Erkrankte Rosskastanien auf dem Hauptfriedhof

Erkrankte Rosskastanien auf dem Hauptfriedhof

Bäume werden zunächst stark gekappt, möglicherweise sogar gefällt.
Seit einigen Jahren ist auch im Stadtgebiet Mönchengladbach zu beobachten, dass viele Rosskastanien nach und nach an der sogenannten „Kastanien-Komplexkrankheit“ erkranken. Hiervon betroffen ist derzeit ausschließlich die Rosskastanie.
Die Esskastanie oder Marone ist frei von Symptomen, da es sich hierbei um eine andere Pflanzengattung handelt.

Die Krankheit tritt auch in anderen Städten des Rheinlandes bis hin nach Norddeutschland auf.
Das hat beispielsweise in Düsseldorf und Krefeld zu zahlreichen Fällungen von Rosskastanien geführt. In Mönchengladbach tritt die Krankheit aktuell an mehreren Standorten wie an der Kastanienallee des Hauptfriedhofs auf. Der Krankheitsverlauf ist durch eine Bakterienart (Pseudomonas syringae) verursacht, in deren Folge – durch die Schwächung des Baumes – auch holzzersetzende Pilze auftreten.

Durch die Pseudomonas-Erkrankung kommt es zunächst zur Bildung von schwarzen, nässenden Flecken auf der Rinde am Stamm und möglicherweise auch an den Ästen, danach zum flächigen Absterben der betroffenen Bereiche.
Bei diesen vorerkrankten Bäumen können nach einiger Zeit holzzersetzende Pilze, wie der Samtfußrübling und der Austernseitling, auftreten. Die hierdurch verursachte intensive Fäule breitet sich – durch die vorhergehende Schwächung der Rosskastanie – sehr schnell aus und führt zum Absterben des Baumes. Die befallenen Bereiche sind erheblich in ihrer Bruchfestigkeit eingeschränkt, so dass zunächst ein drastischer Rückschnitt, möglicherweise sogar die Fällung notwendig wird.

Es bleibt abzuwarten wie sich die Krankheit in den kommenden Jahren auf den Kastanienbestand in unserer Stadt auswirkt.
(pmg/schr)