FDP fordert Rückkehr des Busverkehrs auf die Hindenburgstraße –
was ist den Bürgern die Verkehrsberuhigung wert?

Im nächsten Bau-und Planungsausschuss sollten die Mitglieder die dauerhafte Weiterführung des Busverkehrs Richtung Bahnhof parallel zur Hindenburgstraße auf der Steinmetzstraße beschließen.

So sah es zumindest eine von Planungsdezernent Gregor Bonin vorgelegte Beratungsvorlage vor.
Pikant: Das Gutachten zum Modellversuch, das als Anlage 2 zur Beratungsvorlage gehört, empfiehlt etwas ganz Anderes: Die sofortige Rückverlegung des Busverkehrs auf die Hindenburgstraße.

FDP-Fraktionsvorsitzende Nicole Finger ist sauer: „Die Beratungsvorlage tritt den Willen der betroffenen Bürger mit Füßen. Über 50% der befragten Busnutzer im Gutachten hat die neue Linienführung im Vergleich zur alten mit „mangelhaft“ bewertet. Die Vorlage ist einfach nur dreist.“

Auf Antrag der CDU hat die Bezirksvertretung Nord die umstrittene Beratungsvorlage am letzten Mittwoch nun ohne Diskussion von der Tagesordnung genommen und in den nächsten Ratszug geschoben.
Ganz offensichtlich gibt es selbst bei den Bezirkspolitikern noch Informations- und Handlungsbedarf.

„Ein Akt völliger Hilflosigkeit,“ meint Finger, „Vermutlich wird nun in der CDU fieberhaft nach einer Lösung gesucht, wie man die Beratungsvorlage zurückweist, ohne den Dezernenten zu beschädigen.“

Der Vorgang erregt aber nicht erst in jüngster Zeit die Gemüter. Schon lange nicht mehr hatte eine politische Entscheidung in der Stadt Bürger, Einzelhändler und weite Teile der Politik so überrumpelt wie die Ankündigung von CDU und SPD, die Hälfte der Busse ab Juli 2016 für ein Jahr aus der Hindenburgstraße zu verbannen. Ein extra eingeholtes Gutachten und ein eigens zur Klärung dieser Frage eingerichteter Facharbeitskreis hatten sich zuvor klar dagegen ausgesprochen. Kurz vor Ablauf des Probejahres hatte dann auch noch NEW-Vorstand Armin Marx öffentlich erklärt, dass der Modellversuch bis zur finalen Entscheidung der Politik in die Verlängerung gehen werde – bis zum Fahrplanwechsel 2018, also ein ganzes weiteres Jahr.

„Das Verfahren bis hierher war schon grenzwertig, aber was nun als Ergebnisinterpretation des Modellversuchs vorgelegt wird, ist eine Unverschämtheit“, so Finger, „Wir fordern die Groko auf einfach einzusehen, dass der Probebetrieb gescheitert ist.“

Trotz der klaren Ablehnung der Teilverlegung des Busverkehrs von der Hindenburgstraße, will aber auch die FDP die Aufenthaltsqualität auf der Hindenburgstraße weiter verbessern. „Die in der Beratungsvorlage angesprochene Nutzung von E-Mobilität für die Busse auf der Hindenburgstraße beispielsweise muss zügig umgesetzt werden. Dann sind wir schon ein ganzes Stück weiter.“

2 Kommentare zu "FDP fordert Rückkehr des Busverkehrs auf die Hindenburgstraße –
was ist den Bürgern die Verkehrsberuhigung wert?"

  1. Dirk Sasserath | 24. Januar 2018 um 21:07 |

    Sehr Gut… Wer sagt eigentlich das diese Linienumlegung Gut war, ??? Irgend ein Politiker und schon ist das Gesetz ????? Auf der Hindenburgstraße mittig zu gehen macht gar keinen Sinn, weil man dann nichts von den Geschäften sieht, hinzu kommt das alte und Behinderte nicht mehr aus dem Zentrum raus kommen, also kommen sie auch nicht rein…. Welcher Schwachsinnige lässt Lalle Linien die Hindenburgstr. rauf fahren ??? Warum lässt man nicht linien wie 009/019/ce089/ 008/010 nicht vom BHF direkt beidseitig über Steinmetzstr. fahren ??? Und die andere Linien die Alter Markt links in andere Richtung fahren wie 003/013/033/023 usw. nicht wieder beidseitig die Hindenburgstr. fahren ??? Dann wäre Hindenburgstr. Verkehr halbiert und immer noch kämen ALLE Bürger in die komplette Stadt !!! Alle hätten Nutzen…. und wer dort hin Zieht dem sollte wohl Klar sein das es dort lauter als auf dem Land ist und ist mehr als Egoistisch nun zu verlangen das keine Busse mehr dort fahren, also andere Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden sollen…..Liberalität auf Kosten anderer ?? Über 70 Jahre wird die Hindenburgstr. befahren und davon Lebt das Zentrum !!! Unglaublich was das EGO einzelner Menschen alles verursacht und dann ist es auch noch Nutzlos!!! Selbst im Hinblick auf den Bau des Marktes am Alten Markt und der später geplanten Baumaßnahme am jetzigen MH…Aber der einfach Bürger mit mehreren Berufen ist ja zu dumm….. HIRN EINSCHALTEN !!!

