Gedanken zum Auftakt: Der Kampf um die Deutungshoheit

Lese ich die aktuellen Aussagen zum gerade beginnenden Wahlkampf in NRW, so ist eines für mich direkt ganz deutlich:
Gleich welcher Partei der Protagonist auch angehört, der Andere, die andere Partei ist der Fehlerbehaftete. Er, der Andere hat versagt, notfalls lügt er sogar.
So von sich und seiner persönlichen „Wahrheit“ angetan, wird kein Wahlkämpfer einen Bürger überzeugen können.

Da können Norbert Post und Michael Schroeren von Schuldenregierung unter Rot/Grün reden wie sie denn wollen.
Sie alle, und sicher viele Parteifreunde in unserer Stadt jammern nun, dass die Schulden finanzierten Fördermittel des Landes für irgendwelche Projekte der Stadt Mönchengladbach nun unsicher erscheinen oder gar nicht kommen werden.

Wie lange haben beide den Untergang des Bildungswesen prophezeit, als es im Landtag darauf ankam dafür zu kämpfen, wurde es auch von ihnen geopfert, gegen eigene Überzeugung.
Was bedeutet das?
Diese eigene Überzeugung, dieses eigene Gewissen wird nun schmählich missbraucht, indem es angewendet wird auf eine Mähr zur Regierungsbeendigung.

Macht heißt der Altar, auf dem alles geopfert wird.

Da freuen sie beide Politiker nun, sie haben aus eigener Ansicht diesen „Murks“ beendet, sie glauben möglicherweise ernsthaft, dies sei professionell.

Wer muß dies alles ertragen und wieder richten? Der Wähler.
Er zahlt jede Zeche, gleich welcher Regierung.