Bürger informierten sich über Pläne zur Umgestaltung des Marienplatzes

 Aufenthaltsqualität soll spürbar verbessert werden

Der Marienplatz in Rheydt zählt mit rund 20.000 Fußgängern und 1.000 Bussen täglich nach dem Europaplatz vor dem Mönchengladbacher Hauptbahnhof zu den am meisten frequentierten Knotenpunkten in Mönchengladbach.
Zahlreiche Buslinien machen den Marienplatz seit Jahrzehnten zum Hauptumschlagplatz für viele, die aus allen Himmelsrichtungen kommend hier umsteigen oder die Rheydter City besuchen wollen.

„Seit zehn Jahren läuft die Förderung für den Marienplatz, die auch in den nächsten 15 Jahren noch anhält. An der Situation des Busknotenpunktes wird sich demnach definitiv nichts ändern“, erläutert Jörg Clages vom städtischen Fachbereich Stadtentwicklung und Planung gestern in einer Bürgerinformationsveranstaltung, zu der die Stadtverwaltung in die City-Werkstatt eingeladen hatte.
„Die Qualität für den Busverkehr muss erhalten bleiben. Allerdings soll der Betriebsablauf des Busverkehrs unter anderem durch die Zusammenlegung von Haltestellen, den Wegfall von zwei Haltestellen und die Reduzierung des Individualverkehrs optimiert werden“, ergänzt er mit Blick auf die geplante Umgestaltung des Marienplatzes.
Die Reduzierung der Umsteigezeiten führt somit zu beschleunigten Betriebsabläufen im Busverkehr.

Über erste Entwürfe der Umgestaltung, die ein wesentlicher Baustein in der Umsetzung des Rheydter Innenstadtkonzeptes ist, informierte der städtische Verkehrsplaner gemeinsam mit City-Koordinator Felix Stiepel rund 50 Bürgerinnen und Bürger in der City-Werkstatt, die zentrale Anlauf- und Informationsstelle für das Innenstadtkonzept ist.

Rund 750.000 Euro umfasst das Investitionsvolumen für das Projekt, das im Rahmen des Stadterneuerungsprojektes „Soziale Stadt Rheydt“ zu 80 Prozent (600.000 Euro) durch den Bund und das Land NRW gefördert wird.
Neben der Optimierung des Busverkehrs ist vor allem auch eine deutliche „Entrümpelung“ von Barrieren in den Haltestellenbereichen und Gehwegen vorgesehen, um die Aufenthaltsqualität am Marienplatz für Fußgänger zu verbessern.
Auf der Westseite des Marienplatzes werden die Gehwegflächen vor den Geschäften und den Haltestellen verbreitert.
Die vorhandenen „Pilze“ an den Haltestellen werden durch die Wegnahme der Rückwände und Sperrbügel luftiger und offener gestaltet. Dadurch werden der Gehwegraum vergrößert und klare Sichtachsen geschaffen.

Zudem soll durch den Abbau der gläsernen Haltestellen vor dem Portal der Marienkirche der Baukörper wieder stärker in den städtischen Raum eingebunden werden.
„Unser Ziel ist es, eine größere Transparenz und mehr Raum zu schaffen.
Wegen der noch vorhandenen Barrieren auf den Gehwegen mussten Passanten bislang einen Hürdenlauf um Poller, Laternen und Haltestellen auf sich nehmen. Die Verbreiterung und Neuordnung der Gehwege ermöglicht zugleich auch mehr Platz für Auslagen und Außengastronomie“, ergänzen Carsten Henkel und Rolf Beierling-Hemonet vom Fachbereich Stadtentwicklung und Planung.

Wie die Pläne konkret aussehen werden, wird sich in den kommenden Wochen ergeben. Am kommenden Mittwoch, 25. April, befasst sich die Bezirksvertretung Süd und am 8. Mai der Planungs- und Bauausschuss mit dem Thema.
Dabei sollen auch Anregungen aus der gestrigen Bürgerversammlung, die sich unter anderem auf die Berücksichtigung von Sitzmöglichkeiten an den Haltestellen und die Taktung der Ampeln am Marienplatz sowie auf die Verkehrssituation in der Stresemannstraße beziehen, aufgegriffen werden.
Zur Umsetzung der Entwürfe will die Verwaltung im Herbst auf die Baustelle gehen.
Mit Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel soll die Baustelle in der Adventszeit auf „Sparflamme“ laufen.
(pmg)