Hugo-Junkers-Park nimmt Kontur an

Stadt arbeitet mit Hochdruck an der Umgestaltung der Parkanlage

Die Arbeiten zur Umgestaltung des Hugo-Junkers-Parks in Rheydt kommen sichtbar voran.
Mit Hochdruck sind die Arbeiter in der innerstädtischen Parkanlage am Werk, um die derzeit noch günstigen Witterungsbedingungen auszunutzen.
Rund 1,5 Millionen Euro investiert die Stadt in das Projekt, das wichtiger Baustein im Städteförderungsprogramm „Soziale Stadt Rheydt“ ist und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Bundes sowie der Landesregierung kofinanziert wird.

Ende August erfolgte der offizielle Baustart für die Um- und Neugestaltung der rund fünf Hektar großen Parkanlage, die bis Ostern nächsten Jahres ein neues und attraktiveres Erscheinungsbild erhalten soll.

Knapp zwei Monate nach dem Startschuss ist in vielen Bereichen erkennbar, wie der Park in den vergangenen Jahren deutlich an Aufenthaltsqualität verloren hat.
Schuld waren Wildwuchs, uneinsehbare Ecken und Nischen, die zu sogenannten Angsträumen wurden und keine erkennbaren Wegeverläufe.
Genau diese Defizite hat das Berliner Büro für Landschaftsarchitektur Mettler, das Sieger aus einem zurückliegenden Wettbewerb für die Freiraumplanung hervorging, in seinen Entwürfen berücksichtigt.

Die ersten Ansätze sind bereits jetzt schon auf der Baustelle zu erkennen.
So zum Beispiel die beiden Wegeachsen in Nord-Süd- und Ost-West-Ausrichtung, an denen momentan gearbeitet wird, die erste Arrondierung der Freiflächen, die als Wiesen zum Verweilen zukünftig den Parkcharakter prägen werden.
Im Bau befinden sich derzeit die rund hundert Parkplätze für das Pahlkebad, das Hugo-Junkers-Gymnasium und die Evangelische Grundschule Pahlkestraße, die neu geordnet werden, sowie das neue Basketballfeld auf dem Schulhof des Gymnasiums.
Darüber hinaus wurden im Baumbestand Kronenpflegeschnitte vorgenommen und ein kranker Mammutbaum durch Kappung und Einbau einer Kronensicherung dauerhaft verkehrssicher geschnitten.

Noch in diesem Herbst und im kommenden Frühjahr erfolgen dann die Pflanzarbeiten. So werden unter anderem 50 im Stammumfang bereits 25 Zentimeter messende Bäume, die in den Herbstmonaten unterschiedliche Färbungen aufweisen, gepflanzt.
Die Bäume, unter anderem Schnurbäume, Zellkofen, Ahorn und Hainbuchen sind bereits bestellt.
Der Mittelpunkt der Anlage wird zukünftig durch eine neue Lichtung gebildet, die eine Erlebbarkeit von Weite mitten in der Dichte der umgebenden Bebauung inszeniert. Um den Kontrast dieser Wiesenlichtung zur Umgebung zu stärken, erhält der Raum eine starke Rahmung, die im Westen durch eine strenge Baumreihe sowie im Osten und Süden durch eine grüne Raumkante aus der bestehenden Vegetation sowie zusätzlichen Baumpflanzungen gebildet wird.
Der Park wird zukünftig ein einheitliches Erscheinungsbild abgeben und die bislang lose Abfolge von wenig zusammenhängenden Fragmenten ablösen.
Es gibt dann mehr Wiesen, Rasen und Bäume und weniger pflegeintensives Strauchwerk. Genauso wie das angrenzende Pahlkebad wird auch die historische Villa aus der Gründerzeit, die in der Vergangenheit durch den ungeordneten Naturraum und vorhandene Sichtsperren mehr ein Dasein im Verborgenen fristete, stärker in den Park integriert werden.
„Ziel ist es, die Angsträume zu beseitigen und den Park allgemein wesentlich luftiger zu gestalten, um die Anlage wieder stärker für Kinder, Jugendliche und Senioren mit unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten anzubieten“, erläutert Projektleiterin Regine Callmer vom städtischen Fachbereich Grünunterhaltung und kommunaler Forst.
Wie in der Planungsphase sollen die Bürger auch weiter einbezogen werden, um Ideen und Anregungen einzubringen.
So wird es im Herbst einen ersten Bürgerspaziergang durch die ersten fertig gestellten Bereiche geben.
(pmg)