Ulrike aus Neuss ist an Blutkrebs erkrankt und benötigt dringend eine Stammzellspende.
Gemeinsam mit der DKMS organisiert ihre Familie daher einen öffentlichen Spendenaufruf, um möglichst viele Menschen zur Registrierung als potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender zu bewegen.
Der Fachbereich Gesundheitswesen der Hochschule Niederrhein (HSNR) lädt am 4. Februar um 18 Uhr zu einer kostenfreien Online-Informationsveranstaltung zum Masterstudiengang Health Care ein.
Die Veranstaltung findet via Zoom statt und richtet sich an Studieninteressierte, die sich für Führungs- und Fachaufgaben im Gesundheitswesen qualifizieren möchten.
Teilnehmende erhalten einen Überblick über Studieninhalte, Zulassungsvoraussetzungen sowie berufliche Perspektiven nach dem Masterabschluss. Zudem werden Fragen zum Studienaufbau, zu Karrierewegen und zu den Einsatzmöglichkeiten im Gesundheitswesen beantwortet. Praxisbeispiele, Erfahrungsberichte von Alumni und Informationen zu verschiedenen Berufsfeldern ergänzen das Programm.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bewerbungs- und Einschreibungsprozess. Der Masterstudiengang Health Care kann sowohl in Vollzeit als auch als flexibles Studium absolviert werden. Die Regelstudienzeit beträgt je nach Studienform vier bis acht Semester, der Studienbeginn erfolgt jeweils zum Wintersemester. Die Bewerbungs- und Einschreibungsfrist für das Wintersemester läuft vom 1. Mai bis 15. September 2026.
Der anwendungs- und forschungsorientierte Studiengang bietet zwei Vertiefungsrichtungen: Management und Gesundheitswissenschaften. Für eine der beiden Vertiefungen entscheiden sich Studierende bereits bei der Einschreibung. Das Studium schließt mit dem akademischen Grad Master of Science (M.Sc.) ab.
Die Gewerkschaft Verdi hat für Montag, den 02. Februar 2026, zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.
Die NEW mobil und aktiv Mönchengladbach geht davon aus, dass der Linienverkehr daher am Montag nicht aufrechterhalten werden kann. Betroffen ist auch der Schulbusverkehr. Die NEW empfiehlt allen Fahrgästen, sich frühzeitig um alternative Beförderungsmittel zu bemühen.
In Viersen sind streikbedingte Beeinträchtigungen ebenfalls nicht ausgeschlossen. Die NEW mobil und aktiv Viersen versucht jedoch, weite Teile des Linienverkehrs im Viersener Stadtgebiet aufrechtzuerhalten. Der freigestellte Schülerverkehr wird voraussichtlich planmäßig bedient.
Die KundenCenter der NEW mobil und aktiv in Mönchengladbach am Europa- und Marienplatz bleiben am Streiktag geschlossen. Lediglich das KundenCenter in Viersen im Stadthaus am Rathausmarkt öffnet zu den gewohnten Zeiten.
Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene sind die Formalitäten zum Bau einer sog. Unterbringungseinrichtung für abgelehnte Asylbewerber im ehemaligen Joint Headquarters -JHQ- in Rheindahlen geklärt.
Auf dem Gelände des ehemaligen JHQ sollen bis zu 140 Ausreisepflichtige in der Einrichtung untergebracht werden können. Die kommissarischen Kreisvorsitzenden der FDP Mönchengladbach, Daniel Winkens und Patrick Lademann-Peters, fordern die Beteiligten zum schnellen Handeln auf.
„Solingen kann überall sein“, teilt Daniel Winkens mit. „Die Ausreisepflicht von abgelehnten Asylbewerbern muss endlich zügig umgesetzt werden. Selbst die bis gestern amtierende Fluchtministerin Josefine Paul von den Grünen stimmte dem Verfahren am 18. November zu.“
Patrick Lademann-Peters, der auch Sprecher der FDP im Bau-Ausschuss ist, führt hierzu aus: „Die Verpflichtung zur Ausreise eines abgelehnten Asylbewerbers steht am Ende eines rechtsstaatlichen Verfahrens. Hierüber entscheiden letztendlich die Gerichte. Es wird also kein Mensch willkürlich außer Landes gebracht.“
Daniel Winkens und Patrick Lademann-Peters betonen, es sei wichtig zu unterscheiden, dass gut integrierte Menschen in Deutschland bleiben können und sollen. „Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen.“
In der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Ost berichtete Frau Tischler vom Mönchengladbacher Fachbereich Umwelt über die weiterhin bestehende Gefährdung in Giesenkirchen durch unser Grundwasser.
