Mönchengladbacher Kulturnacht „nachtaktiv“ sucht Unterstützung bei der Neuausrichtung

NA_NEU (Copyright: © terz machen GmbH)

Die „Kulturnacht“ fand 2005 erstmalig in Mönchengladbach statt und entwickelte sich umgehend zur größten Veranstaltung der freien Szene. Das vom Kulturbüro initiierte Format zielte von Anfang an darauf ab, Kulturorte und Kulturakteure sichtbar zu machen sowie eine Plattform für Vernetzung zu etablieren. Nach nun 16 Jahren, 7 Editionen und einem pandemiebedingten Ausfall der Veranstaltung beschließt eine etwa 40-köpfige Vertretung der freien Szene die Veranstaltung und dessen Organisationsform neu auszurichten.

Seit Juni 2021 befindet sich die Mönchengladbacher Kulturnacht somit in einem offenen Umgestaltungs- und Findungsprozess, der bewusst über die nächste Veranstaltung hinaus dauern wird. Denn die nächste Edition, die am 3. September 2022 sowohl erst- als auch einmalig ausschließlich im Stadtteil Rheydt stattfinden wird, dient auch der Erprobung neuer Strukturen und Ziele. So sollen beispielsweise künftig Kooperationen unterschiedlicher Kunstgenres und kreativer Menschen, dessen Schaffensergebnisse exklusiv während der Veranstaltung zu erleben sind, stärker gefördert werden und der Festivalcharakter der Veranstaltung u.a. durch die vorrübergehende lokale Reduzierung auf einen Stadtteil deutlicher spürbar werden. „Dabei spielen im Stadtkern neben interessanten Leerständen selbstverständlich auch bewährte Locations eine Rolle, auf die wir in Kürze auch in diesem Jahr wieder zugehen werden“, so Oliver Leonards, Geschäftsführer der terz machen GmbH, der als Projektleiter bei der Neukonzeption des Formats auf wertvolle Erfahrungswerte aus den Vorjahren zugrückgreift.

Der Prozess wird inzwischen von Arbeitsgruppen angeleitet, die sich aus Akteur*innen der freien Szene speisen. Trotz Neuausrichtung und des an „nachtaktiv“ angelehnten, temporären Arbeitstitels „NA_NEU 2022“, bleibt ein zentrales Charakteristikum der Veranstaltung bestehen: „Die NA_NEU wird weiterhin ein Event der freien Szene sein, verbunden mit einer herzlichen Einladung an die hiesigen Kulturakteur*innen, sich aktiv in die konzeptuelle, organisatorische als auch programmatische Gestaltung einzubringen“, erläutert Agnes Jaraczewski, Leiterin des Kulturbüros. Neben Künstler*innen für Programmpunkte jeglicher Kultursparten sind ab sofort ebenso Kulturschaffende gesucht, die beispielsweise an der konzeptuellen Einbindung gesellschaftlicher Themen wie Nachhaltigkeit oder Teilhabe, der Entwicklung programmbegleitender Workshops und Vermittlungsformate oder etwa der federführenden Programmgestaltung einzelner Locations mitwirken möchten.

Weiterführende Informationen zu den Arbeitsgruppen sind in den AG-Aufrufen unter www.stadt.mg/AufrufeNA_NEU aufgeführt und können per E-Mail unter nachtaktiv@moenchengladbach.de erfragt werden.