AWO Mönchengladbach hat „rückenwind+“

Gerade für Branchen, mit vielen systemrelevanten Berufsgruppen und Kundinnen und Kunden, die zur so genannten Risikogruppe gehören, ist diese Zeit herausfordernd. Eigene Mitarbeitende sowie Kundinnen und Kunden müssen zwingend geschützt werden – gleichzeitig sieht sich die Arbeiterwohlfahrt Mönchengladbach in besonderem Maße dafür verantwortlich, dennoch die Menschen weiterhin zu unterstützen, die Hilfe benötigen.

Vor einigen Jahren hat die AWO Mönchengladbach bereits die digitale Transformation gewagt und die so genannte agile Arbeitsweise in der Verwaltung des Unternehmens eingeführt. Der Wohlfahrtsverband möchte weg vom klassischen, hierarchisch-organisierten System, bei dem der Chef seinen Mitarbeitenden Anweisungen gibt. „Agiles Arbeiten“ bedeutet Arbeiten als „Team“. Die Teams und deren Mitglieder bekommen und übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Handeln. Während die Mitarbeitenden also mehr Verantwortung bekommen, gibt der Chef des Unternehmens welche ab. „Das ist ein Prozess der Geduld erfordert,“ sagt der AWO-Geschäftsführer Thomas Schulitz, „AWO-Vorstand Uwe Bohlen und ich halten uns aus dem Tagesgeschäft aber inzwischen weitgehend heraus und kümmern uns um strategische Entscheidungen.“ Und Uwe
Bohlen ergänzt: „Das Ziel agilen Arbeitens ist, dass ein Unternehmen und seine Teams schnell und flexibel auf Veränderungen reagieren können. So wie gerade, während der Corona Pandemie und den Maßnahmen, die es einzuhalten gilt.“ Über 100 AWO Mitarbeitende treffen sich seitdem regelmäßig in Videokonferenzen und tauschen sich über den Stand der aktuellen Lage aus.
Weil der Wohlfahrtsverband und seine Beschäftigten darin geübt sind – sie nicht erst in der Krise lernen mussten, wie digitale Kommunikation funktioniert und auch die Infrastruktur dafür bereits geschaffen war – läuft der Betrieb auch jetzt fast wie gewohnt weiter.
Das Projekt „Agil ist besser! Moderne Organisation für soziale Dienstleistungen.“ wird im Rahmen des „rückenwind+“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.