Innenstadtentwicklung Rheydt wird gefährdet

Auch der Fortbestand der Gestaltungsmehrheit steht wohl auf dem Spiel

Vor einer Verzögerung der Haushaltsberatung in den Ratsgremien warnt die SPD-Vorsitzende von Rheydt-Mitte, Barbara Gersmann, eindringlich:
„Wenn nicht kurzfristig die Mittelbereitstellung für die Umbaumaßnahmen des Rheydter Marktplatzes einschließlich der Sanierung der Tiefgarage sichergestellt wird, ist die Innenstadtentwicklung von Rheydt insgesamt gefährdet!“

Die Neugestaltung des Marktplatzes Rheydt ist zentraler Baustein des Projekts
Soziale Stadt Rheydt.
Maßgeblich finanziert werden die vielfältigen Maßnahmen durch Fördergelder der Europäischen Union, des Bundes und des Landes.
Um diese beanspruchen zu können, sind alle Projektbestandteile bis Ende 2013 umzusetzen.
Wenn diese Frist erreicht werden soll, darf der Baubeginn auf dem Marktplatz nicht
über den Juli hinausgeschoben werden.
Die SPD in Rheydt-Mitte ist entsetzt, dass nun der Stadtumbau in Rheydt riskiert
wird, weil Bündnis 90/Die Grünen und FDP um jeden Preis den Neubau eines
Gebäudes für die Zentralbibliothek durchsetzen wollen.
„Die SPD hat sich festgelegt: Die Umsetzung des Innenstadtkonzepts Rheydt ist das städtebauliche Vorhaben, das höchste Priorität haben muss“, erinnert Barbara Gersmann.

Mit der Umgestaltung des Marktplatzes muss die Sanierung der darunter liegenden
Tiefgarage einhergehen. Durch ein Gutachten ist belegt, dass entsprechende
Reparaturarbeiten mittelfristig zwingend erforderlich sind.
Diese von der Baumaßnahme auf dem Deckel der Garage abzutrennen, führt demnach zu
erheblichen Mehrkosten und ist deshalb wirtschaftlich unsinnig.
Die Ziele des Innenstadtkonzepts, die gerade zur Attraktivitätssteigerung des Zentrums führen sollen, würden verfehlt, wenn das Parkhaus in dieser bedeutsamen Lage in dem
desolaten Zustand verbliebe.

„Rheydt darf nicht Dispositionsmasse für neue Großprojekte werden, die sich
Mönchengladbach nicht leisten kann“, fordert Gersmann: „Alle Finanzspielereien
um einen Bibliotheksbau werden nur aufgehen, wenn die Garagensanierung
geopfert wird. Dass die FDP der Entwicklung in Rheydt wenig Beachtung schenkt,
wundert nicht. Dass der Bezirksvorsteher von Süd in seiner Funktion als Grünen-
Fraktionsvorsitzender diesen Weg auf Kosten von Rheydt mitgehen will, ist erschreckend.“

Für die SPD-Vorsitzende von Rheydt-Mitte steht fest: „Die SPD-Ratsfraktion hat
die richtigen Entscheidungen getroffen. Jetzt muss sie sofort sicherstellen, dass die
Voraussetzungen für den Innenstadtausbau Rheydt in vollem Umfang geschaffen
werden. Wenn das mit den Partnern der Gestaltungsmehrheit nicht durchsetzbar
ist, muss dafür eine Mehrheit gesucht werden, die verantwortlich mit der Zukunft
von Rheydt und der gesamten Stadt umzugehen bereit ist.“ [PM SPD]