Mit vereinten Kräften für die Menschen unserer Stadt

Soziale Verwerfungen sind besonders auch in Mönchengladbach zu verzeichnen.

Deshalb haben sich zwölf Mönchengladbacher Organisationen zu einem gemeinsamen Bündnis zusammengeschlossen, um den berechtigten Forderungen der betroffenen Bürger der Stadt stärkeren Nachdruck zu verleihen. Sie werden die geballte Expertise einsetzen, Politik im Sinne ihrer tatsächlichen Verantwortung zu bewegen.

Ab sofort können sich Bürger mit ihren Anliegen an das Bündnis wenden mit einer E-Mail unter info@soziales-mg.de . Natürlich sind auch die einzelnen Bündnismitglieder/Vereinigungen ansprechbar. Die Anfragen werden gebündelt im Bündnis, zukünftig sollen auch separate Rufnummern und Ansprechpartner benannt werden.

Sie werden sich im Sinne einer sozialeren Gerechtigkeit als bisher einsetzen:

Soziale Verwerfungen zeigen sich an Auswüchsen, die beseitigt werden müssen, wie:

• Kinderarmut (jedes 3. Kind in Hartz IV-Bezug)
• Ungleiche Bildungschancen von Kindern nach Einkommen und Herkunft der Eltern
• Prekäre Beschäftigung (unsichere Beschäftigungsverhältnisse und niedrige Löhne)
• Hohe Anzahl von Hartz-IV-Bezieher*innen und Langzeitarbeitslosen
• Altersarmut
• Keine ausreichende Absicherung im Alter
• Fehlen von bezahlbarem Wohnraum und von aktivem Mieterschutz im Bestand
• Chronische Unterfinanzierung medizinischer und pflegerischer Einrichtungen
• Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen z.B. mit Behinderung, mit Migrationshintergrund usw.

Die Unterzeichnerinnen „Soziale Gerechtigkeit Mönchengladbach“ sind überzeugt, dass sich die negative Entwicklung der letzten Jahre nur durch ein gemeinsames Bündnis aufhalten lässt.
Die Einbeziehung und Stärkung der Betroffenen sind dabei wesentliche Teile unseres Selbstverständnisses. Wir stehen ein für Vielfalt, Toleranz, Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Es ist Auftrag der Politik, dafür zu sorgen, dass Kommunen mit ihren vielfältigen Aufgaben auch langfristig handlungsfähig bleiben. Es darf nicht sein, das Bürgerinnen in reichen Kommunen mit wenig armen Menschen viel besser gestellt sind als Bürger*innen armer Kommunen.
Bei aller Unterschiedlichkeit sind wir vereint im Widerstand gegen soziale Ungerechtigkeit gemeinsam mit den betroffenen Menschen.

Auf der Präsentationsveranstaltung im DGB-Haus wurde deutlich, dass selbst im aktuellen Berichtsjahr 2020 der Bedarf wächst.

Die aktuelle Entwicklung am Mönchengladbacher Wohnungsmarkt wurde im ZDF folgendermaßen dargestellt:

  x = 67,2 % der Bevölkerung in MG wohnen zur Miete ;
  x = 45,0 % der Mieter zahlen inzwischen 35% d. Monatseinkommen f.d. Miete;
  x = weitere 5% zahlen sogar 50% und mehr des Monatseinkommens;
  x = Durchschnittskaltmiete liegt bei 6,86 € je qm im Bestand ,  9,50 € je qm
        beim Neubau, Tendenz steigend;
  x = Bestand an Sozialwohnungen weiter sinkend, Stand 12/2018 noch 7122
        Sozialwohnungen bis Ende 2029 durch auslaufen d. Preisbindung Wegfall von ca. 3400 WE, somit jährlicher Neubaubedarf von 340 Wohnungen, im Zeitraum 2017 – 2019 wurden jedoch nur 254 neue Sozialwohnungen erstellt;
  x = in MG kommen zur Zeit auf 1 SZW bereits 5 Bezugsberechtigte mit WBS;

Aus diesen Fakten ergeben sich Forderungen an die Politik ( neuen OB und alle Parteien im Stadtrat ) :

1. = Einbringung und Beschlussfassung zu einer Wohnraumschutzsatzung ;
2. = bessere Ausstattung bei Finanzen und Personal für die WohnBau Gmbh
   und das Wohnungsamt selbst ;
3. = kein weiterer Verkauf von städtischen Bauland ;
4. = festgelegte Quote für private Investoren zum Bau v. geförderten Sozial-
   wohnungen 30% und im unteren Preissegment ebenfalls 30 % ;
5. = Rederecht der Bürger/ Innen in den Ausschüssen , z.B. Planungs- und
             Bauausschuss ;


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