Findelkind aus dem Sperrmüll ist genesen

Einst blind, dehydriert, abgemagert, lethargisch und mit Häutungsproblemen, ist die Echse heute kaum noch wiederzuerkennen.

Mit zwei großen und wachen Augen blickt das Reptil aus seinem geräumigen Terrarium bei GEM-Mitarbeiter Tobias Göckler. Der Müllwerker hatte den hilflosen Gecko damals in einem Sperrmüllhaufen auf der Helenastraße in Rheindahlen entdeckt. Statt auf einem Müllfahrzeug landete Randall, wie Tobias Göckler das Findelkind in Anspielung auf einen Film-Gecko nennt, bei Reptilien-Experten aus Mönchengladbach. Dort wurde der Leopardgecko zwei Wochen lang liebevoll aufgepäppelt und fand schließlich ein neues Zuhause bei seinem Lebensretter.

„Ein Auge konnten die Experten damals retten und hatten mir in Aussicht gestellt, dass sich das zweite Auge vielleicht auch irgendwann erholt. Und es hat geklappt“, freut sich Göckler.

Randall ist im Vergleich zu den ersten Tagen wie ausgewechselt: wohlgenährt, munter und seine Haut ist geschmeidig und farbenfroh. „Ich muss ihn auch nicht mehr mit der Hand füttern. Das schafft er jetzt ganz allein“, berichtet der stolze Besitzer.

Es ist nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter des Entsorgers Tiere zwischen Abfällen finden. Im Januar 2018 haben Mitarbeiter der GEM zwei Kaninchen an einem Papiercontainer aufgelesen. Ebenfalls an einem Papiercontainer entdeckten Mitarbeiter im Juli 2017 zehn Pythons. Auch diese Tiere hatte die GEM damals weitervermitteln können.