  2. dERbECKRaTHER
    meldet sich nach langer Zeit zu Wort:
    Was ist da los in der Stadtführung? Will sich da jemand Denkmäler setzen?
    Die Friedrich-Ebert-Straße / Rheydter Straße ist seit geraumer Zeit 30er-Zone.
    Die Brucknerallee /Richard-Wagner-Straße ist „Blaue Route“ also auch 30er-Zone
    Die Limitenstraße/Gartenstraße/Theodor-Heuss-Str. wird jetzt in Teilen 30er-Zone…
    Die Dohlerstraße/Grevenbroicher-Straße ist ebenfalls in Teilen 30er-Zone!
    Wie bitte sollen tausende Berufstätige in einer annehmbaren Zeit den Arbeitsweg auf der Nord-Süd-Achse zurücklegen? Was macht das für einen Sinn?
    Sie – Herr Reiners – haben mit ihrem Fahrrad nur einen kurzen Anfahrtsweg in ihr Büro.
    Bekommt der Begriff „GröFaZ“ eine neue Bedeutung? Größter Fahrradfahrer aller Zeiten“!
    Was machen die Schüler aus den Randlagen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schon seit Jahren jeden Tag 90 Minuten und mehr Fahrzeiten einplanen müssen?
    Was machen die Bürger, Arbeitnehmer und Angestellten, die nicht in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz wohnen können? In einer Behörde in Mönchengladbach soll es Behördenangehörige geben, die mit dem Fahrrad kommen… / dort aber erst einmal duschen gehen! Wer mag schon mit Schweißrändern unter den Armen dem Bürger gegenübertreten? Gottseidank sind das nur ganz, ganz wenige. Wieviele Arbeitgeber würden das mitmachen?
    Träumen Sie – Herr Reiners – tatsächlich davon, das „Münster“ des Rheinlands zu werden?
    Die „Blaue Route“ hat sich bewährt? Das ich nicht lache. Sie ist ein Schlag ins Wasser! Wieviele Radfahrer nutzen täglich diese Strecke? Geben Sie doch mal ein Gutachten in Auftrag. Lassen Sie die Radfahrer per Verkehrszählung repräsentativ erfassen. Das Gutachten lassen Sie bitte weg! Kostet nur unnütz Geld. Stellen Sie sich selbst einmal einen Tag dorthin. Selbst Anwohner wünschen sich die Zeiten zurück, als die Radfahrer auf dem breitesten Radweg der Stadt – zwischen den Bäumen – unterwegs waren.
    Ihr Hobby in Ehren – aber haben Sie nicht eine gewisse Verantwortung gegenüber den Bürgern? Ich hatte einmal das Vergnügen, mich mit einem Radfahrer und seiner Frau über deren Wünsche und Vorstellungen zu unterhalten. Er hatte z.B. die Idee, von der Bismarckstraße in beiden Fahrtrichtungen einen Fahrstreifen wegzunehmen und als Radweg zu deklarieren. Die Hohenzollernstraße soll nach seiner Auffassung ähnlich gestaltet werden! Bei solchen Ideen wird ihre alternative Busroute zum kleinsten Übel in der Stadt. Lassen Sie sich die Unfallstatistiken vorlegen. Dann schließen Sie bitte nicht die Augen bei den Zahlen von/mit Radfahrern. Wieviele Unfälle sind auf Rotlichtfahrten, falsch benutztem Radweg, Nichtbeachten von Vorfahrtsregeln etc. der Radfahrer zurückzuführen? Wieviele Unfälle wurden durch den „Rüpel“ Autofahrer verhindert, weil er rechtszeitig gebremst hat / ausgewichen ist. Gehen Sie doch mal an einem Samstag durch die Hauptstraße. Nehmen Sie vorsorglich ihren Fahrradhelm mit. Es soll tatsächlich Radfahrer geben, die jedes Recht für sich in Anspruch nehmen und eine Fußgängerzone mit einer Radfahrstraße verwechseln. Oder habe ich dort die blauen Linien etwa übersehen? Der ADFC sollte m.E. bitte schön seine Mitglieder nicht nur über ihre Rechte aufklären. Klar haben Radfahrer Rechte. Aber die kennen Sie zu Genüge. Die Rechte der Radfahrer hören da auf, wo die Rechte anderer Verkehrsteilnehmer anfangen. Oder anders ausgedrückt: Wer Rechte hat, hat auch Pflichten! Es gab Zeiten, da mussten Fahrschüler den § 1 StVO vor- und rückwärts beten können. Machen Sie vor lauter Spaß mal einen Test! Chaoten gibt es – zugegebener Weise – sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite. Mit Ihrer Politik schaffen Sie hier ganz bestimmt keine Abhilfe!
    Eine Frage sei noch erlaubt:
    Wieviel hat die Tour de France der Stadt Mönchengladbach nun wirklich effektiv gekostet? Mit effektiv meine ich auch effektiv (nichts Schöngerechnetes…)
    Wo sind die Sponsoren geblieben, die den Spaß finanzieren wollten?
    Welchen Nutzen hat diese Veranstaltung dauerhaft für die Stadt gebracht?

    Die Stadt hat 1.200.000.000 Euro Schulden —
    und was bietet die Stadt ihren Bürgern für einen Gegenwert?
    Einen ausgeglichenen Haushalt…
    Mir wird bei dieser Zahl schlecht.

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