Ende 2021 wurden im Umfeld einer Grundwassersanierung bedrohliche Konzentrationen von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) nachgewiesen, insbesondere von Perfluoroctansäure (PFOA).
Die Schadstofffahne liegt in der WSZ IIIA des Wasserwerks Hoppbruch und gefährdet neben der öffentlichen Trinkwasserversorgung auch die Nutzer privater Gartenbrunnen.
Als „No-regret-Maßnahmen“ zum präventiven Boden- und Gesundheitsschutz wurde am 19.05.2022 per Allgemeinverfügung die erlaubnisfreie Grundwasserförderung und -nutzung untersagt.
Die Fraktion Patriots for Europe hatte den Misstrauensantrag gegen die Kommission im Zusammenhang mit dem EU-Mercosur-Handelsabkommen eingebracht.
Nach der Geschäftsordnung des Parlaments kann ein Misstrauensantrag gegen die Kommission von einem Zehntel der Mitglieder des Parlaments, d.h. von derzeit 72 Abgeordneten, beim Präsidenten eingereicht werden. Die Abstimmung erfolgt namentlich. Damit ein Antrag angenommen wird, ist eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich, die zugleich eine Mehrheit der Mitglieder des Parlaments darstellen muss.
Michael Hildemann, neuer Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Nord, lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil zum 23. Venner Dialog ein.
Das Gesprächsformat findet am Dienstag, 3. Februar, um 18 Uhr statt. Austragungsort sind die Räume der Aktion „Freizeit behinderter Jugendlicher“ e. V. (AFbJ), auf der Roermonder Straße 217. Nach fast einem Jahr ohne Gesprächskreis möchte der neue Bezirksbürgermeister die nächste Auflage des Venner Dialogs nutzen, um sich persönlich vorstellen. Vor allem aber soll das Format wieder Raum für Austausch, Anregungen und Anliegen aus dem Stadtteil bieten.
Die „Lohn-Latte“ hängt höher: Die meisten der rund 26.200 Mini-Jobber in Mönchengladbach dürften jetzt eine „dickere Lohnabrechnung“ bekommen.
Sie profitieren vom neuen gesetzlichen Mindestlohn. Der liegt ab Januar bei 13,90 Euro pro Stunde. „Aber ob alle Chefs in Mönchengladbach tatsächlich 1,08 Euro beim Stundenlohn im Januar draufzahlen, das ist die große Frage“, sagt Ina Korte-Grimberg von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).
Es werde „ganz sicher schwarze Schafe geben“: „Arbeitgeber also, die versuchen, um den neuen gesetzlichen Mindestlohn einen Bogen zu schlagen. Deshalb ist der Check der Januar-Lohnabrechnung, die im Februar kommt, so wichtig. Vor allem für viele Mini-Jobber. Aber genauso auch für die Beschäftigten, die einen regulären Job haben und trotzdem nur an der untersten Lohnkante bezahlt werden“, so die Geschäftsführerin der NGG Krefeld-Neuss.
Wer dabei Hilfe brauche und in Mönchengladbach in der Lebensmittelherstellung oder in der Gastronomie arbeite, könne sich mit der Kontrolle des Lohnzettels an die NGG wenden: (0211) 506 695-0 | region.blnr@ngg.net. Entscheidend beim Lohn-Check sei es, auch die Arbeitszeit im Blick zu haben: „Die Zahl der tatsächlich geleisteten Stunden muss stimmen. Wenn Arbeitgeber die Arbeitszeit auf dem Papier nach unten schrauben, um den Stundenlohn passend zu machen, dann können sie so den Mindestlohn umgehen. Das ist aber ein klarer Verstoß gegen das Gesetz“, so Ina Korte-Grimberg.
