Mönchengladbacher Grüne klar für Feiertag „8. Mai“

Anita Parker, Sprecherin des Vorstands und Gerd Schaeben, Vorstandsmitglied; Foto Grüne-MG

Soll der 8. Mai ein bundesweiter Feiertag werden, ist er der „Tag der Befreiung“ oder ein Tag der Niederlage, den man daher nicht feiern sollte?

Eine Frage, auf die Esther Bejarano, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees der Bundesrepublik Deutschland, längst eine Antwort gefunden hat.  Anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges wird sie dem deutschen Bundestag die Petition „8. Mai zum Feiertag“ übergeben. Die Petition mit rund 100.000 Unterschriften werden die Vizepräsidentinnen des deutschen Bundestages Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) und Petra Pau (Linke) von der 95-jährigen Holocaust-Überlebenden entgegennehmen.   

Esther Bejarano:

„Ich überlebte als Mitglied des Mädchenorchesters das Vernichtungslager Auschwitz und konnte auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen. Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden. Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit von NS-Regime gefeiert werden kann.“

Wie die grüne Vizepräsidentin des Bundestags Claudia Roth unterstützt auch der Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach diese Forderung der 1924 geborenen Esther Bejarano.

Anita Parker, Sprecherin des Vorstands: „Wir haben in unserem Programm für die Kommunalwahl 2020 die Vielfalt und den Zusammenhalt in Mönchengladbach als eine wichtige Forderung und setzen uns gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung ein. Ein Feiertag „8.Mai“ wäre konsequent.“

Gerd Schaeben, Vorstandsmitglied, ergänzt: „ Antisemitische und rassistische Straftaten haben in letzter Zeit wieder zugenommen. Auch deshalb ist es für uns eine Verpflichtung, an die grausamen und menschenverachtenden Ereignisse des Naziregimes ständig zu erinnern. Ein bundesweiter offizieller Feiertag würde die Erinnerungskultur zusätzlich stärken.“