Mehr als 5.400 Bürger sprechen sich innerhalb weniger Tage gegen die geplanten Anlagen aus – BUND, NABU und BAUM initiieren gemeinsame Protestaktion
Der Widerstand gegen die beiden im Hardter Wald geplanten Windkraftanlagen wächst. Kurz vor der Entscheidung über deren Genehmigung haben sich innerhalb weniger Tage bereits mehr als 5.400 Bürgerinnen und Bürger einer Petition gegen das Vorhaben angeschlossen. Initiiert wurde die Protestaktion von den drei Umweltverbänden NABU, BUND und BAUM. Als nächsten Schritt wollen sie die Unterschriften an Oberbürgermeister Heinrichs übergeben.
Die Umweltverbände befürworten ausdrücklich den Ausbau der Windenergie. Angesichts des Klimawandels und der notwendigen Abkehr von fossilen Energieträgern ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende. Entscheidend ist jedoch die Standortwahl: Der Hardter Wald ist aus Sicht der drei Verbände der falsche Standort für Windkraftanlagen.
Mit einem Waldanteil von lediglich 10,9 Prozent liegt Mönchengladbach weit unter dem bundesweiten Durchschnitt von 29,9 Prozent. Der Waldanteil deutscher Städte ist damit im Durchschnitt fast dreimal so hoch. Umso wichtiger ist der Hardter Wald als bedeutendstes zusammenhängendes Waldgebiet und zentraler stadtnaher Erholungsraum Mönchengladbachs sowie als Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.
Die geplanten Eingriffe sind erheblich: Für jede Windkraftanlage müssten rund 10.000 Quadratmeter Wald gerodet werden – insgesamt etwa 20.000 Quadratmeter. Hinzu kommen Flächen für Erschließungswege und weitere Infrastruktur. Die Folgen für Natur, Landschaft und Erholungsfunktion wären teilweise dauerhaft. Ersatzaufforstungen an anderer Stelle können einen gewachsenen Wald nicht kurzfristig ersetzen.
Es gibt durchaus Möglichkeiten, Windkraft an weniger konfliktträchtigen Standorten auszubauen. Geeignete Offenlandflächen, vorbelastete Bereiche im Umfeld von Gewerbe- und Industriegebieten sowie Standorte entlang von Infrastrukturtrassen sollten konsequent geprüft und gegenüber besonders wertvollen Wald- und Erholungsgebieten bevorzugt werden.
Mehr als 5.400 Unterstützer innerhalb weniger Tage sind ein deutliches Signal: Der Erhalt des Hardter Waldes ist ein Anliegen, das weit über den Kreis unmittelbar betroffener Anwohner hinausgeht. Die Stadt Mönchengladbach muss dieses Votum bei ihrer Entscheidung ebenso berücksichtigen wie die Belange des Natur- und Artenschutzes und die Bedeutung des Waldes für die Naherholung.
NABU, BUND und BAUM appellieren deshalb gemeinsam an die Stadt, den Bürgerprotest ernst zu nehmen und die geplanten Windkraftanlagen im Hardter Wald abzulehnen.
Klimaschutz und Naturschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir brauchen Windkraft – aber an den richtigen Standorten. Der Hardter Wald muss als Natur- und Erholungsraum für die Menschen in Mönchengladbach erhalten bleiben!
„Wir brauchen Windkraft – aber an den richtigen Standorten. Der Hardter Wald muss bleiben!“
Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/initiative-schutz-hardter-wald-in-moenchengladbach


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