Für die NGG Krefeld-Neuss steht fest: „Ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro kommt nur dann bei den Menschen an, wenn er auch tatsächlich gezahlt wird“, sagt Ina Korte-Grimberg. Die Zahl der Mindestlohn-Kontrollen sei viel zu niedrig. „Das Risiko für Mindestlohnbetrüger, erwischt zu werden, ist auch in Mönchengladbach viel zu gering“, so die Geschäftsführerin der NGG Krefeld-Neuss. Deshalb müsse der Mindestlohn in Mönchengladbach konsequent kontrolliert werden – von den Beschäftigten selbst, aber auch vom Staat. Der Bund brauche dringend effektivere Kontrollen, um Missbrauch und Lohntrickserei einen Riegel vorzuschieben.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls könne dies mit ihren bisherigen Kapazitäten nicht leisten. „Was jetzt kommen muss, ist ein deutliches Signal des Bundesfinanzministers an die Wirtschaft: Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit muss personell aufgestockt werden. Nur so kann es mehr und intensivere Kontrollen überhaupt geben. Der Kontroll-Druck muss bei den Betrieben in Mönchengladbach steigen“, so Ina Korte-Grimberg. Die NGG-Geschäftsführerin richtet ihre Forderung auch an die Adresse der Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD, die Mönchengladbach und die Region in Berlin vertreten. Kriminelle Mindestlohn-Verweigerer unter den Arbeitgebern dürften keine Chance mehr haben.
Außerdem sei es wichtig, einen Punkt beim Lohn immer wieder deutlich zu machen: „Wirklich fair ist nur der Tariflohn. Der Mindestlohn ist immer nur die Notlösung – ein ‚Trostpflaster‘ bei der Bezahlung“, so Ina Korte-Grimberg. Schon deshalb sollten sich die heimischen Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD möglichst rasch für ein Bundestariftreuegesetz stark machen, so die Geschäftsführerin der NGG Krefeld-Neuss.
Martin Heinen – CDU Mönchengladbach – als Vorsitzender der Verbandsversammlung bestätigt
Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes LANDFOLGE Garzweiler hat wichtige Beschlüsse für die künftige Arbeit gefasst: Neben der Verabschiedung des Haushalts für das laufende Jahr wurde der Erkelenzer Bürgermeister Stephan Muckel (45, CDU) einstimmig für die kommenden fünf Jahre zum neuen Verbandsvorsteher gewählt. Bereits seit Gründung des Verbandes 2017 ist Stephan Muckel eng mit der fachlichen Arbeit rund um den Strukturwandel vertraut. Sein erster Stellvertreter ist Klaus Krützen (SPD), Bürgermeister von Grevenbroich.
Als Vorsitzender der Verbandsversammlung wurde ebenfalls einstimmig Martin Heinen (CDU) bestätigt, der dieses Amt bereits seit Gründung des Zweckverbandes ausübt. Der 42-jährige ist Bürgermeister der Stadt Mönchengladbach und fungiert dort somit als einer der Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Der Verbandsversammlung gehören 59 Mitglieder an, darunter insbesondere die Vertreterinnen und Vertreter aus den Räten der Mitgliedskommunen Mönchengladbach, Bedburg, Erkelenz, Grevenbroich, Jüchen und Titz.
Darüber hinaus hat die Verbandsversammlung unter anderem dem geplanten Vertrag zur Gründung einer Gesellschaft für die Ausrichtung der Internationalen Gartenausstellung IGA 2037 zugestimmt.
Zweckverband als starke Stimme im Strukturwandel
Martin Heinen begrüßte die nach der Kommunalwahl 2025 neu delegierten Mitglieder der Versammlung und erstmals auch die Mitglieder der neuen Verbandskommune Bedburg: „Zunächst bedanke ich mich für das große Vertrauen, weiter das Amt des Vorsitzenden der Verbandsversammlung ausüben zu dürfen. In den vergangenen Jahren war die Arbeit unseres Verbands stets engagiert, konstruktiv und überparteilich. Diese positive Stimmung brauchen wir weiter für die vielen Herausforderungen in den nächsten Jahren. Denn je näher der Kohleausstieg rückt, desto bedeutsamer wird die Arbeit des Zweckverbandes für die Menschen.“ Im Gebiet des Verbandes leben in unmittelbarer Nähe des Tagebaus fast eine halbe Million Menschen.
