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Mönchengladbacher Zeitung

Linienbusse werden aus Hindenburgstraße verlagert

Umbau der Viersener Straße / Steinmetzstraße für beidseitigen Busverkehr ist beschlossen | Baustart ab 2026 | für Hindenburgstraße sind kleine Pendelbusse geplant.

Die Verkehrsachse Viersener Straße / Steinmetzstraße in der Gladbacher Innenstadt soll künftig den Linienbusverkehr in beiden Fahrtrichtungen abwickeln und wird dafür umgebaut. Das hat der zuständige Ausschuss für Umwelt und Mobilität in seiner letzten Sitzung beschlossen. Bisher fahren die Busse auf dieser Trasse nur bergab in Richtung Europaplatz. Der bergauffahrende Linienbusverkehr verläuft über die Hindenburgstraße. Sie soll künftig nur noch von kleinen Elektro-Pendelbussen bedient werden.

„Mit der Verlagerung der großen Linienbusse machen wir den Weg frei für eine umfassende Aufwertung der oberen Hindenburgstraße sowie angrenzender Bereiche. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass unsere zentrale Einkaufsmeile mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar bleibt. Etwa durch barrierefreie Haltestellen, Querungshilfen für Fußgänger oder durch das ergänzende Angebot der kleinen Elektro-Pendelbusse auf der Hindenburgstraße selbst“, sagt die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz.

Umbau für den beidseitigen Busverkehr: Das ist geplant Bereits im Herbst letzten Jahres hatten die Planerinnen und -planer nachgewiesen, dass die Linienbusverlagerung grundsätzlich „verkehrlich machbar“ ist. Nun stellte die Verwaltung vor, wie genau die Viersener Straße und die Steinmetzstraße für das Vorhaben umgebaut werden sollen. Es ist vorgesehen, dass die am Europaplatz startenden Busse sich im ersten Streckenabschnitt die beiden Fahrspuren mit dem Autoverkehr teilen. Ab der Kreuzung Albertusstraße soll dann die rechte Fahrspur zu einer Busspur werden. Anders als auf der Gegenfahrbahn, wo es eine solche Busspur bereits gibt, wird der Radverkehr hier wegen der hohen Geschwindigkeitsunterschiede beim Bergauffahren aber weiterhin separat im Seitenbereich geführt.

An zwei Stellen werden für den Busverkehr barrierefreie Haltestellen mit Wetterschutzhäuschen eingerichtet. In Verbindung mit den Haltestellen werden auch Verkehrsinseln in der Straßenmitte gebaut, die beim Überqueren der Straße helfen. Die Eventhaltestelle am Croonsquartier, bisher nur an Karneval in Betrieb, wird dauerhaft eingerichtet. Außerdem entsteht ein neuer Haltepunkt auf Höhe der Straße Marktstieg. Hierzu gehört auch eine neue Haltestelle auf der Gegenfahrbahn, die das bisherige Haltestellen-Provisorium „Kapuzinerplatz (Museum Abteiberg)“ ablösen wird.

Dieses Jahr soll die Umbauplanung bis zur Baureife geführt und die Ausschreibung der Bauleistungen eingeleitet werden. Der Umbau des Straßenabschnitts wird voraussichtlich 2026 starten. Für die Maßnahme sind inklusive erwarteter Kostensteigerungen rund 7 Mio. Euro kalkuliert. Damit wird neben dem reinen Umbau auch die grundhafte Erneuerung des Straßenbelags und -untergrunds finanziert, die aufgrund des aktuellen Straßenzustands ohnehin absehbar notwendig geworden wäre.

Hindenburgstraße: Von der Einkaufsstraße zum Stadtquartier

Auf der Hindenburgstraße sollen in Zukunft nur noch kleine Elektro-Pendelbusse fahren, für die die aktuell sehr breite Fahrspur nicht erforderlich ist, so hat es der Rat der Stadt 2023 beschlossen. Entsprechend erarbeiten NEW und Verwaltung derzeit Konzepte. Die Verlagerung des Linienbusverkehrs ist damit Grundvoraussetzung für eine ganze Reihe an Projekten, die die Stadtverwaltung zusammen mit dem niederländischen Planungsbüro Karres en Brands unter der Vision „Von der Einkaufsstraße zum Stadtquartier“ zusammengefasst hat. Ziel ist es, die Hindenburgstraße nicht mehr vornehmlich als Verkehrsachse auszubilden, sondern sie gemeinsam mit den umliegenden Plätzen zu einem attraktiven öffentlichen Raum im Herzen der Stadt umzuwandeln.

So ist die Herausnahme des Linienbusverkehrs beispielsweise Grundvoraussetzung für die Umgestaltung des Alten Marktes, für die 2025 ein Planungswettbewerb ausgelobt werden soll. Auch der zeitnah geplante Durchstich zum Museum Abteiberg oder die dauerhafte Begrünung des Sonnenhausplatzes beziehen den (bisherigen Straßen-)Raum der Hindenburgstraße konzeptionell mit ein.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „Linienbusse werden aus Hindenburgstraße verlagert“

  1. Natürlich ist es richtig die Busse zu verlegen um eine bewohnbare City zu erhalten, wobei der Lieferverkehr und die Notfallfahrzeuge ihren Platz benötigen. Wenn dieser Platz (5,50 m Breite) schon vorgehalten werden muss, dann reichen auch gute barrierefreie elektrische Kleinbusse (mit Platz für 2 Kinderwagen oder 2 Rollstühle), die zügig und überall anhalten können. Allerdings muss man sich auch die Planung auf der Steinmetzstraße und Viersener Str. genauer ansehen. Da gibt es noch Bedarfe zur Verbesserung für jeden einzelnen Verkehrsteilnehmer: Folgende Verbesserungen könnten umgesetzt werden. Fußwege sollten immer allein sein und mind. 2,50 m Breite haben (1,60 m ist zu wenig), vor allem am Altenheim. Die Haltesteige bekommen zusätzlichen Platz. Alle Verkehrsinseln sollten barrierefrei auf 2,50 m verbreitert werden. Die Verkehrsinsel am Übergang Croonsallee sollte mit 2,50 m ebenfalls beibehalten werden. Der Haltesteig an der Sandradstraße (spätere Fußgängerzone) sollte nebenan auf die Viersener Straße verlegt werden. Der Weg für die Busse ist somit kürzer und schneller. Alle Haltesteige Alte Markt sollten zusammen gelegt werden für alle Linien incl. des Kleinbusses mit sehr kurzen Entfernungen zum Umsteigen. Für die Linien 7, 17, 13, 23 usw. ist z.Zt. kein Umstieg zu oder von den Kleinbussen geplant. Die Umweltspuren, (Busse mit Radverkehr) sollten auf der gesamten Strecke in beiden Richtungen mind. 3,50 m erhalten, ein Überholen der Busse an den Haltestellen ist somit möglich. Für den Radverkehr gibt es parallel ruhigere alternative Strecken, Hindenburgstraße, Kaiserstraße und Regentenstraße. Die Haltestelle Bismarckstraße ist leider nicht eingeplant, obwohl diese immer schon sehr wichtig war und ist. Hier ist sie aber machbar, hinter Sinn / Ärztehaus, es sind vier Haltesteige möglich, der Platz ist vorhanden. (zwei Fußwege, zwei Umweltspuren, drei Fahrspuren sind machbar). Das würde auch Staus im Busverkehr vermeiden. Weiterhin sollte auf der Strecke auch 30 km/h eingeführt werden, was eigentlich vor einem Altenheim üblich ist.