Ehemaliger Bürgermeister Hans Segschneider ist heute 100 Jahre alt geworden

©1999 Stadtarchiv Mönchengladbach

MG-Heute gratuliert ganz herzlich |

Hans Segschneider war von 1984 bis 1994 Bürgermeister der Stadt Mönchengladbach, seit 1960 bis 1994 Mitglied des Rates und zuvor seit 1956 als sachkundiger Bürger in Ausschüssen tätig, von 1984 bis 1985 Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion und seit langem deren Ehrenfraktionsvorsitzender: Heute (14. Dezember) ist Hans Segschneider 100 Jahre alt geworden.

Zu seinem Geburtstag gratulierte ihm Oberbürgermeister Felix Heinrichs persönlich und überbrachte die besten Glückwünsche. „Hans Segschneider gehört unbestritten zu den großen Köpfen unserer Stadt. Und das liegt vor allem an seinem großen Herzen für die Anliegen der Menschen in Mönchengladbach. Ich bin beeindruckt von seiner Lebensleistung und seiner Lebensfreude. Herzlichen Glückwunsch im Namen der gesamten Stadtgesellschaft!“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Alle Ämter, die er zeit seines Lebens ausfüllte, würden Seiten füllen. Nur so viel: Er war von 1964 bis 1983 Präsident des Stadtsportbundes, 16 Jahre Vorsitzender der Schwimmsportvereinigung Rheydt, 25 Jahre Vorsitzender des Sozialverband VdK Mönchengladbach, acht Jahre im Vorstand des VdK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und vier Jahre Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Mönchengladbach.

Vor sieben Jahren hat er sich aus allen Ämtern zurückgezogen, seitdem wurden ihm vielfach Ehrenpräsidentschaften zugetragen, wie etwa beim Stadtsportbund und bei der FDP. Für Hans Segschneider, der, wie er von sich selber sagt, „etwas unbeweglich geworden ist, aber immerhin noch fit im Kopf“, war rückblickend die Zeit als Bürgermeister an der Seite des vor kurzem verstorbenen Ehren-Oberbürgermeisters Heinz Feldhege das Schönste, was er erleben durfte:“ Ich habe unendlich viel gelernt und tolle Begegnungen gehabt“, erinnert er sich augenzwinkernd mit einem Schmunzeln, unter anderem an Prinz Charles und Prinz Philip bei ihren Besuchen im Rathaus Abtei. Sein feinsinniger Humor ist ihm genauso geblieben wie seine tiefe Überzeugung, „dass im Zeitalter der Digitalisierung das Zwischenmenschliche nicht verloren gehen darf. Man muss zuhören und miteinander reden“, betont er und verrät seine Lebensformel: „Ich war ein ganzes Leben immer für andere Menschen da“.

Davon zeugen auch die zahlreichen Ehrungen, die seine Verdienste würdigen: Bundesverdienstkreuz 1. und 2. Klasse, der Verdienstorden des Landes, die Goldene Ehrennadel und der große Wappenteller der Stadt Rheydt sowie das Schöffensiegel in Gold der Stadt Mönchengladbach. Jungen Menschen gibt er als Rat mit auf den Weg, ein Leben lang aktiv zu bleiben, sich einzubringen und ehrenamtlich zu betätigen. „Nur davon lebt eine Stadt“, weiß er aus eigener Lebenserfahrung.