Ausdrücklich dankte Martin Heinen im Namen der Verbandsversammlung dem bisherigen Verbandsvorsteher Harald Zillikens für seine jahrelange, intensive Arbeit im Interesse der Kommunen, die vom Tagebau betroffen sind. Der neu gewählte Verbandsvorsteher Stephan Muckel schloss sich dem Dank an und betonte, dass Harald Zillikens persönlich die Arbeit des Verbandes seit der Gründung an zentraler Stelle mitgestaltet habe. „Das Fundament unseres Verbandes ist sehr solide, weil alle Mitglieder ein gemeinsames Verständnis der zentralen Zukunftsaufgaben haben – über kommunale oder politische Grenzen hinweg. Wir sind eine starke Stimme im Strukturwandel. Ich werbe dafür, dass dies auch künftig so bleibt. Denn das stärkt unsere Position auch auf Landes- und Bundesebene.“
Wichtige Projekte gehen in die nächste Phase
Das gemeinsame Verständnis für die Projektarbeit zeigt sich beispielhaft in der Verabschiedung des Masterplans für den See im Jahr 2025 und bei den fortschreitenden Planungen für die IGA 2037. Die Verbandsversammlung stimmte dem Vertrag für die Gründung einer gemeinnützigen Gesellschaft gemeinsam mit der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft zu. Jetzt steht die Zustimmung im Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier an, da eine Förderung im Kontext des laufenden Strukturwandels erfolgen soll. Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbandes: „Die Zustimmung zur Gründung der Gesellschaft für die Internationale Gartenausstellung ist ein klares Signal der Region, die geschlossen hinter den Plänen für 2037 steht. Für das Rheinische Revier und NRW ist die IGA 2037 eine große Chance, die Erfolge des Strukturwandels einem breiten Publikum zu präsentieren.“
Im verabschiedeten Haushalt für das Jahr 2026 spiegelt sich wider, dass neue Vorhaben beispielsweise in den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung und Freizeit gestartet sind und zentrale Projekte in eine neue Phase eintreten. Dazu zählen die Fortsetzung der Arbeiten am Blau-Grünen Band Garzweiler, für das Innovation Valley Garzweiler oder das Rheinische Radverkehrsrevier. Die Bewilligung von neuen Förderbescheiden ist bereits erfolgt oder steht bevor.
Kurz- und mittelfristig rückt bei der Arbeit des Verbandes zudem im Rahmen des geplanten Investitionsprogramms die Realisierung verschiedener Impulsbauten im Tagebauumfeld in den Mittelpunkt: Die Bauarbeiten am Dokumentationszentrum Tagebau Garzweiler in Erkelenz haben begonnen. Zwischen 2027 und 2029 ist der Bau weiterer Impulsbauten im unmittelbaren Umfeld des Tagebaus unter anderem in Titz-Jackerath und Mönchengladbach-Wanlo geplant.
Der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler
Der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler wird von den Städten Mönchengladbach, Bedburg, Erkelenz, Grevenbroich, Jüchen sowie der Landgemeinde Titz getragen. Der interkommunale Verband umfasst damit ein Gebiet, in dem knapp 440.000 Menschen leben. Das Unternehmen RWE Power AG und die Region Köln-Bonn e.V. gehören dem Verband als beratende Mitglieder an. Die Geschäftsstelle befindet sich direkt am Tagebau im Erkelenzer Ortsteil Kuckum. Verbandsvorsteher ist Stephan Muckel, Geschäftsführer Volker Mielchen. Der Zweckverband wurde 2017 gegründet und bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau sowie Infrastruktur. Zentrale Aufgabe des Verbandes ist die Entwicklung und Umsetzung von Projekten in der Tagebaufolgelandschaft und ihrer Umgebung. Darüber hinaus unterstützt der Zweckverband die Mitgliedskommunen bei der Umsetzung eigener Strukturwandelprojekte und vertritt ihre Interessen in der überregionalen Zusammenarbeit der Tagebauregionen. Internet: www.landfolge.de
Im Mittelpunkt stehen das imposante Kaltblut Elliot und seine Partnerin Paula.
Am Morgen hört man das Schnauben eines Pferdes und das Knacken von Ästen. Elliot, ein großes Kaltblut, zieht einen Baumstamm durch den Wald. Kein Motorenlärm, kein Gestank – nur das rhythmische Geräusch von Hufen auf Waldboden. Elliot ist kein gewöhnliches Pferd. Mit seinem Besitzer Daniel Proske arbeitet er als Rückepferd. Ihre Aufgabe: Gefällte Bäume aus dem Wald holen, ohne die Natur zu verletzen. Elliot bewegt sich mit einer Ruhe und Präzision, die beeindruckt. Wer dem Kaltblut und Daniel Proske bei der Arbeit zusieht, merkt sofort: Hier geht es nicht nur um Holz, sondern um Respekt.
