FDP: MAGS Verwaltungsrats-Beschlüsse unpraktikabel –
GroKo nimmt Bürger nicht ernst

Mit Verwunderung nimmt die FDP Fraktion die gerade veröffentlichten neuen Beschlüsse des Verwaltungsrats der  MAGS zum Müllkonzept zur Kenntnis.

„Es ist ja schön, dass CDU und SPD offensichtlich die anhaltenden Bürgerproteste zum Anlass nehmen, ihre Beschlusslage zu überdenken, aber die nun beabsichtigten Änderungen sind weder praktikabel noch ausreichend, um das,  was die Bürger tatsächlich stört, zu beseitigen“, erklärt die stellv. Vorsitzende der FDP Ratsfraktion Natascha Stephan.

Die Einführung einer Grundgebühr pro Haushalt, unabhängig von der Tonnengröße an sich, ist nach Ansicht der Liberalen grundsätzlich zwar durchaus diskussionswürdig, aber mit dem zusätzlich berechneten Leistungspreis wird dem Bürger suggeriert, dass er tatsächlich nur für das, was er an Leistung abnimmt, bezahlt. „Genau dies ist aber nicht der Fall“, ergänzt die FDP Ratsfrau, „bleibt doch das durch die Ratsmehrheit beschlossene Mindestvolumen von 20l (15l mit Biotonne) pro Person auch weiterhin erhalten.“

„Zahlreiche Gespräche mit Bürgern bei unseren Infoständen am Rheydter Marktplatz zeigen, dass die Bürger sauer darüber sind, dass ihnen hier ein Mindestvolumen auferlegt wird, welches von den meisten überhaupt nicht ausgeschöpft wird. Wo bleibt denn da noch der Anreiz zur Müllvermeidung?  fragt sich Ratsherr Gutowski.

Als wenig praxisorientiert empfindet die FDP das Vorhaben der MAGS, die Ungerechtigkeit der „Luftgebühr“ für mehrköpfige Familien zu beseitigen, indem man an einer 120l Tonne eine Füllstandsmarkierung bei 90 l anbringt. „Wie sollen die Mitarbeiter der MAGS das denn bei jeder Tonne überprüfen? Der Aufwand, der damit verbunden ist, steht in keinem Verhältnis, und wäre im Übrigen auch gar nicht nötig, wenn man sich dem von uns vorgeschlagenen Zähl-, Ident- oder Volumensystem anschließen würde und damit insgesamt zu einem nach tatsächlichem Aufwand berechneten Müllgebührensystem käme“, betont Reiner Gutowski. Völlig unverständlich ist Gutowski zudem, warum die vorhandenen Möglichkeiten der digitalen Erfassung des Müllaufkommens nicht geprüft wurden.

„CDU und SPD versuchen den Bürgern hier zu  verkaufen, dass die Nachbesserungen zu einem gerechteren und flexibleren Müllgebührensystem führen, tatsächlich sind die Änderungen jedoch weit weg von einem gerechten Müllsystem und das haben die Bürger auch gemerkt“, ist sich Reiner Gutowski sicher. „ CDU und SPD täten gut daran, sich hier unseren Vorschlägen nicht zu verschließen und damit den Bürgern zu zeigen, dass ihre Einwände ernst genommen werden. “

3 Kommentare zu "FDP: MAGS Verwaltungsrats-Beschlüsse unpraktikabel –
GroKo nimmt Bürger nicht ernst"

  1. Hallo Frau Dietz, mir geht es wie Ihnen. Bis dato komme ich wöchentlich mit einer 35 Liter Rundtonne aus und darf mich – auf Grund von 6 Personen im Haushalt – zukünftig mit 2 Tonnen vergnügen. Was ich mit der 2. Tonne mache, weiß ich auch noch nicht. Da diese ja hoffentlich neu sind, kann man diese ggf. als Tauchbecken benutzen. Passt ja bei der aktuellen Wetterlage. Oder Sie bepflanzen die schön.

