Geldspritze für das (Winter-) Brauchtum – 800.000 Euro für das neue »Narrennest«

Hier soll das Narrennest entstehen. Auch für das Sommerbrauchtum ? Fotos: MG-Heute

Staatssekretär Daniel Sieveke übergibt Förderbescheid am Standort der neuen Wagenbauhalle des Mönchengladbacher Karnevals.

Während die aktuelle Karnevals-Session in vollem Gange ist, wird zeitgleich an der Zukunft des jecken Brauchtums in Mönchengladbach gearbeitet.
Der offizielle Plan: An der Waldesruh 23 in Giesenkirchen soll mit dem »Narrennest« ein neues Begegnungs- und Gestaltungszentrum des Mönchengladbacher Karnevals entstehen. Am Donnerstag übergab Heimat-Staatssekretär Daniel Sieveke den Förderbescheid in Höhe von 800.000 Euro für das »Narrennest« an die Stadt Mönchengladbach. Damit hat das Vorhaben nun die letzte Hürde genommen.

Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Karneval ist in Nordrhein-Westfalen gelebtes Brauchtum, regionaler Bezugspunkt und Sinnbild für Heimat. Heimat ist etwas, das Menschen miteinander verbindet. Mit seinem lebendigen Vereinswesen und der überregionalen Strahlkraft des Veilchendienstagszuges ist Mönchengladbach eine Bastion des rheinischen Karnevals. Diese Tradition wollen wir wahren und mit dem neuen Begegnungs- und Gestaltungszentrum mit Hilfe der Heimatförderung auch langfristig erhalten.“

Oberbürgermeister Felix Heinrichs: „Der Mönchengladbacher Karneval lebt vom Zusammenwirken der vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen. Und auch das neue »Narrennest« ist echtes Teamwork, an dem viele Akteure einen Anteil haben. Für die finanzielle Unterstützung sind wir dem Land sehr dankbar. Aber auch die Karnevalisten haben sich offen und engagiert in diesen Prozess eingebracht. Mein Dank gilt auch den städtischen Beteiligten bei Verwaltung, Entwicklungs- und Marketinggesellschaft, Gregor Ungricht, von dem wir Grundstück und Gebäude erwerben konnten, Norbert Bienen für die Vermittlung und unseren Landtagsabgeordneten, die sich sehr aktiv für diese Lösung eingesetzt haben!“

Von der reinen Wagenbauhalle zum multifunktionalen Karnevalszentrum Aktuell steht die Wagenbauhalle der Karnevalisten noch auf dem ehemaligen REME-Gelände in Lürrip, das die Stadt allerdings in drei Abschnitten städtebaulich entwickelt. In die nächste Session sollen die Karnevalisten deshalb bereits von ihrer neuen Adresse in Giesenkirchen aus starten.

Die Pläne für das »Narrennest«– neues Begegnungs- und Gestaltungszentrum des Mönchengladbacher Karnevals sehen nicht nur eine Ausstellungsfläche und eine Werkstatt für den Wagenbau samt Sanitäranlagen, Büro und Umkleidemöglichkeiten vor. Auch ein Mehrgenerationen-Begegnungs- und Versammlungsraum sowie ein Ausbildungs-, Seminar und Probenraum sind vorgesehen, in dem Wagenbau, Tanz, Musik und Aufführung trainiert werden können.

Prinz Jost I: „Ich freue mich besonders darüber, dass die Karnevalswagen dann endlich trocken stehen und die Dekorationen der Wagen keinen Schaden mehr nehmen. Denn in jedem Wagen steckt viel Arbeit und Herzblut. Auch besteht durch die neu geschaffene Werkstatt die Möglichkeit, jungen interessierten Menschen Workshops anzubieten, bei denen sie handwerklich und kreativ gestalten können.“

Niersia Elke: „Auch ein Raum für Versammlungen, Trainingseinheiten der Garden oder Sonstiges ist sehr wichtig, da die zunehmend sterbende Kneipen-Kultur in Mönchengladbach immer weniger Raum dazu anbietet.“

Gert Kartheuser, Vorsitzender des Mönchengladbacher Karnevalsverbandes: „Mit dem heutigen Tag legen wir einen maßgeblichen Grundstein für das neue Mönchengladbacher »Narrennest«. Wir Karnevalistinnen und Karnevalisten sind glücklich darüber, dass wir somit bald ein neues zu Hause für unser städtisches Brauchtum haben, welches multifunktional genutzt werden kann.“

Der Weg zum »Narrennest«

Möglich wird das neue Begegnungs- und Veranstaltungszentrum, indem die EWMG für die Stadt eine 8.632 m² große Liegenschaft mit einer bestehenden Halle an der Adresse „An der Waldesruh 23“ von der Firma UMW GmbH und Co. KG erwirbt, die in Teilen durch die Karnevalisten genutzt werden wird. Der Rat hat dem Grundstücksgeschäft bereits in seiner Sitzung am 13. Dezember zugestimmt.

Gregor Ungricht, Geschäftsführer der UMW GmbH und Co. KG und der Revital Estate GmbH: „Seit Jahrzehnten setze ich mich für meine Heimatstadt Mönchengladbach, der ich sehr verbunden bin, und für Arbeitsplätze hier vor Ort ein. Ich bin sehr froh, mit dem »Narrennest« nun auch einen Beitrag für die Zukunft des lebendigen und von vielen Menschen getragenen Karnevalsbrauchtums hier in Mönchengladbach leisten zu können.“

Das Unternehmen wird die Nutzung des Grundstücks durch die Karnevalisten auch baulich vorbereiten, etwa indem nicht benötigte Gebäude abgerissen werden, Hallen entkernt, Elektrozuleitungen erneuert, Dächer repariert werden etc.

Für die Stadt verbleiben Kosten in Höhe von circa 450.000 Euro.

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