Corona in Kitas: Höchste Zeit zu handeln

Grafik: Komba

Die Personalsituation in den Kitas spitzt sich zu. Die Sorge der Beschäftigten wächst, die Kräfte schwinden. Die komba gewerkschaft nrw warnt: Wenn nicht endlich präventiv gehandelt wird, sind die Kitas demnächst geschlossen.

„Der grundsätzliche Personalmangel und die krankheits- und quarantänebedingten personellen Ausfälle belasten die Kita-Beschäftigten extrem.
Wer Betreuungsgarantien ausgibt, kann das Versprechen nur mit gesunden Beschäftigten einhalten. Die letzte Chance zum präventiven Handeln ist jetzt. Sonst sind die Kitas demnächst dicht“, mahnt Sandra van Heemskerk, stellvertretende Landesvorsitzende der komba gewerkschaft nrw, gegenüber der Politik.

Der Personalmangel verbunden mit einem anhaltend hohen Dokumentationsaufwand, den Hygienemaßnahmen, einer Vielzahl an Regelungen und ständig neuen Aufgaben führt zu immer mehr Arbeitsaufwand der verbliebenen Beschäftigten. Die frühkindliche Bildung bleibt auf der Strecke.

Unter dem Motto „Hört uns. Seht uns. Sprecht mit uns. Sonst sind die Kitas zu!“ macht die komba auf die prekäre Situation aufmerksam. Die Politik, so der Vorwurf, lässt in der Corona-Pandemie den Weitblick vermissen. „In der Pandemie wurde viel zu oft ad hoc reagiert statt präventiv gehandelt. Unsicherheit und Unklarheit mit Blick auf die
Corona-Situation prägen den Kita-Alltag. Die Kita-Beschäftigten fühlen sich alleine gelassen“, macht Sandra van Heemskerk deutlich.

Die komba gewerkschaft nrw fordert:

• eine verbindliche Teststrategie von Kindern
• die Entlastung des pädagogischen Personals bei der Dokumentation durch
zusätzliches Verwaltungspersonal
• Wiederaufnahme der Regelung, dass Kitahelfer/innen über eine
Stundenaufstockung des vorhandenen Personals eingesetzt werden können
• die Möglichkeit zur Reduzierung von Betreuungszeiten (insbesondere bei
Gruppensettings