Flüchtlinge in Mönchengladbach – CDU und SPD wollen Hilfe besser koordinieren

Denkmal Flucht

Immer mehr Menschen suchen Schutz vor Terror, Vertreibung und Verfolgung in Europa.
Auch Mönchengladbach wird seiner Verpflichtung gerecht und ist Anlaufstelle für mittlerweile über 1.700 Flüchtlinge. Nachdem CDU und SPD im Rat bereits im Februar Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Flüchtlingen in der Stadt auf den Weg gebracht haben, rücken beide Fraktionen in einem erneuten Antrag die Unterstützung für ehrenamtliche Helfer in den Vordergrund.

„Wir wollen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs, „dass es in der Stadtverwaltung einen Ansprechpartner für die Unterstützung von Ehrenamtlichen gibt. Darüber hinaus ist es sicher notwendig, die gesamte Flüchtlingsarbeit in der Verwaltung enger zusammen zu führen und in einer Task-Force zu bündeln. Hier sind wir mit dem Oberbürgermeister und der Sozialdezernentin im Gespräch.“

Ralf Kremer, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, lobt das ehrenamtliche Engagement ausdrücklich: „Die vielen Hundert Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbacher, die sich in den Unterkünften um Sprachunterricht, soziale Angebote und vieles mehr kümmern, stehen stellvertretend für die in der Stadt so stark spürbare Willkommenskultur. Den engagierten Helferinnen und Helfern in der Verwaltung und in der Zivilgesellschaft gilt unsere Anerkennung und unser Dank. Ihre Arbeit wollen wir so gut wie möglich unterstützen.“

Durch die Errichtung einer Erstaufnahmeeinrichtung im JHQ, die im Juni 2016 ihren vollen Betrieb aufnehmen soll, kann sich die Unterbringungssituation in der Stadt erst einmal wieder entspannen. Spätestens dann können die Baracken Bockersend und Hardter Straße voraussichtlich endgültig geschlossen werden. Den Flüchtlingen stehen dann modernere Wohnungen und Unterkünfte zur Verfügung.

Ralf Horst, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, begrüßt die Neubaupläne der Verwaltung ausdrücklich: „Mit dem Bau einer neuen Unterkunft für bis zu 200 Personen an der Mülforter Straße schaffen wir den notwendigen Raum für eine angemessene und menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen. Hier können wir auch eine echte Grundlage für einen gelungenen Integrationsprozess legen. Die Integration in das Umfeld und der Kontakt zur Nachbarschaft wird hier gut funktionieren.“