Ein Basisfahrzeug für Bewässerung, Mülltransport, Winterdienst

Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Gabriele Teufel, Vorsitzende der Geschäftsführung GEM, Hans-Jürgen Schnaß, Geschäftsführung GEM, Roberto Debill, Betriebsleiter GEM vor der 3-in-1-Sattelzugmaschine. Foto: GEM

Oft stehen in einem Fuhrpark über längere Zeit Fahrzeuge, ohne im Einsatz zu sein, da etwa das Schneeräumen oder das Streuen einer Straße nicht ganzjährig erforderlich ist.

Die GEM hat dies schon vor Jahren erkannt und nutzt hierfür die Basisfahrzeuge für den Transport des Mönchengladbacher Restmülls vom Betriebshof zur Müllverbrennungsanlage in Krefeld: Nach dem Winterdienst wird der Streuaufsatz entfernt, und der Auflieger kann angekuppelt werden.
Jetzt haben mags und GEM diese Idee weiterentwickelt. Dabei setzt man einen Container mit 6600 Liter Wasser auf das Fahrzeug und montiert einen Gießarm. So ist die Zugmaschine in ein Bewässerungsfahrzeug umgewandelt, das Straßenbäume tränkt.
„Die Möglichkeit, unsere Trägerfahrzeuge multifunktionell und damit kostengünstig umrüsten zu können, haben wir im Rahmen eines Forschungsprojekts entwickelt“, sagt Gabriele Teufel, Vorsitzende der Geschäftsführung GEM. Denn vergleichbare Lösungen existierten auf dem Markt nicht.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Verwaltungsratsvorsitzender der mags, schaute sich vor Ort diesen effizienten Einsatz der 3-in-1-Lösung an. Insbesondere auch die Kürze, in der die Fahrzeuge umgerüstet werden können, beeindruckte ihn: Dank neuester Technik werden innerhalb von 30 Minuten das Räumschild und der Winterdienst-Streuer auf den Sattelzug montiert sowie der Winterdienst-Container mit Salz und 1700 Liter Sole befüllt. Ebenfalls in nur einer halben Stunde wird aus dem Sattelzug ein Bewässerungsfahrzeug.

Von seinem Fahrerhaus aus steuert der geschulte GEM-Mitarbeiter per Joystick den 5,5 Meter langen Gießarm. Von April bis Oktober kann man die Fahrzeuge im Einsatz für die Straßenbäume sehen. Die zu gießende Wassermenge von 100 Liter pro Baum kann dabei automatisch eingestellt werden. Ein 25 Meter langer Schlauch ist auch mit an Bord. Er dient zum Wässern von Kübeln und zum Befüllen der Gießsäcke an Jungbäumen.
Felix Heinrichs ist von dem Konzept angetan: „Bewässerung wird wichtiger, wie uns die Hitzesommer zeigen. Ich finde es super, dass mags und GEM so innovativ unterwegs sind. Mit gezieltem Technikeinsatz kommt Wasser bei den Bäumen an.“
Im nächsten Schritt will mags beim Wässern Sensortechnik zum Einsatz bringen.

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