Darum setzt mags auf Rückepferde mags hat sich bewusst für den Einsatz von Rückepferden entschieden, weil diese Tiere etwas können, was Maschinen nicht schaffen: Sie bewegen sich mit Feingefühl durch den Wald und schonen den Boden. Oder anders gesagt: Maschinen verdichten den Waldboden, Rückepferde werden bei ihrem Einsatz zu Bodenschützern. Während schwere Technik oft Spuren hinterlässt, bleibt nach Elliots Arbeit nur ein sanfter Abdruck im Waldboden zurück. „Wir sprechen hier von hoher Bestandespfleglichkeit. Zum einen schonen die Rückepferde die Naturverjüngung. Zum anderen werden die Wege im städtischen Forst geschont, die vielen Spaziergängern der Naherholung dienen“, sagt mags-Revierförster Werner Stops. Des Weiteren können Rückepferde auch im schwierigen Gelände und bei problematischen Bodenverhältnissen eingesetzt werden.
Hinzu kommt, dass Rückepferde Tradition mit moderner Verantwortung verbinden – sie sparen über die Jahre viele Liter Diesel ein und zeigen, dass nachhaltige Forstwirtschaft auch heute möglich ist. Mit dem Einsatz der Rückepferde geht mags einen Schritt in Richtung nachhaltiger Forstwirtschaft und testet, ob traditionelle Methoden auch heute eine moderne und umweltfreundliche Alternative sein können. Holzrücken ist Teamwork Die 850 Kilogramm schweren Kaltblüter der Rasse Comtois können dauerhaft ein Drittel ihres eigenen Gewichts ziehen. Kurzfristig sogar deutlich mehr. Die Arbeit ist schweißtreibend, keine Frage. Darum ist beim Holzrücken Teamwork unerlässlich. Daniel Proske arbeitet seine Pferde maximal 2 Stunden am Stück – immer im Wechsel. Danach geht’s mit Decke in den Pferdeanhänger, wo Wasser und frisches Heu auf die Kaltblüter warten. Außerdem hält er seine Tiere das ganze Jahr über fit. Wenn die Holzarbeiten nach dem Winter im Wald beendet sind, setzt er Elliot und Paula beim Grubbern zur Förderung von Naturverjüngung, zum Anlegen von Pflanzstreifen mit dem Forstpflug und bei Kutschfahrten ein. „Die verschiedenen Arbeiten halten die Pferde das ganze Jahr über in Form, lasten sie artgerecht aus und schützen sie vor muskulären Verletzungen bei der Rückearbeit“, betont Daniel Proske.
Ein schönes Erlebnis für die Kinder der Umweltbildung Die Premiere der tierischen Waldarbeiter hat in unmittelbarer Nähe zur Waldschule stattgefunden. Im Naturkino auf dem Walderlebnispfad lief ein besonderer Film, den die Kleinen der Kindertagesstätte Mummgarten im Rahmen der Umweltbildung sehen konnten. Elliot war der Star des Films, der rund um das Naturkino eifrig Holz rückte. Besonders beeindruckt hat sie die ruhige und geduldige Art des Kaltbluts, das trittsicher und eifrig die Baumstämme rückt. Sie durften Elliot nicht nur zugucken, füttern und streicheln. Mit der Hilfe von Daniel Proske durften sie selbst die Zügel in die Hand nehmen und erleben, wie das große, schwere Kaltblut sanft und kraftvoll seine Arbeit im Wald verrichtet
Grünen-Politiker und Ex-Bürgermeister Hajo Siemes hinterlässt bleibende Spuren in Mönchengladbach
Nach fast vier Jahrzehnten kommunalpolitischen Engagements insbesondere für Klimaschutz, städtisches Grün und nachhaltige Abfallwirtschaft hat Hajo Siemes, langjähriges Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen, Ende des vergangenen Jahres die aktive Politik verlassen.
Als persönliche Würdigung für seine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der GEM überreichte ihm Jens Hostenbach, Geschäftsführer der mags/GEM, einen Walnussbaum. Da Siemes’ privater Garten ausschließlich dem Gemüseanbau dient, stellte der Grünenpolitiker das symbolträchtige Geschenk der Öffentlichkeit zur Verfügung: Der Baum fand seinen Platz auf dem Friedensplatz in Giesenkirchen (Am Sternenfeld) und soll künftig als lebendiges Denkmal für Siemes’ Wirken wachsen.
Siemes, der seit den Gründungsjahren vor über 30 Jahren im Aufsichtsrat der GEM mitwirkte, bleibt der Abfallwirtschaft auch als „sachkundiger Einwohner“ verbunden.
