Mönchengladbach im Visier der Atommüll-Sonderkommission

Mönchengladbach im Visier der Atommüll-Sonderkommission
Mitteilung des Bündnis Strahlenzug:

In Deutschland wird Atommüll unter fragwürdigen Bedingungen transportiert und gelagert. Jeden Tag können einem in Deutschland Atomtransporte begegnen, doch nur über wenige wird berichtet.
Vom Atomausstieg nicht betroffen, produziert die Uranfabrik in Gronau mit einer unbefristeten Genehmigung weiter Brennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt. Die Folge: Immer größere Mengen Atommüll lagern in Gronau, teilweise sogar unter freiem Himmel. Bundes- und Landesregierung in NRW wollen den strahlenden Müll in 152 Castorbehälter mit hochradioaktiven Brennelementen aus dem Atomreaktor AVR in die USA verfrachten. Wie Gutachten von Greenpeace und dem BUND NRW zeigen, wäre das rechtswidrig. Mit einer Bundes-Stiftung (Bad-Bank) planen die Atomkonzerne überdies sich aus der Verantwortung für die wachsenden Kosten bei der Stilllegung von AKWs und der Atommülllagerung zu stehlen. Nach einer Einmalzahlung von 36 Mrd. Euro durch die Konzerne, sollen dann die SteuerzahlerInnen die Zeche zahlen. Das muss verhindert werden.

Deswegen hat das überparteiliche Bündnis Strahlenzug die Kampagne „Atommüll-Alarm: TATORTE in NRW“ nach Mönchengladbach eingeladen. In einer Mischung aus Infostand und Diskussionsveranstaltung werden die Passanten direkt in die Ermittlungen der beiden „Kommissare“ Peter Dickel (AG Schacht Konrad) und Hubertus Zdebel (MdB Linksfraktion) einbezogen.

Die „SOKO Atommüll“ baut ihre mobile Wache am Samstag den 25.10. von 10:30 bis 14:00 Uhr auf der Hauptstraße / Ecke Brucknerallee auf, also direkt am Rheydter Wochenmarkt. BürgerInnen und Presse sind herzlich eingeladen, sich das Schauspiel anzusehen, mitzudiskutieren oder gar in die Ermittlungen einzusteigen.