Kooperation mit Hochschule Niederrhein: Upcycling von mags-Arbeitskleidung

Die Projektgruppe „magscycling“ der Hochschule Niederrein (v.l.n.r.): Asena Gülüm, Kristin Sitto, Nils Freiberg, Fiona Horst, Ikram Fares, Friederike Spenner. Es fehlt Lisa Opitz. Foto: mags

Durch Upcycling Müll vermeiden: Dieses Ziel hat beim jüngsten Kooperationsprojekt zwischen mags und der Hochschule Niederrhein im Mittelpunkt gestanden. Studierende des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik haben aus abgetragener mags-Arbeitskleidung Prototypen von Taschen in unterschiedlichen Styles entwickelt.

Herausgekommen sind drei Modelle: eine stylische Laptoptasche für 13-Zoll-Geräte, eine trendige Crossbody-Bag und eine coole Waistbag. Die Ergebnisse sind sowohl echte, wertige Handarbeit als auch ein Bekenntnis zur Heimatstadt und zur Umwelt. Denn die mags-Arbeitskleidung besteht zu 65 Prozent aus Fair-Trade-Bio-Baumwolle und zu 35 Prozent aus recyceltem Polyester. In Zukunft könnten die Taschen beispielsweise im Umweltbildungsprogramm der mags-Tochter GEM zum Tragen kommen.
Das „magscycling“-Projekt fand im Rahmen einer jährlichen Hochschulveranstaltung statt, in denen Teams von Studierenden auf das Berufsleben vorbereitet werden sollen. Hierzu setzen die Studierenden Aufgabenstellungen von internen und externen Auftraggebern um. Begleitet werden die Teams jeweils von Professorinnen und Professoren der Hochschule, in diesem Fall war das Marion Ellwanger-Mohr, Professorin für Gestaltungslehre, Textilentwurf und Kollektionsentwicklung. „Stoff, Schulterträger, Reißverschlüsse: Wir konnten alle Elemente der Arbeitskleidung verarbeiten, lediglich das Innenpolster der Laptoptasche kauften wir zu“, sagt Friederike Spenner, Studentin im fünften Semester und Teil des Teams, das die Aufgabenstellung von mags umgesetzt hat.

Die-Crossbody-Bag für Kleinkinder ist mit liebevollen Details ausgestattet. Die Knöpfe und Zacken sowie die graue Verlängerung am Gurt sollen die Form eines Dinosauriers darstellen.
Fotos: mags

Die mags-Taschen könnten dabei helfen, Kinder und Jugendliche für das Thema Upcycling und Umweltbewusstsein zu sensibilisieren oder dazu anregen, selbst kreativ zu werden. Denn neben den Taschen entwickelte das Team ein zugehöriges Lehrkonzept mit Unterrichtsmaterialien, das in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen umgesetzt werden könnte: Mithilfe eines Memory-Spiels kann jüngeren Kindern der Vorgang des Upcyclings visuell nähergebracht werden. Ergänzt wird das Lehrkonzept der Studierenden durch ein “Do-It-Yourself”-Näh-Set für Upcycling-Ideen.
An den Taschen befinden sich QR-Codes, die einmal eingescannt zu weiteren vom studentischen Team aufbereiteten Informationen über Upcycling führen. Das Team definiert Upcycling “als eine Art von Recycling, in der bereits genutztes Material wiederverwendet wird. Das aussortierte Material wird in ein neues, höherwertiges Produkt umgewandelt. Somit reduziert Upcycling die Verwendung von Rohstoffen wie auch Wolle, Holz, Kohle oder Metall.”