Grundwasser-Skandal in Odenkirchen: Prüfwerte wurden überschritten

Finger weg vom Grundwasser in Odenkirchen!
Die im November des vergangenen Jahres ersten Hinweise auf örtlich erhöhte Grundwasserbelastungen durch Chrom und Chromate im Umfeld der Straßenzüge Korneliusstraße, Kohrbleiche, Duvenstraße und Blankertzstraße im Stadtteil Odenkirchen haben sich bestätigt.

Das teilte die Verwaltung im Umweltausschuss mit.
Wie schnell eine Besserung der Situation eintreten kann, hängt von vielen Faktoren an. Auch der Verursacher, sobald er zweifelsfrei feststeht, kann das Verfahren rechtlich stark beeinflussen, etwa durch Klagen und Einsprüche.

Die erste Phase der Beprobungen ist abgeschlossen. Auch die vorhandenen Brunnen in diesem Gebiet wurden beprobt. Die Prüfwerte gemäß Bundesbodenschutzverordnung wurden überschritten. Eine exakte Eingrenzung des belasteten Bereiches ist immer noch nicht möglich, dafür sind weitere Untersuchungen der Unteren Bodenschutzbehörde notwendig.

Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge und zum anderen zur Vermeidung einer Verbreitung der Schadstoffe in bisher unbelastete Böden werden die Anwohnerinnen und Anwohner im betroffenen Bereich immer noch gebeten, bis auf weiteres vorsorglich auf jegliche Nutzung des Grundwassers über Haus- und Gartenbrunnen, Hauswasserwerke und dergleichen sowie auf den Verzehr von mit Grundwasser bewässerten Nutzpflanzen zu verzichten.

Die Verwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass das Trinkwasser von dieser Belastung nicht betroffen ist und weiter unbedenklich genutzt werden kann. Es liegt keine Gefährdung für Mensch und Tier vor, solange ein Kontakt mit dem verunreinigten Grundwasser vermieden wird.

Alle Grundwassermessstellen und Gartenbrunnen werden Ende Februar / Anfang März noch einmal intensiv geprüft.
Darüber hinaus wird es eine dezidierte Untersuchung der Untergrundverhältnisse geben.
Es muss geklärt werden, wie sich das Wasser im betroffenen Gebiet bewegt und wo gegebenenfalls ein Gegenmittel eingesetzt beziehungsweise Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. „Das ist ein hochkomplexes und zeitintensives Verfahren, das sich über Monate hinziehen wird“, so Stadtdirektor und Umweltdezernent Dr. Gregor Bonin. „Wir nehmen die Ängste und Sorgen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sehr ernst. Ich kann diese daher nur ermutigen, sich bei uns im Fachbereich Umwelt zu melden“. Ein möglicher Verursacher wurde ermittelt und ein ordnungsbehördliches Verfahren eingeleitet.

Die Stadtverwaltung hatte die Anwohnerinnen und Anwohner im Umfeld des betroffenen Bereiches bereits Ende November mit einem Schreiben über mögliche Gesundheitsgefahren informiert.
Der Fachbereich Umwelt wird über den Sachstand weiter informieren.

Für Rückfragen steht Bettina Tischler von der Unteren Bodenschutzbehörde allen Betroffenen unter Telefon 02161 /25 82 40 auch weiterhin zur Verfügung.

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