„Dieser Baum ist mehr als ein Abschiedsgeschenk – er steht für die vielen Projekte, die wir gemeinsam für eine grüne, lebenswerte Stadt umgesetzt haben“, betont Siemes. „Ich hoffe, dass er über Jahrzehnte Früchte trägt und die Menschen an die Bedeutung von Bäumen für unser Stadtklima erinnert.“
Hintergrund: Der Grünenpolitiker Hajo Siemes prägte in zahlreichen Gremien – vom Stadtrat über Bezirksvertretungen bis zu überstädtischen Ausschüssen – die Umweltpolitik Mönchengladbachs mit. Sein besonderes Anliegen galt stets dem Erhalt und Ausbau urbaner Grünflächen sowie der ökologischen Modernisierung der Abfallwirtschaft.
Der Kreis Viersen kooperiert in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal mit der Initiative „MehrBäumeJetzt“ und verschenkt Baum- und Strauchsetzlinge an interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Am Samstag, den 31. Januar, findet von 10 bis 14 Uhr der erste Verschenktag am Kreishaus in Viersen, Rathausmarkt 2, statt. Zudem wird es verschiedene Informationsstände von NABU Krefeld/Viersen, vom Naturpark Schwalm-Nette, der Biologischen Station Krickenbecker Seen e.V., der Stiftung „MehrBäumeJetzt“, dem Abfallbetrieb Kreis Viersendem Abfallbetrieb der Stadt Viersen sowie einigen Fachämtern der Kreisverwaltung, wie unter anderem der Abteilung Natur und Landschaft, Jagd und Fischerei, geben. Ebenfalls wird der Kreis Viersen zum Klimaschutz und zu Maßnahmen der Klimaanpassung informieren. Auch das Waldbrandlöschfahrzeug des Katastrophenschutzes Kreis Viersen wird präsentiert.
Weitere Verschenkaktionen folgen im kleineren Rahmen am 21. Februar in Willich, am 25. Februar in Niederkrüchten und am 26. Februar in Nettetal.
„Der Einsatz der vielen Helferinnen und Helfer hat es möglich gemacht, im Winter zahlreiche Setzlinge zu sammeln und in sogenannten ‚Baum-Hubs‘ zu lagern, um sie nun an die Bürgerinnen und Bürger im Kreis weiterzugeben“, erklärt Landrat Bennet Gielen. „Ich freue mich über so viel Engagement. Dank Ihrer Hilfe leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung.“
An mehreren Tagen sind überschüssige Setzlinge von Standorten gesammelt worden, an denen diese zu wenig Licht oder Platz gehabt hätten, um gedeihen zu können. Nun werden unter anderem Berg-, Spitz- und Feldahorn, Walnuss, Hasel und Rote Johannisbeere verschenkt. Verschiedene weitere Baum- und Straucharten, wie Kirsche oder Holunder, sind in kleineren Mengen verfügbar. Die Setzlinge haben eine Höhe von etwa 50 bis 200 Zentimetern und werden „wurzelnackt“ ausgegeben. Zum Transport der Bäume wird empfohlen, geeignete Tüten, eine Plane oder Ähnliches mitzubringen. Auch eine Anreise mit dem Fahrrad ist möglich.
Damit eine reibungslose Ausgabe gewährleistet werden kann, ist vorab eine Online-Anmeldung notwendig. Diese kann ab Samstag, den 17. Januar, unter folgendem Link erfolgen: www.kreis-viersen.de/mehr-bäume-jetzt
„Diese Verpflanzmethode ist günstig, logisch und mit ihr sparen wir im Kampf gegen den Klimawandel und bei der Wiederherstellung der Artenvielfalt kostbare Zeit. Das geerntete ‚kostenlose‘ Pflanzgut ist darüber hinaus ressourcenschonend, da unter anderem für das Heranwachsen der Pflanzen keine zusätzlichen Rohstoffe und keine Pestizide notwendig waren. Das Verpflanzen bietet somit einen klaren Mehrwert fürs Klima. Diese Methode kann überall dort, wo Bäume zwischen November und März in die Vegetationsruhe gehen, angewandt werden“, berichtet Paul Bickmann, Regionalkoordinator für den Niederrhein. Zusätzlich helfen Bäume dabei, Hitzeinseln zu reduzieren und die Luftqualität zu verbessern.
„MehrBäumeJetzt“ und der Kreis Viersen verteilen die Setzlinge nicht zur Pflanzung in Waldgebieten oder der freien Natur, sondern ausschließlich zur Pflanzung im eigenen Garten, auf privaten Flächen oder auf landwirtschaftlichen Flächen.
