„Corona-Krise darf die soziale Ungleichheit nicht verschlimmern“

Wer wenig verdient, ist in der Corona-Krise noch ärmer geworden. Das zeigt der aktuelle Armutsbericht der Bundesregierung.

Zusammen mit Engagierten des Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit sprach die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel darüber, wie gegen diese wachsende Ungleichheit angekämpft werden kann.
Das Bündnis hat in einem Appell elf sozialpolitische Forderungen erhoben. „Ich freue mich, dass sich das Bündnis so vehement und lösungsorientiert für mehr Gerechtigkeit einsetzt. Dieses gemeinsame Engagement von Zivilgesellschaft und Politik ist wichtig, um eine sozialpolitische Wende durchzusetzen“, betont Yüksel.
„Wir begrüßen das Angebot von Gülistan Yüksel im Austausch zu bleiben, da es für die Bundesrepublik und nicht zuletzt für Mönchengladbach gut und notwendig ist, Hartz-IV zu überwinden“, betont der Sprecher des Bündnisses Wolfgang Fels. Zu den Forderungen des Bündnisses gehören zudem eine würdevolle Grundsicherung, berufliche Bildungsangebote, ein höherer gesetzlicher Mindestlohn sowie bezahlbarer Wohnraum. Yüksel teilte zahlreiche Forderungen des Bündnisses und machte in dem Gespräch deutlich, dass die SPD bereits einiges hiervon umsetzen konnte: „Mit dem Teilhabechancengesetz haben wir einen sozialen Arbeitsmarkt geschaffen, von dem schon über 56.000 Menschen profitieren. Sie haben dank der Förderung und dem Zuschuss zum Arbeitsentgelt den Sprung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geschafft.“
Yüksel war sich mit ihren Gesprächspartnern dennoch einig, dass diese Regierungserfolge nicht darüber hinwegtäuschen dürften, dass gegen die wachsende Ungleichheit in Deutschland weiter angekämpft werden muss. „Der Appell des Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit für mehr soziale Gerechtigkeit bleibt wichtig. In unserem Zukunftsprogramm finden sich zahlreiche der Forderungen wieder. So wollen wir Hartz IV durch ein Bürgergeld ersetzen. Dabei setzen wir auf Befähigung und Bestärkung und nicht auf Zwang. Unwürdige Sanktionen schaffen wir ab“, zitiert Yüksel das kürzlich veröffentlichte Programm ihrer Partei. „Gerade jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht immer weiter auseinander geht“, Yüksel abschließend.

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