„Freies W-Lan“ in Mönchengladbach chancenlos

Muster eines W-Lan-Acces-Points

Vergleicht man die beiden Alternativen W-Lan-Konzepte, die in Mönchengladbach zur Auswahl stehen, so kann einem unter dem Aspekt der Datensicherheit schon gruselig zumute werden.
Der Reihe nach: DIE LINKE Mönchengladbach hatte 2014 gemeinsam mit den Grünen und der PiPa freies W-Lan auf Basis von „Freifunk“ beantragt. Die Groko lehnte dies natürlich ab, der Vorschlag kam ja nicht von ihnen selber, und man verabschiedete 2015 einen Prüfauftrag.

Herausgekommen aus diesem Prüfauftrag ist ein Vermarktungsmodell mit dem Ziel, die Nutzer, das sollten vor allem nicht so vermögende Mönchengladbacher sein, zur Kasse zu bitten, sobald eine gewisse Datenmenge überschritten wird.
Der Verwaltungs-Aussage: „Kostenfreie Internetverbindungen unterstützen Familien, die sich kein eigenes Datenvolumen leisten können und steigern die Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen“,
muß demnach strikt widersprochen werden.

Welches Unternehmen diese 3-jährige nicht gänzlich kostenfreie Testphase bestreiten wird, das verrät die Verwaltung nicht, Datenschutz genannt.
Diesen Datenschutz nimmt sie bei den Nutzerdaten später im Betrieb des Netzes warscheinlich nicht so genau. Es werden Unmengen Daten erhoben, Gerätetyp, wie oft im Netz, die MAC-Adresse (Identifizierung), und weitere.
Diese sollen nur durch die Stadt genutzt werden dürfen, schreibt die Stadt. Da jedoch Fachleute den Betrieb zu leisten haben, sind „Fremde“ notwendig und diese in der Lage, auf die Daten zuzugreifen. Vorsicht ist angebracht.
Außerdem darf vor der Nutzung des Netzes Werbung vorgeschaltet werden.
Aktuelles Fazit: Finger weg von einem möglichen Angebot, dass auf Aussagen von Nicht-Fachleuten mit keinerlei Verantwortlichkeit basiert.
Das Freifunk-Konzept wird bei der aktuellen politischen Situation in Mönchengladbach keine Chance erhalten. Auch wenn die Opposition, hier die Linken, einen neuen Antrag ins Rennen schickt.

Geschäft ist Geschäft, wenn auch erstmal lediglich entlang der Hindenburgstraße.

Der Alternativantrag von den Linken.

1 Kommentar zu "„Freies W-Lan“ in Mönchengladbach chancenlos"

  1. Das mußte ich mir erst langsam auf der Zunge zergehen lassen.
    Eine Kommune, seinen Bürgern verpflichtet, läßt über eine Wirtschaftsgesellschaft, für die Wirtschaft tätig, ein Internet Netz installieren.
    Für wen denn nun? Meine Antwort: Für die Wirtschaft, die Leute sollen ja in die Stadt kommen um einzukaufen. Um das zu unterstützen, wird das W-Lan gebaut und der Nutzer, der Bürger bezahlt mit seinen Steuergeldern dieses Netz und soll dann, nach verbrauchter Anzahl der Mbits auch nochmal zahlen für weitere Nuzungserlaubnis. Obendrein werden seine Daten gespeichert, genutzt zur Profilerstellung und wer weiß wozu noch alles.
    Den Nutzen haben der Handel und die Stadt, der Bürger zahlt, das nenne ich mal Verarsche.

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