Alle weiteren Informationen zu den Setzlingen, zur Abholung vor Ort oder zu eventuellen Änderungen erhalten Sie unter www.kreis-viersen.de/mehr-bäume-jetzt
Rund 60.000 Bescheide über die Abfall- und Straßenreinigungsgebühr für das Jahr 2026 versendet mags ab Donnerstag, 15. Januar.
Fällig werden die Gebühren quartalsweise am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und am 15. November.
Wenn eine jährliche Zahlung vereinbart wurde, dann ist der Gesamtbetrag am 1. Juli fällig. Bereits erteilte SEPA-Mandate sind weiterhin gültig.
Wer mags bis jetzt noch kein SEPA-Mandat erteilt hat, erhält mit dem Bescheid ein entsprechendes Formular. Dieses ist auch online auf www.mags.de unter Formulare und Downloads verfügbar. Alle Änderungen, die bis Ende November bei mags eingegangen sind, wurden bei der Gebührenberechnung berücksichtigt. Sollten Änderungsanträge zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen sein, ist auf dem Jahresbescheid noch die bisherige Festsetzung aufgeführt. Der Versand der Änderungsbescheide mit einer entsprechenden Korrektur erfolgt kurzfristig.
Wer sich über seine Gebühr informieren möchte, findet auf www.mags.de einen Gebührenrechner. Wer Rückfragen zu den Bescheiden hat, kann sich montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr telefonisch unter 02161 4910-17 melden oder sendet eine Mail an gebuehren@mags.de.
Neuer Service: Gebührenbescheide jederzeit im Bürgerportal abrufen Ab 15. Januar können die aktuellen Gebührenbescheide sowie die Bescheide der letzten vier Jahre nach Anmeldung online im Bürgerportal abgerufen und als PDF heruntergeladen werden: https://mags.de/buergerportal/
Das Mönchengladbacher Erzählcafé lädt ein zum Thema: Lisel Haas und Grete Bermbach: zwei vergessene Mönchengladbacher Fotografinnen
Lisel Haas und Grete Bermbach betrieben in Mönchengladbach ein gemeinsames Fotoatelier. Dann gingen sie Ende der 1930er Jahre in die Emigration und fanden in Birmingham eine neue Heimat. Dort werden Sie jetzt im Rahmen einer Ausstellung wiederentdeckt.
Dr. Rita Mielke, Literaturwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin erzählt am 28.01.2026, 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr über den mutigen Lebensweg der beiden Fotografinnen. Ort ist die Zentralbibliothek in Mönchengladbach, Hilde-Sherman.-Zander-Str. 6, Wandelsaal, 1. Etage, Aufzug ist vorhanden.
Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet an der Gitarre von Andreas Neugebauer.
Die Geschichte der beiden Fotografinnen wurde veröffentlicht im neu erschienenen Buch „Frauen in Mönchengladbach – historische und zeitgenössische Perspektiven weiblichen Lebens“ herausgegeben von Karl Boland, Jutta Finke-Gödde, Monika Hensen-Busch und Hans Schürings. Im Erzählcafé werden weitere neue Erkenntnisse präsentiert. Weiter Infos zum neuen Halbjahresprogramm des Mönchengladbacher Erzählcafés unter: www.erzaehlcafe.de
Frösche, Molche und Kröten gehören zu den Amphibien und wandern zu Beginn des Jahres, sobald die Temperaturen ansteigen, wieder zu ihren Laichgewässern.
Sie finden diese Tiergruppe spannend und interessant und möchten mehr über sie erfahren, dann kommen Sie am Freitag, 16. Januar 2026 um 19 Uhr zur Bücherkirche Heilig Geist, Stapper Weg 335a, 41199 MG-Geistenbeck und lernen diese dort bei einem Vortrag kennen.
Um die Amphibien während der Wanderung zu schützen, werden auch in Mönchengladbach Amphibienschutzzäune aufgebaut und zwar am Hardter Wald am 24.01. und in Wanlo am 21.02.2026. Für alle die dort mithelfen wollen, dient der Vortrag als Einstieg bzw. als Auffrischung. Des Weiteren wird auch die Thematik aufgegriffen, wie man die Amphibien erfassen kann, sodass die Daten gesichert sind.
Interessierte können sich auch gerne über AKAR@nabu-mg.de oder 0172 – 693 06 03 melden.
