können die Aufnahmen helfen, den Ablauf besser nachzuvollziehen. Gleichzeitig bestehen jedoch häufig Unsicherheiten darüber, was rechtlich zulässig ist und welche Datenschutzvorgaben gelten. Der ACV Automobil-Club Verkehr gibt einen Überblick über die wichtigsten Regelungen zur Nutzung von Dashcams in Deutschland.

    Dashcams sind grundsätzlich erlaubt – aber nur unter Bedingungen

    Grundsätzlich ist eine Dashcam in Deutschland erlaubt. Entscheidend ist jedoch, wie sie eingesetzt wird. Zulässig ist die Nutzung nur dann, wenn die Kamera nicht dauerhaft filmt, sondern Aufnahmen anlassbezogen gespeichert werden und die Persönlichkeitsrechte anderer Verkehrsteilnehmer gewahrt bleiben.

    In der Praxis kommen dafür Dashcams zum Einsatz, die mit sogenannten Loop-Aufnahmen arbeiten. Dabei zeichnen sie fortlaufend kurze Sequenzen auf, überschreiben ältere Aufnahmen automatisch und speichern nur dann dauerhaft, wenn ein konkreter Anlass vorliegt, zum Beispiel nach einem Unfall. So lässt sich der Unfallhergang dokumentieren, ohne den Straßenverkehr permanent zu überwachen.

    Was ist erlaubt – und was nicht?

    Erlaubt ist:

    • Der Einbau einer Dashcam im Fahrzeug.
    • Die Nutzung von Dashcams oder Smartphone-Apps mit vergleichbarer Aufzeichnungsfunktion, sofern sie datenschutzkonform eingesetzt werden.
    • Kurzzeitige und anlassbezogene Aufnahmen, etwa im Zusammenhang mit einem Unfall.

    Verboten ist:

    • Das dauerhafte Filmen des Straßenverkehrs ohne konkreten Anlass.
    • Die Veröffentlichung von Aufnahmen, auf denen Personen oder Kennzeichen erkennbar sind, ohne deren Einwilligung.
    • Das gezielte Filmen anderer Verkehrsteilnehmer zur Anzeige von Verkehrsverstößen. Die Überwachung des Verkehrs ist ausschließlich Aufgabe der Polizei.

    Datenschutz und mögliche Konsequenzen

    Hintergrund der Regelungen ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Persönliche Daten dürfen nur erhoben und verarbeitet werden, wenn dafür eine rechtliche Grundlage besteht. Dauerhafte Dashcam-Aufnahmen erfassen zwangsläufig andere Verkehrsteilnehmer und greifen damit in deren Persönlichkeitsrechte ein.

    Der Bundesgerichtshof erlaubt Dashcam-Aufnahmen daher nur kurzzeitig und anlassbezogen. Eine dauerhafte Speicherung ohne konkreten Anlass ist in der Regel unzulässig. Wer gegen diese Vorgaben verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Besonders relevant sind dauerhafte Aufzeichnungen ohne Anlass sowie die Veröffentlichung nicht anonymisierter Aufnahmen. In der Praxis kommt es häufig zunächst zu Abmahnungen oder Verwarnungen. Bei schwerwiegenden Datenschutzverstößen sind jedoch auch Bußgelder möglich. Diese richten sich nach dem Bundesdatenschutzgesetz und der Datenschutzgrundverordnung und können schnell im niedrigen vierstelligen Bereich liegen.

    Wichtig ist außerdem, dass Nutzer die Kontrolle über ihre Aufnahmen behalten. Bei cloudbasierten Diensten sollte geprüft werden, wo Videos gespeichert werden und wer darauf zugreifen kann. Auch die Veröffentlichung von Dashcam-Videos im Internet ist meist verboten. Nach dem Recht am eigenen Bild ist die Einwilligung aller erkennbaren Personen erforderlich. Ausnahmen gelten nur, wenn Personen zufällig und nicht gezielt im Hintergrund erscheinen.

    ACV Checkliste: Wie nutze ich eine Dashcam rechtssicher?

    Platzierung: Die Dashcam sollte so angebracht werden, dass sie das Verkehrsgeschehen erfasst, ohne die Sicht zu beeinträchtigen. Bewährt hat sich eine Montage im Bereich hinter oder leicht unter dem Rückspiegel. Wichtig ist zudem, dass sicherheitsrelevante Systeme wie Airbags nicht beeinträchtigt werden und Kabel sauber verlegt sind, damit sie weder die Sicht noch die Bedienung des Fahrzeugs stören.

    Technik: Kurze Clips in Endlosschleife einstellen, damit alte Aufnahmen automatisch überschrieben werden. Eine ausreichende Bildqualität ist entscheidend, damit im Ernstfall Details wie Verkehrszeichen oder Fahrmanöver nachvollziehbar dargestellt werden können – insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen.

    Sensoren: Ein integrierter Beschleunigungssensor kann Unfälle erkennen und relevante Sequenzen sichern. Die Auslösemechanik sollte zuverlässig arbeiten, ohne bereits bei leichten Erschütterungen unnötig Sequenzen dauerhaft zu speichern.

    Ausstattung: Je nach Bedarf kann auch eine zusätzliche Kamera für den Heckbereich sinnvoll sein, etwa um Auffahrunfälle oder gefährliche Überholmanöver zu dokumentieren.

    Datenschutz: Aufnahmen nur im Anlassfall speichern und nicht ohne Zustimmung veröffentlichen. Falls die Dashcam über eine Audiofunktion verfügt, sollte die Tonaufzeichnung deaktiviert bleiben.

    Kauf: Modelle mit integrierten Datenschutzfunktionen bevorzugen, etwa automatisches Unkenntlichmachen von Gesichtern und Kennzeichen.

    Dashcam-Aufnahmen als Beweismittel

    Bei Verkehrsunfällen können Dashcam-Aufnahmen helfen, den Hergang besser nachzuvollziehen. Versicherungen nutzen solche Videos, um Schadensersatzansprüche zu prüfen. Auch Gerichte können Aufnahmen im Einzelfall als Beweismittel berücksichtigen. Besonders hilfreich sind sie in unübersichtlichen oder komplexen Verkehrssituationen, etwa wenn mehrere Fahrzeuge beteiligt sind oder Aussagen zum Unfallhergang widersprüchlich ausfallen.

    Ob ein Gericht Dashcam-Aufnahmen verwertet, hängt stets vom Einzelfall ab. Maßgeblich ist dabei unter anderem, ob die Aufnahmen datenschutzkonform entstanden sind und die Persönlichkeitsrechte anderer Verkehrsteilnehmer gewahrt bleiben.

    Regelungen im Ausland beachten

    Für Fahrten ins Ausland gelten teils andere Regelungen als in Deutschland. Eine einheitliche europäische Vorschrift zur Dashcam-Nutzung gibt es nicht. In einigen Ländern ist der Einsatz stark eingeschränkt oder untersagt. Wer mit einer Dashcam reist, sollte sich daher vorab über die geltenden Regeln im jeweiligen Urlaubsland informieren und die Kamera im Zweifel deaktivieren.

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