    NEIN!!!
    Ich weiß nicht wer bei der Planung dabei war. Aber der Personenkreis kennt das Wort Müllvermeidung sicherlich nicht. Ich frage mich, wie und wo soll ich 180 Liter Müll produzieren? Ich habe sowohl vom Rathaus, als auch von der MAGs ähnliche Antworten wie Sie erhalten. Wer beim Einkauf schon auf den Verpackungsmüll achtet und sauber trennt, schafft es auch als 6-köpfige Familie nicht die beiden Tonnen zu füllen. Unser Bürgermeister und jeder vom Ausschuss kann ja mal den Inhalt seiner Mülltonne ansehen und sich selber die Frage beantworten. Die Pro-Kopf-Berechnung hinkt erheblich. Wenn eine Person 15 Liter Müll produziert, müssen zwei nicht 30 und drei Personen 45 Liter Müll produzieren. Wenn ein Baby im ersten Jahr ca. 35 cm wächst, ist es nach 10 Jahren auch nicht über 3m groß.

    Ich halte immer noch das Abfallsystem der Stadt Bedburg Erft für sinnvoll. Die Stadt berechnet pro Abholung der Tonne, wobei die Tonne mind. 1x pro Monat herausgestellt werden muss. 14 oder 16 Abholungen werden pro Jahr grundsätzlich berechnet. Ich, kann auch die Tonne jede Woche herausstellen, dann wird die Leerung mit einem Strichcode gezählt und gesondert in Rechnung gestellt. Ich habe damals für eine 80 Litertonne ca. 7,52 Euro pro Leerung bezahlt, was zu einer Müllgebühr von ca. 120 Euro im Jahr führte.
    Vielleicht ist aber auch eine Tonne schon für die Ablösung des gelben Sackes gedacht.

    Die Stadt wird nichts an Ihrem Plan ändern und wir dürfen es bezahlen. Na ja 150 Euro mehr pro Jahr. Was macht das schon? Dafür werden wir sicherlich die sauberste Stadt in Deutschland werden. Wilde Müllkippen wird es dann nicht mehr geben, weil die MAGs so viel Personal einstellen wird, dass die Mitarbeiter entweder den ganzen Tag auf der Lauer liegen und die Müllsünder vertreiben oder den Müll direkt wegmachen. Ach wie schön ist Mönchengladbach.

  2. Das ist frech von der Mag´s, warum macht man das nicht wie in
    anderen Kommunen mit einem Chip, der dann Registriert wer wie
    viel rein schmeißt. Aber typisch Mönchengladbach, immer mehr die
    Bürger abzocken, oder?. Warum soll jemand, was bezahlen was er nicht
    bestellt hat?, was ist das für eine Überlegung, falls es eine sein soll.

  3. Katharina Dietz | 21. Juli 2018 um 12:50 | Antworten

    ich möchte nur mal wissen ,wie der rat ,der mags nebst anhang ,meine müllgebühren berechnet.laut mags bekommen wir ein 60l und eine 120l rolltonne.wir haben eine 60l tonne bestellt, bei der mags.wir benutzen seit 1997 eine 25l rundtonne mit 6personen,bei wöchendlicher leerung. bio tonne,und blaue tonne vorhanden ,wir kommen sehrgut zurecht.bei der 60l tonne,bezahlen wir dann auch zuviel, weil die wird nicht voll.mit was befülle ich dann die 120l tonne?diese frage habe ich der mags gestellt.kam die freche antwort,jeder haushalt produziert müll.ich sagte ihr nochmal, ich weiss nicht mit was ich die tonne befüllen soll.ich lass die tonne dann draussen stehn,hab die ja nicht bestellt.meinte die mags mir zu sagen,dass würde dann vom ordnungsamt geregelt. und bezahlen müsste ich die sowieso,als einen solidaritäts beitrag. soetwas muss man sich als mündiger bürger von der mags,gefallen lassen.habe dann vor wut ,den telefonhörer aufgelegt.werde jetzt abwarten was die herren vom rat, nebst anhang beschliessen,werde dann zu gegebener zeit, uns anwaltlich beraten lassen. und die rats situng im august,ist eine verarsche.ist doch schon alles,eine beschlossene sache.

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