Laut einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers plant die evangelische Kirche im Rheinland aus Kostengründen die Studierendenwohnheime in Düsseldorf, Köln, Aachen und Bonn zu schließen. Hierzu erklärt Dr. Bastian Hartmann, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„Die angekündigten Pläne der evangelischen Kirche im Rheinland zur Schließung von Wohnheimen für Studierende sind bedauerlich. Gerade in Großstädten wie Düsseldorf, Köln, Aachen und Bonn ist der Wohnungsmarkt ohnehin massiv angespannt. Für viele Studierende sind Wohnheime deshalb die einzige Möglichkeit, in Hochschulnähe leben zu können, weil ansonsten keine Wohnungen zur Verfügung stehen oder bezahlt werden können. Insofern gehen die Überlegungen der evangelischen Kirche genau in die falsche Richtung: Statt weniger Wohnheimen braucht es mehr.
Ein Gutachten im Auftrag des Wissenschaftsministeriums hat jüngst noch einmal bestätigt, wie wichtig zusätzliche Wohnheimplätze sind: In den derzeit von den Studierendenwerken betriebenen Wohnheimen liegt die Belegungsquote bei 95 bis 100 Prozent, die Anzahl der Wohnheimplätze im Verhältnis zur Anzahl der Studierenden liegt bei gerade einmal 0,05 bis 0,09. Auch vor diesem Hintergrund haben wir als SPD-Fraktion noch im Dezember den Antrag zum „Ende der Wohnungsmarktkrise: Gegen Wohnungslosigkeit und für soziale Wohnungspolitik in NRW“ eingebracht und unter anderem gefordert, dass die Ergebnisse des Gutachtens zeitnah umgesetzt werden. Schwarz-Grün hat den Antrag kurz vor Weihnachten mit ihrer Mehrheit abgelehnt.
Bei aller berechtigter Kritik an den Plänen der evangelischen Kirche im Rheinland müssen sich gerade auch Mitglieder der Regierungsfraktionen fragen lassen: Warum haben sie unseren Antrag abgelehnt, wenn sie die Notwendigkeit zusätzlicher Wohnheimplätze doch sehen? Und warum tragen sie seit Jahren eine Unterfinanzierung der Studierendenwerke mit? Wer die Mehrheit hat, darf mit dem Finger nicht nur auf andere zeigen. Wer regiert, muss auch handeln. Schwarz-Grün allerdings verschläft ihre Regierungszeit im Warmen.“
Die Eröffnungsrede hält Bürgermeister Bernhard Stein
Das Grundgesetz ist die Grundlage unseres freiheitlichen, demokratischen und rechtstaatlichen Zusammenlebens. Es garantiert nicht nur das individuelle Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Vielmehr verbürgt es den Schutz vor Diskriminierung durch den Staat. „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Es sind die Lehren aus dem Nationalsozialismus: Nie wieder! Zahlreiche der gesellschaftlichen Debatten in Deutschland werden in den letzten Jahren nicht mehr von allen auf der Grundlage der in unserer Verfassung verankerten Werte und Rechte geführt. Völkisch-nationalistische und autoritaristische Standpunkte sind auf dem Vormarsch. Insbesondere die Debatten zur Migration werden polarisierend geführt – so stark polarisierend, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt leidet. Einerseits sind sich viele Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen Merkmale als „mit Zuwanderungsgeschichte“ „gelesen“ werden, unsicher, ob sie von der Mehrheit noch als Deutsche wahrgenommen werden – ob sie im eigenen Land willkommen sind.
Andererseits führt der Vorwurf, dass es in unserer Gesellschaft Rassismus gibt, der sich im Handeln, Sprechen und Denken zeigt, zu Abwehrreaktionen auch bei Teilen der Bevölkerung, die sich selbst als weltoffen verstehen. Um uns näher mit den Themen Rassismus und Diskriminierung zu beschäftigen, haben wir Gülgün Teyhani von der Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit aus Duisburg eingeladen. Sie ist Diplom-Politikwissenschaftlerin, Systemische Beraterin, Trainerin zu unterschiedlichen Themen wie Antirassismus und Antidiskriminierung sowie Geschäftsführerin des Anti-Rassismus Informations-Centrums, ARIC-NRW e.V. – einer Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW.
Sie möchte in ihrem Vortrag einen Perspektivwechsel anregen und konkrete Impulse setzen.
Es findet statt am Dienstag, den 20. Januar 2026, 18:30 Uhr, im Paritätischen Zentrum Mönchengladbach, Friedhofstr. 39, 41236 Mönchengladbach.