Gelungener Jahresempfang der Bezirksvertretung-Süd

Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann (SPD)

Der Mönchengladbacher Süden zeichnet sich auch durch seine Eigenständigkeit aus.
Beim diesjährigen Jahresempfang im Rheydter Rathaus am vergangenen Samstag erlebten dies zahlreiche Gäste.
16-09-10-bvsued-fest-1083Ehe Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann (SPD) ihren Jahresrück- und Ausblick zum besten gab, stimmte das Holzbläserensemble „Suono Vivace“, ein gemischtes Ensemble von 8 bis 10 Schülern im Alter von 15-21 Jahren, die Zuhörer
mit gekonntem Vortrag auf den Empfang ein.

Revue passieren lassen und einen Ausblick auf das neue Jahr wagen, war nun einer gut aufgelegten Gersmann´s Sache.
Sie schaute auf die Eröffnung des Marktplatzes zurück.
„Nicht nur heute, wenn er durch den Wochen-Markt belegt wird, sondern auch an manchem warmen Abend und Wochenende mutet es fast mediterran zwischen Rathaus und Hauptkirche an. Dabei ist die Entwicklung der Rheydter Innenstadt durch den Umbau des Marktplatzes noch lange nicht abgeschlossen“ lobte sie diesen tollen Platz.
Sie schlug anschließend einen Kreis, beginnend mit Wohnungen für Studenten, die auch die Brücke zur Hochschule schlagen, weitergehend zu Musikschule und der Volkshochschule, die ebenfalls eine neue Heimat in Rheydt erhalten.

„Die Rheydter Innenstadt hat den gerade für Fußgänger sehr schönen Vorteil, im Viereck, im Karree angeordnet zu sein. Der Marktplatz ist eine Platzkante und eine andere ist eben genau die Ecke Friedrich-Ebert-Straße am Lankes-Gelände und eben auch dem Cityhaus. Von daher wird das nächste Jahr im Zeichen stehen, diese Kante der Innenstadt mitzugestalten und dafür zu sorgen, dass durch die Ansiedlung und den Bau von frequenzbringenden Geschäften dieser Teil der Rheydter Innenstadt genauso belebt wird, wie der Teil, der um den neuen Marktplatz herum angesiedelt ist“, freute sie sich über zukünftige, schon geplante Entwicklungen.

Für eine weitere Ecke der Rheydter Innenstadt macht sie sich stark, für den Rheydter Bahnhof. Auch hier wird es im nächsten Jahr darauf ankommen, diesen Bereich des Bahnhofes, des Bahnhofsvorplatzes und auch des Geländes drumherum zu entwickeln. Es wird ein Investorenwettbewerb durchgeführt werden, der hier eine möglichst optimale Nutzung bei gleichzeitiger Beibehaltung des Haltepunktes der Deutschen Bahn entwickeln soll.
Gerne würde Gersmann und die SPD-Rheydt auch den Busbereich vor dem Bahnhof in diese Überplanung mit hinein nehmen und vielleicht mal ganz andere Wege gehen, als die klassischen bahnhofsaffinen Geschäfte; querdenken ist hier gefragt.

Die Entwicklung der Limitenstraße und darüber hinaus die Wilhelm-Straß-Straße sollten vor dem neuen evangelischen Gemeindehaus eine ganz neue Platzsituation schaffen, die nicht nur für die Benutzerinnen und Benutzer des Gemeindehauses, sondern für alle Rheydterinnen und Rheydter nochmal einen Ort bieten wird, an dem man sich gerne aufhalten möchte.

„Sie sehen also, es tut sich eine ganze Menge in Rheydt und es ist auch noch eine ganze Menge zu tun. Und ich finde es zwar schön, wenn Rheydt Vorbildfunktion für Mönchengladbach und für die soziale Stadt Mönchengladbach ist. Aber die Rheydterinnen und Rheydter werden genau darauf achten, dass der Fokus sich jetzt nicht ganz nach Altgladbach verlagert. Die Arbeiten, die in Rheydt noch durchgeführt werden müssen, ich nenne hier als Beispiel die Limitenstraße – die Platzkante fehlt ja noch – als auch die Arbeiten, die jetzt entwickelt und geplant werden müssen, wie eben die Bereiche Friedrich-Ebert-Straße und der Bahnhof, müssen mit dem gleichem Engagement vorangetrieben werden“ mahnte die Bezirksvorsteherin die Verwaltung, nicht aufzuhören mit dieser Stadtentwicklung.

Den gutgemeisterten Zustrom von Flüchtlingen in diese Stadt durch Verwaltung lobte Gersmann besonders.
„Es ist richtig, dass wir Menschen, die fliehen, aufnehmen und es ist richtig, dass wir Menschen, die fliehen vor Krieg und Gewalt, eine Perspektive bieten. Und wenn ich jetzt unter dem Eindruck der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sehe, dass in einem Bundesland die AfD über 20 % bekommt, in dem der Ausländeranteil unter 3,7 % liegt, weil die Menschen Angst vor zu vielen Flüchtlingen haben. Da muss ich ganz ehrlich sagen, dann ist nicht die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung falsch, sondern offensichtlich die Bildungspolitik“, signalisierte sie eindeutige Handlungsempfehlungen in Richtung Berlin und auch nach Düsseldorf.
Gersmann forderte die Anwesenden eindringlich auf, ein Erstarken der Rechten im Bund und in NRW gemeinsam zu verhindern.

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Ehrungen gab es selbstverständlich ebenfalls: neben dem Kinderprinzenpaar vom 2015/2016 wurden Hanna Masuhr, Frau Borkenfeld-Müllers und Herr Wolfgang Bremges. Sie alle haben in ihrem jeweiligen Umfeld ehrenamtlich hervorragendes geleistet.

Mit vielen guten Gesprächen endete ein harmonischer Empfang in Rheydt.